Entlassene Mitarbeiter für Leaks zu kommenden Spielen verantwortlich, sagt Rockstar Games
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Nach umstrittenen Entlassungen hat Rockstar Games erklärt, mehr als 30 Mitarbeiter wegen Weitergabe vertraulicher Informationen entlassen zu haben - und nicht wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten.
Rockstar Games hat weitere Details zu den Entlassungen von mehr als 30 Mitarbeitern in Großbritannien und Kanada veröffentlicht. Nachdem der Entwickler zunächst lediglich von "grobem Fehlverhalten" gesprochen hatte, erklärte das Unternehmen nun gegenüber IGN, dass die Kündigungen auf die Weitergabe vertraulicher Informationen zu laufenden und noch nicht angekündigten Projekten zurückzuführen seien.
Laut Rockstar hätten die betroffenen Personen in öffentlichen Foren sensible Inhalte geteilt und diskutiert, darunter konkrete Spielfunktionen aus kommenden Titeln. Dies stelle einen klaren Verstoß gegen interne Unternehmensrichtlinien sowie rechtliche Verpflichtungen dar. Die Maßnahmen hätten sich auf eine "kleine Gruppe von Personen" beschränkt, sowohl im Vereinigten Königreich als auch international.
Gewerkschaftsvorwürfe weiter im Raum
Die Independent Worker's Union of Great Britain (IWGB) hatte zuvor behauptet, die Entlassungen stünden im Zusammenhang mit gewerkschaftlichen Aktivitäten. Demnach seien Mitarbeiter betroffen gewesen, die Mitglied der IWGB Game Workers Union waren oder versucht hätten, eine Gewerkschaft innerhalb von Rockstar zu organisieren. Rockstar wies diese Darstellung erneut entschieden zurück und bezeichnete entsprechende Vorwürfe als "völlig falsch und irreführend".
Der Fall hat inzwischen auch politische Aufmerksamkeit erlangt. Während einer Fragestunde im britischen Parlament äußerte Premierminister Keir Starmer, die Regierung werde die Situation prüfen. Auslöser war eine Wortmeldung des Abgeordneten Chris Murray, der nach eigenen Angaben Zweifel daran hat, dass Rockstar die britischen Arbeitsgesetze einhalte, und Bedenken hinsichtlich einer möglichen Gewerkschaftsfeindlichkeit äußerte.
Starmer betonte in seiner Antwort, dass jeder Arbeitnehmer das Recht habe, einer Gewerkschaft beizutreten, und das Unternehmen keine Konsequenzen aus einer solchen Mitgliedschaft ziehen dürften. Eine offizielle Untersuchung des Falls steht bislang noch aus.
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Quelle: Rockstar Games via IGN
