Rematch tritt mit arcadigem, kompetitivem Bolzplatz-Charme gegen EA Sports FC und Rocket League an.
Die Bundesliga ist vorbei, die Klub-WM ist in vollem Gange und die Vorfreude auf die Frauenfußball-EM steigt. Perfektes Timing also für ein brandneues Fußballspiel! Rematch bringt den Dorfkick mit Freunden auf PC und Konsolen und denkt das Prinzip Fußballspiel ganz neu.
Ich habe mir die Schuhe geschnürt, bin ein paar Runden um den Platz gelaufen und habe in Rematch (jetzt kaufen 26,99 € / 23,24 € ) nicht unbedingt das bessere EA Sports FC, aber vor allem eine spannende Alternative zu Rocket League gefunden.
Stellt euch bitte mal Rocket League vor - nur, dass man statt mit Autos mit Menschen spielt. Auf die verrückte Idee kamen die Sifu-Macher von Sloclap und könnten damit einen Nerv getroffen haben.
Statt auf Realismus setzt Rematch auf schnelle 5-gegen-5-Matches, bei denen jeder Spieler einen Fußballer auf dem Platz steuert. Das lässt sich vom Prinzip her etwa mit Pro Clubs aus FIFA bzw. EA Sports FC vergleichen. Steuerung, Stadion und Fußballplatz erinnern jedoch sehr an das Autoball-Spiel von Epic Games - mit allen Vor- und Nachteilen.
Erste Schritte im neuen Club
Die ersten Schritte auf den Platz fühlen sich zunächst seltsam und ungewohnt an. Für das optimale Erlebnis wird ein Controller empfohlen. Ich bewege mein virtuelles Ich also ein paar Meter mit dem linken Stick und musste jegliche Gewohnheiten aus anderen Fußballspielen ablegen. Gesprintet wird über den linken Bumper, geschossen mit dem rechten Trigger.
Die Ballführung ist zunächst recht ungewöhnlich. Um möglichst schnell von A nach B zu rennen, muss man sich die Murmel immer wieder vorlegen. Das heißt aber nicht, dass man den Ball dann auch "on the fly" wieder mitnehmen kann. Läuft man etwas neben den Ball, lässt der Charakter den Ball einfach liegen und rennt weiter. Assistenten sind nämlich größtenteils deaktiviert.
Besonders Konterversuche gestalten sich dadurch recht schwer. Aber wie das eben im Fußball so ist, gilt auch hier die Regel: Der Ball ist der schnellste Mann auf dem Platz.
Flanke, Kopfball, daneben
Flanken, Pässe, Schüsse und Bewegungen müssen präzise mit den Sticks ausgeführt werden. Das Zielverhalten lässt sich dabei fast schon mit einem Ego-Shooter vergleichen - zumindest bei den Schüssen und dem rechten Stick. Pässe und Flanken bekommen ihre Richtung durch den linken Stick zugewiesen. Besonders in der ersten Stunde entstanden so nicht nur einige Fehlaktionen, sondern auch der ein oder andere Knoten in der Hand.
Immerhin kann man sich im Hauptmenü vom Knoten erholen. Neben den Spielmodi - Schnelles Spiel, Ranglisten-Spiel, Benutzerdefiniertes Spiel und Training - ploppt direkt eine Herausforderung auf. Die lockt mit Erfahrungspunkten, damit der eigene Charakter im Level aufsteigen kann.
Bildergalerie
Fast schon versteckt findet man dann aber auch flott den Battle Pass, oder Kapitänspass, wie er hier heißt. Der ist in Pre-Season, Quali-Spiele und Meisterschaft unterteilt. Im Grunde ist er aber aufgebaut wie jeder andere Battlepass auch - Kostenpunkt: etwa 10 Euro, die man in In-Game-Währung umtauschen muss. Enthalten sind dann Cosmetics und Quanten - so heißt die Währung des Spiels.
Der begegnet man recht häufig, aber auch nicht zu aufdringlich. Im Charakter-Editor erstellt man seinen eigenen Spieler, wie es einem beliebt. Viele Frisuren, Bärte, Klamotten und Co sind aber kostenpflichtig. Wer sein Ebenbild also möglichst originalgetreu oder möglichst dämlich gestalten möchte, wird Geld investieren müssen. Im Grunde reichen aber auch die kostenlosen Cosmetics. Standardfrisuren sind dabei, einige unterschiedliche Körperformen, sogar Prothesen können ausgerüstet werden. Ach ja, und die Trikotnummer 69 darf natürlich auch nicht fehlen.
