Rune Factory: Frontier im Gamezone-Test

Test Patrick Büssecker

Unterm Strich ein richtig guter Titel aus dem Hause Rising Star den sich RPG-Fans nicht durch die Lappen gehen lassen sollten.

Rune Factory: Frontier Rune Factory: Frontier Neben den obligatorischen Lebenspunkten besitzt euer Held noch die sogenannten Runenpunkte. Bei jeder Aktion im Spiel, egal ob nun auf dem Feld oder im Kampf mit den Monstern werden diese Punkte verbraucht und sobald ihr alle Punkte verwendet habt, nimmt bei jeder weiteren Aktion stattdessen die Lebensenergie ab. Daher spielen diese Runenpunkte eine elementar wichtige Rolle im Spiel und sollten daher auch immer genau im Auge behalten werden. Sobald nämlich auch die Lebenspunkte komplett verbraucht sind, wird euer Charakter ohnmächtig und ist erst am nächsten Tag wieder einsatzbereit. Damit nicht genug erkrankt der Held des Spiels dabei auch gerne mal, so dass er am nächsten Tag unter Umständen auch nicht die volle Leistung bringen kann. Eine Ohnmächtigkeit kann somit durchaus schwerwiegende Folgen haben, gerade wenn man im späteren Verlauf des Spiels täglich sehr viel zu tun hat. Wie viele Runenpunkte man bei einer Aktion verbraucht, hängt dabei hauptsächlich von dem eigenen Fähigkeitenlevel der jeweiligen Aktion ab. Mit jeder Verwendung einer Aktion nimmt die Erfahrung mit dieser Tätigkeit zu und im Laufe der Zeit erhöht sich der Fähigkeitenlevel dadurch entsprechend immer mehr. Mit höherem Level verbraucht man dann wesentlich weniger Runenpunkte mit jedem Ausführen der Tätigkeit und kann somit logischerweise jeden Tag viel mehr Aktionen ausführen. Nach jeder Nacht füllt sich diese Anzeige allerdings wieder auf und man kann frisch gestärkt in den neuen Tag starten.

Rune Factory: Frontier Rune Factory: Frontier Eine ebenfalls ganz elementare Rolle spielen bei Rune Factory: Frontier auch die sogenannten Runeys. Runeys sind Geister, die in dem Dörfchen Trampoli und drumherum leben und für die Farmarbeit nicht unwichtig sein können. Sind die Runeys auf eurer Farm nämlich zufrieden, dann erhöht sich auch die Fruchtbarkeit und die Produktivität der Felder. Diese Runeys sind überall im Spiel verteilt und können von euch mit Hilfe eines Ernters eingesammelt und anschließend beispielsweise auf die Farm gebracht werden. Zudem könnt ihr mit den Runeys auch verschiedene Runenwunder ausführen lassen, die anschließend zum Beispiel Auswirkungen auf die Saat oder die Beziehung zu den Monstern haben. Diesen Runeys sollte man also im Spiel unbedingt Beachtung schenken, können diese doch den Alltag im Spiel enorm vereinfachen.

Die Monster

Rune Factory: Frontier Rune Factory: Frontier Kommen wir nun zu den bisher schon einige Male erwähnten Monstern, die die Spielwelt bei Rune Factory: Frontier unsicher machen. Die ersten Gegner im Spiel lassen sich nämlich noch ziemlich locker besiegen und stellen keine Herausforderung dar, aber das ändert sich schon relativ zügig. Schon nach kurzer Zeit gelangt ihr nämlich an Monster, die euch sogar mit zwei Attacken ausschalten können und selbst unzählige Treffer mit euren anfänglichen Waffen ohne Mühe einstecken. Somit sollte man zu Beginn ein wenig vorsichtiger bei der Erkundung sein und sich erst mit höherem Level und stärkerer Ausrüstung an die härteren Monster wagen. Mit den Monstern könnt ihr euch übrigens nicht nur bekämpfen, sondern diese auch als Freund gewinnen. Dazu müsst ihr euch mit diesen beschäftigen und sie zum Beispiel bürsten und mit etwas Geduld und Geschick, folgen sie euch vielleicht und ihr könnt diese in einer Scheune als eine Art Haustiere halten und sogar züchten. Die Monster sind dabei nicht nur mitunter knudellige Haustiere, sondern können euch auch bei euren Abenteuern begleiten uns sogar bei der Landwirtschaft hilfreich unter die Arme greifen. Eine durchaus interessante Sache und wohl auch eine gute Abwechslung zum Alltag.

Rune Factory: Frontier Rune Factory: Frontier Wie eben kurz erwähnt, benötigt ihr für diese Monster zu Hause eine Scheune. Diese ist allerdings auf der Farm anfangs nicht vorhanden und muss erst noch erbaut werden, denn auch bei Rune Factory: Frontier könnt ihr wie gewohnt einiges auf eurer Farm bauen oder erweitern. Hierfür ist jedoch jede Menge Holz und Geld notwendig, so dass diese Erweiterungen erst eher spät angegangen werden können. Bei den Erweiterungen könnt ihr euch auch zwischen verschiedenen Designs entscheiden und so die Farm nach euren Wünschen gestalten. Dafür bringen diese Erweiterungen dann jede Menge Neuerungen mit sich und so könnt ihr anschließend beispielsweise eigene Waffen in der Schmiede herstellen, in der Küche kochen oder im Labor Gegenstände mixen. Somit lohnen sich diese Investitionen auf alle Fälle und bringen etliche Möglichkeiten mit sich.

Hübsche Grafik und toller Sound

Grafisch kann sich der Titel ohne Zweifel sehen lassen und die liebevolle Optik dürfte wohl nicht nur Fans japanischer Rollenspiele begeistern. Erfreulicherweise sind auch ziemlich hübsche Videosequenzen im Anime-Stil mit von der Partie, die für Wii-Verhältnisse auch ohne Zweifel in Ordnung gehen. Schade allerdings, dass es nur relativ selten diese tolle Sequenzen im Spiel zu bewundern gibt. Ein paar mehr Sequenzen hätten es dann wohl doch sein dürfen. Unterm Strich gibt es aber bei der Grafik dennoch kaum etwas zu bemängeln.

Rune Factory: Frontier Rune Factory: Frontier Auch beim Sound kann der Titel wie gewohnt überzeugen. Die Soundkulisse passt hervorragend zum Spiel und sogar eine englische Sprachausgabe ist enthalten, die ebenfalls ohne Probleme überzeugen kann. Selbstverständlich gibt es wieder je nach Jahreszeit unterschiedliche Melodien, die wunderbar zu den äußeren Umständen passen und eine tolle Atmosphäre schaffen. Damit nicht genug gibt es auch bei den Kämpfen gegen die Monster eine passende und stimmungsvolle musikalische Untermalung. Zusätzlich versorgt euch das Spiel bei vielen Aktionen, wie beispielsweise dem Gießen, mit passenden Geräuschen aus der Wiimote. Ein ziemlich netter Zusatz, der ebenfalls auch zeigt, wie liebevoll man bei dem Spiel ans Werk gegangen ist. Eine deutsche Synchronisation ist wenig überraschend nicht mit von der Partie, aber das stört nun wirklich nicht und trübt den guten Gesamteindruck keinesfalls.

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