Die Oldschool-Messerstecherei Rush´n Attack aus den 80er Jahren kehrt als Download-Titel auf heutige Konsolen zurück!
In den 80er Jahren sorgte Green Beret bzw. Rush 'N Attack dafür, dass ordentlich gemessert wurde. Nun haben wir das Jahr 2011 und Konami bringt ein Remake des Stealth-Action-Spiels namens Rush 'N Attack: Ex-Patriot auf den Markt.
Die Russen kommen!
Rush'n Attack: Ex-Patriot
Die Story von von Rush N' Attack: Ex-Patriot entstammt wie aus einem üblen Actionfilm der 80er Jahre: Ein Trupp amerikanischer Soldaten soll in ein russisches Gefängnis eindringen und einen Gefangenen herausholen. Das gerät schief, man wird gefasst, der Held wird befreit, der Held bekommt ein Messer von seinem Retten in die Hand gedrückt, der fortan Anweisungen gibt, und der Held macht sich auf, seine Kollegen zu retten. Die Geschichte wird in ziemlich unpassend aussehenden Standbildern erzählt. Eine Sprachausgabe gibt es nicht, nur Sprechblasen. Aber egal, die Story darf ohnehin vernachlässigt werden.
Rush'n Attack: Ex-Patriot
Rush N' Attack: Ex-Patriot setzt auf klassisches 2D-Gameplay. Von links nach rechts bewegt man sich durch das Gefängnis, geheime Stützpunkte an der Oberfläche und unter der Erde, Lagerhallen usw. In dem Spiel wird wirklich jedes typische Areal verwurstet. Unser Supersoldat ist grundsätzlich nur mit einem Messer bewaffnet. Schleichen wir und an einen Feind von Hinten an, darf ein Stealthkill durchgeführt werden. Dazu können wir uns auch in dunklen Nischen an der Wand, der Decke oder dem Boden verstecken. Sobald der böse Russe dann an uns vorbei geht, hat er das Messer im Hals. Sieht er jedoch, wie wir uns verbergen, wird man herausgezerrt. Ansonsten liegt ein Kampfsystem mit einem Button für leichte und schwere Angriffe vor. Theoretisch lassen sich gezielt Kombos durchführen und Angriffe blocken, in der Realität rennt man so schnell wie möglich auf den Gegner zu und hackt drauf los.
Dein bester Freund: Das Messer
Rush'n Attack: Ex-Patriot
Das Messer ist unser ständiger Begleiter, doch immer wieder lassen die russischen Schurken Waffen wie MGs, Raketenwerfer oder einen Flammenwerfer fallen. Da die Munition streng limitiert ist, kann man aber eigentlich nur ein paar Schüsse abgeben. Auf einer kleinen Map in der Ecke sehen wir Einsatzziele und markierte Gegenstände wie Granaten oder Healthpacks. Zudem ist ersichtlich in welche Richtung die Opponenten blicken. Das ist wichtig, um sich zu verstecken. In jedem Fall ist so etwas wie KI kaum vorhanden. Ist man einmal etwas weiter aus dem Blickfeld verschwunden, kümmert sie sich kaum noch um uns. Rush 'N Attack wird nach 1-2 Stunden recht schwer. Bedachtes vorgehen ist da fast schon tödlich. Am besten man nimmt die Beine in die Hand und rennt einfach drauf los bzw. "rusht" an den Feinden, Abgründen und Sprengfallen vorbei.
Rush'n Attack: Ex-Patriot
Nervig sind die Jump & Run-Szenen, die an der behäbigen Steuerung scheitern, die zudem viel zu fummelig ausfällt. Rush 'N Attack will ein wenig wie Shadow Complex sein. Das zeigt sich daran, dass man manchmal nach dem Ausgang sucht weil mehrere Ebenen vorhanden sind und uns ständig ein alternativer Weg geboten wird, der irgendwie stets durch einen Lüftungsschacht führt und an Gegnern vorbei führt. Wenn man die Level sorgfältig absucht, findet man so genanntes Ulyssium, das den Lebensbalken verlängert. Häufig nach Schaltern zu suchen, die irgendwo eine Tür öffnen, ist allerdings kaum noch als zeitgemäß zu bezeichnen. Heute nennen es die Entwickler nur noch "Retro".
