RoadCraft: Der fast perfekte Mix für Snowrunner-Fans und Neueinsteiger
Test
Mit Roadcraft baut Entwicklerstudio Saber das Simulations-Imperium weiter aus. Im Test erfahrt ihr, warum das Team beinahe alles richtig macht.
In Roadcraft läuft nicht immer alles nach Plan. Das musste ich in meinem Test mehrmals knallhart feststellen. Aber das passt zu einem Spiel von Saber Interactive, schließlich waren auch die Vorgänger Mudrunner, Snowrunner und Expeditions häufig kein Zuckerschlecken.
Die Brummi-Simulationen verzeihen nur wenige Fehler und es gehört einfach dazu, dass man sich auch mal im Straßengraben oder im tiefsten Schlammloch wiederfindet. Im neuesten Werk des Entwicklerstudios ist das eben ganz genauso. Dennoch macht es jede Menge Spaß und holt den letzten Ehrgeiz aus mir heraus. Nur ein paar Schwachpunkte sorgen dafür, dass es nicht ganz an die großartige Qualität von Snowrunner herankommt.
Aufräumarbeiten
In Roadcraft (jetzt kaufen 34,99 € / 35,99 € ) geht es darum, verschiedene Gebiete auf der Weltkarte wieder ein wenig bewohnbarer zu machen. Nachdem Naturkatastrophen über die Länder gezogen sind, schaut es dort nämlich ungemütlicher aus als am Flughafen Berlin-Brandenburg in seiner schlimmsten Bauphase.
Mein Job ist es, in den Gegenden wieder halbwegs Infrastruktur zu ermöglichen. Ich räume also herumliegende Trümmerteile aus dem Weg, repariere Rohrleitungen und baue provisorische Straßen. Die Aufträge dafür erhalte ich aus der Zentrale von Kelly, meiner Disponentin.
Ich komme dabei ordentlich herum, denn meine Missionen führen mich unter anderem vom überschwemmten Nordafrika ins von Erdbeben heimgesuchte Osteuropa. Insgesamt muss ich im Verlauf der Kampagne sieben zerstörte Areale wieder halbwegs auf die Beine stellen. Jede Map hat eine Größe von vier Quadratkilometern.
Von Kelly gibt es nach jedem abgeschlossenen Job neue Aufträge. Manche davon muss ich erledigen, um in der Kampagne weiterzukommen, manche sind nur sekundär, erleichtern aber nach erfolgreichem Absolvieren meine Arbeit. Mit bis zu drei anderen Spielern kann ich mich in die Missionen stürzen und im Team machen die Aufräumarbeiten gleich nochmal mehr Spaß.
Da passt es auch, dass mir vier unterschiedliche Spielstand-Slots zur Verfügung stehen, um den eigenen Kampagnenfortschritt nicht zu überschreiben, wenn ich einmal einem Freund oder einer Freundin in ihrer Welt helfe.
Mehr Abwechslung
Nach Mudrunner, Snowrunner und dem nicht ganz so beliebten Expeditions machen die Entwickler einen logischen, nächsten Schritt. Ich tuckere mit meinen PS-Monstern zwar immer noch häufig über raues Gelände von A nach B und das kam in der Vergangenheit auch gut an, aber das Gameplay wird mit Roadcraft deutlich erweitert.
Es geht ja darum, die Infrastruktur langsam wieder anzukurbeln und daher setze ich mich zwischendurch auch immer wieder ans Steuer von schwerfälligen Baumaschinen, riesigen Kränen und rostigen Muldenkippern.
Jetzt kommen eben sowohl alteingesessene Fans der Reihe als auch Leute, die sich eine gute Bausimulation wünschen, voll auf ihre Kosten. Mein Ziel ist es immer noch, Frachten an einen bestimmten Punkt zu bringen. Um das zu ermöglichen oder viel mehr zu vereinfachen, baue ich mir nun selbst Brücken und Straßen. Außerdem lassen sich Schlaglöcher ganz einfach mit Sand auffüllen.
