Mit dem Plus an Motion wird ein deutlich besseres Spielgefühl erreicht und der Spielspaß oben gehalten.
Red Steel 2
Das größte Problem steckt aber in einem gänzlich anderen Bereich, denn mit einer geradezu kaltblütigen Präzision weicht das Spiel nur kaum von seinem alltäglichen Schema ab. Der Handlungsstrang ist strikt linear. Das Dojo dient nicht nur dem Training, es ist in gewisser Weise auch der Unterschlupf für den Widerstand, quasi die Basis für alle zukünftigen Ausflüge in die Innenstadt von Caldera. Hier wird das Repertoire an Schusseisen mit dem nötigen Kleingeld erweitert oder gönnt seinem Haudegen neue Fähigkeiten. Die Moneten dafür finden sich in sämtlichen zerstörbaren Kisten, Getränkeautomaten und Münztelefonen - bisweilen aber auch in Panzerschränken, welche mittels eines witzigen Minispiels zu knacken sind.
Red Steel 2
Groß abgeräumt wird aber nur mit Missionen, für deren Absolvierung ein dickes Bündel an Scheinen winkt. Diese schnappt man sich vom schwarzen Brett, die Qual der Wahl bleibt aber nur sehr selten, da "Red Steel 2" nicht nur im Levelaufbau vollkommen linear daher kommt. Der Ablauf ist stets derselbe: Rennt von der Basis aus dem grünen Pfeil auf der Karte hinterher zu einem speziellen Punkt in der Stadt, erledigt dort einen Obermufti oder betätigt einen Schalter, schlachtet dabei ständig in den Weg geworfene Gegnerhorden ab und kehrt anschließend wieder zurück zur Basis. Tagein, tagaus, immer derselbe Ablauf, als ob es im Westen nichts Neues mehr gibt. Recht nervig vor allem, wenn zahlreiche Aufgaben sogar innerhalb weniger Minuten erledigt sind und man dabei auch immer wieder durch dieselben Gebiete wandert. Um es auf den Punkt zu bringen: Dank ermüdender Missionsstruktur und einer mageren Story verliert das ansonsten recht positiv ausfallende Werk gewaltig an Fahrt. Es bleibt ein Actionspektakel, welches wieder einmal mehr zeigen wollte, als es tatsächlich auf den Bildschirm bringen kann und das ist wahrlich schade!
