In Roots of Pacha unternehmen wir wortwörtlich eine Reise zurück zu unseren Wurzeln und in diesem Test verraten wir, ob sich dieses Abenteuer für PC, PS5 und Switch auch lohnt.
Moderne war gestern, heute wollen wir zurück in die Steinzeit! So oder so ähnlich muss der Gedanke der Entwickler bei Soda Den und zahlreichen Fans von der Idee einer cozy Steinzeit-Simulation gelautet haben. Gestartet hat das Ganze vor circa zwei Jahren auf Kickstarter. Hier wurde das Spieleprojekt Roots of Pacha umfangreich innerhalb nur weniger Tage komplett finanziert. Anstatt den zuerst angesetzten 35.000 Dollar wurde das Studio in etwa mit dem Zehnfachen davon unterstützt. Von dem Geld entstand daraufhin ein gelungener Setting-Wechsel vom klassischen Bauernhof zurück in die Steinzeit und zu Mutter Natur: Pacha.
Angelehnt an den Farm- und Life-Sim-Hit Stardew Valley dreht sich in Roots of Pacha alles um ein harmonisches und friedvolles Leben zum Anbeginn der Menschheit. Seit Anfang dieses Jahres ist die gemütliche Steinzeit-Simulation bereits auf Steam verfügbar, am 28. November 2023 folgten dann Versionen für Playstation und Switch. Wir haben uns den vielversprechenden Titel, sowie den Plattformwechsel einmal genauer angeschaut und nehmen euch mit zu unserem Stamm in Roots of Pacha.
Back to the roots
In Roots of Pacha begeben wir uns nicht nur erzählerisch zurück zu den Wurzeln, sondern auch spielerisch zu denen der klassischen Farming- und Lebenssimulationen. Wir bauen an, sammeln ein, bauen auf, stellen her, entdecken die Geheimnisse der Gegend und Verbessern, Dekorieren oder Verändern. Wir erschaffen uns ein Leben frei nach unserem Willen und unserer Vorstellungskraft.
Wir sind Teil eines primitiven Klans und verhelfen unserem Stamm deshalb mit täglichen Beiträgen für die Beitragstonne zu mehr Wohlstand. Mit mehr Wohlstand im Klan erhalten wir nach und nach mehr Möglichkeiten das Dorf auszubauen und können immer mehr verschiedene Gegenstände bei den anderen Stammesmitgliedern erstehen.
Meist müssen wir zusätzlich zu dem gesammelten Beitrag von uns trotzdem noch weitere Warengüter in Form von Items beziehungsweise Ressourcen darbieten, um einen fairen Handel abzuwickeln. In unserem Klan wird nämlich nicht gekauft, sondern getauscht. Wie es damals eben noch ganz üblich war.
Quelle: Soda Den
Für die Beschaffung der meisten Ressourcen und Items besitzen wir die gängigen Werkzeuge wie einen spitzen Stein zum Abbauen von Holz oder zum Fangen von Fischen oder eine simple Fackel, die wir alle mit der Zeit natürlich noch verbessern können. Andere Werkzeuge wie eine Flöte zum Tiere zähmen erhalten wir später ebenfalls. Hierzu braucht es aber vor allem erst einmal eines: die Idee zur Herstellung.
Das ist im Grunde der Kern von Roots of Pacha. Mit jeder erledigten Aufgabe, jedem Tag und jedem bisschen mehr Wohlstand kommen verschiedene Stammesmitglieder auf neue Ideen, was wir so alles herstellen oder wie wir das Dorf erweitern könnten. Erlangen wir beispielsweise das Vertrauen einiger Tiere im nahegelegenen Wald mit den bezirzenden Klängen unserer Flöte, kommt der Stammes-Schreiner schon bald auf die Idee, einen Stall zur Haltung anzufertigen.
Besorgen wir ihm daraufhin alle benötigten Materialien, wird er einige Tage später dafür gesorgt haben, dass wir zahlreiche pelzige Freunde aus der Wildnis bei uns im Dorf halten können. So hangeln wir uns also von Idee zu Idee, Aufgabe zu Aufgabe und absolvieren nebenbei immer mal wieder einfache Minispiele für den Fischfang oder der Vertrauensgewinnung von Tieren.
Megasüße Minimammuts
Wo wir gerade schon beim Thema sind: Die Tiere spielen in Roots of Pacha eine durchaus große und besondere Rolle für uns. Ganz generell sind sie uns gegenüber nämlich alle friedlich gesinnt und wir leben in der Welt von Pacha in harmonischer Koexistenz mit ihnen zusammen.
Mit unserer Flöte in der Tasche begeben wir uns auf die Suche in unterschiedlichen Gebieten und finden immer wieder neuen Arten. Während wir im Wald gleich rechts unseres Dorfes bereits Steinböcke und Wildschweine entdecken, stoßen wir zum Beispiel auf Strauße oder Bisons erst später in der freigeschalteten Savanne.
Jede Spezies hat mehrere Fellfärbungen und Vorteile, die wir mit der Zeit alle finden, um die Sammlung in unserem Journal eines Tages zu vervollständigen. Einige Arten sind dabei natürlich seltener als andere und tauchen daher weniger häufig in der Spielwelt auf. Wir müssen also immer wieder einen Trip zu den unterschiedlichen Biomen wagen. Durch die im Verlauf freischaltbare Möglichkeit zur Schnellreise, stellt das jedoch kein großes Hindernis dar.
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Schaffen wir das alles ohne Probleme, können wir schon bald all den wilden Tieren ein Zuhause im Stall bieten. Damit sie mit uns mitkommen und uns genügend vertrauen, ist lediglich das Absolvieren eines musikalischen Minispiels von Nöten. Der Prozess ist also kinderleicht und benötigt höchstens ein wenig Geduld.
Mit genug Feingefühl bringen wir unsere Fellfreunde dann im Stall bei uns unter und müssen uns täglich um sie kümmern. Im Gegenzug hinterlassen sie uns kostbare Ressourcen, die wir in einer Abgabekiste dem Dorf zukommen lassen oder später weiterverarbeiten können, um dadurch nur noch mehr Wohlstand anzuhäufen.
Irgendwann können wir uns sogar der Tierzucht verschreiben und dadurch versuchen, die seltenen Farben der Tiere und/oder ihre guten Werte weiterzuvererben. Mit besseren Werten produzieren sie die Ressourcen für uns zum Beispiel auch schneller oder einfach qualitativ hochwertiger. Manche der Spezies können wir auch als Haustiere halten oder als Reittiere deklarieren und somit schneller durch die Spielwelt gelangen. Haben wir einmal so gar keine Verwendung mehr für eines der flauschigen Fellknäule, können wir sie auch wieder zurück in die Wildnis entlassen.
