Resident Evil Requiem: Metacritic entfernt KI-Review

News David Fabricius
Resident Evil Requiem: Metacritic entfernt KI-Review
Quelle: PC Games

Was ist derzeit bei Metacritic los? Ein Fake-Journalist und ein KI-Profilbild offenbaren uns ein dunkles Bild. Metacritic musste handeln und äußerte sich ernst dazu.

Eine Rezension zu Resident Evil Requiem ist aus der Wertungsübersicht von Metacritic verschwunden. Leser hatten zuvor darauf hingewiesen, dass der angebliche Autor des Reviews vermutlich gar nicht existiert. Der Text erschien auf der britischen Gaming-Website Videogamer und vergab dem Spiel eine 9/10-Wertung. Als Autor wurde ein "Brian Merrygold" genannt.

Autor offenbar erfunden

Der Name tauchte zuvor nirgends im Internet auf. Auch das Profilbild wirkte verdächtig. In der Bild-URL fand sich der Dateiname "ChatGPT-Image-Oct-20-2025". Der angebliche Journalist wurde außerdem als "erfahrener iGaming- und Sportwetten-Analyst" beschrieben.

Leser kritisierten zudem den Inhalt der Rezension. Statt konkreter Eindrücke zum Spiel bestand der Text laut mehreren Kommentaren überwiegend aus allgemeinen Formulierungen und bekannten Klischees. Weitere Autorenprofile auf der Seite weisen ähnliche Merkmale auf. Namen wie Shooter Orson oder Steven Danielson nutzen ebenfalls KI-generierte Bilder und neu angelegte Social-Media-Konten.

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Resident Evil Requiem: Metacritic löscht die Bewertung

Nachdem die Vorwürfe öffentlich wurden, entfernte Metacritic die Rezension sowie weitere aktuelle Reviews der Website aus der Wertungsübersicht. Metacritic-Mitgründer Marc Doyle erklärte gegenüber Kotaku, dass KI-Reviews auf der Plattform grundsätzlich nicht erlaubt seien. "Metacritic ist seit über 25 Jahren eine verlässliche Bewertungsquelle und verfügt über strenge Prüfprozesse für neue Publikationen", sagte Doyle.

Sollten KI-generierte Inhalte entdeckt werden, würden diese sofort entfernt und die Zusammenarbeit mit der jeweiligen Redaktion vorerst beendet. Der Vorfall lenkt den Blick erneut auf die Qualitätskontrolle großer Review-Aggregatoren. Für Spieler und Publisher dienen ihre Wertungen häufig als wichtiger Bezugspunkt.

Ich sehe diese Entwicklung kritisch. Falls eine KI echte Reviews ersetzt, verlieren Bewertungen ihre Glaubwürdigkeit. Wenn ich einen Testbericht lese, gehe ich davon aus, dass dort ein Mensch schreibt, der das Spiel selbst erlebt hat. Jemand, der Mechaniken ausprobiert, Probleme entdeckt und Eindrücke teilt, die nur beim Spielen entstehen. KI kann ein Werkzeug sein. Aber sie sollte keinen Erfahrungsbericht ersetzen. Sonst wird aus einer Kritik nur noch ein Text ohne echte Erfahrung. Wie seht ihr das?

Quelle: Kotaku

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