SOCOM III: U.S. Navy Seals im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Socom ist zurück und beweist, dass man auch mit einer Playstation2 bis zu 32 Spieler online bekommt.

Mit dem dritten Teil der Socom Reihe offeriert uns der Entwickler Zipper Interactive gleich ein ganzes Paket an Neuerungen. Die wohl wichtigste dürfte das Aufstocken der möglichen Spieleranzahl beim Online-Gaming sein, welche von den ohnehin schon guten 16 auf unglaubliche 32 erweitert wurde, was für ein Playstation2-Spiel schon etwas ganz besonderes ist. Doch auch die neu hinzugekommenen Fahrzeuge, vom Humvee bis zum Motorboot, machen sich mehr als gut und helfen uns dabei die nun ebenfalls wesentlich größeren Karten in akzeptabler Zeit zu durchfahren.

Die Singleplayer-Kampagne

SOCOM III: U.S. Navy Seals SOCOM III: U.S. Navy Seals Der Schwerpunkt von Socom 3 liegt, wie schon bei den Vorgängern, auf dem Multiplayer-Part. Trotzdem hat man den Spieler alleine vor seine Konsole nicht vergessen und auch eine recht gelungene Singleplayer-Kampagne eingebaut. Diese führt uns über drei Kontinente, nämlich von Nordafrika über Südasien bis hin nach Polen, wo das Abenteuer sein Ende findet. Die gestellten Aufgaben kommen einem zwar recht bekannt vor, es gilt Geiseln zu befreien, bestimmte Dinge zu suchen und zu zerstören oder gleich einen feindlichen Offizier zu entführen, sind aber durch die Bank recht gut umgesetzt worden. Aber auch schwerere Waffen dürfen wir auffahren, wenn es beispielsweise darum geht ein Ziel mit dem Laserpointer zu markieren um es bombardieren zu können, oder wenn wir gleich selbst mit der Panzerfaust aufräumen. Besonders die Möglichkeit mit seinen Mannen nun auch schwimmen und sogar tauchen zu können, um sich unbemerkt einem am Ufer stehenden Gegner zu nähern und ihn dann möglichst lautlos auszuschalten, steht dem Spiel gut zu Gesicht. Denn die neuen Karten bieten uns oft Flüsse die überquert oder durchschwommen werden wollen. Und wenn es einmal nicht auf vorsichtiges und leises Vorgehen ankommt, kann man sich auch der schweren Geschütze auf manchem Fahrzeug bedienen, oder den fest montierten, die einem ebenfalls recht oft begegnen.

SOCOM III: U.S. Navy Seals SOCOM III: U.S. Navy Seals Je nach unserer Vorliebe können wir Socom 3 sowohl in der bekannten Verfolgerperspektive als auch in der Egoperspektive spielen, beides ist möglich. Wie üblich sind wir auch in diesem Socom wieder mit unserem Vier-Mann-Team unterwegs, dem wir selbstverständlich auch detaillierte Befehle geben können. Dies geschieht entweder recht stylisch per an die PS2 angeschlossenem USB-Headset, oder schneller per Tastendruck. Das Ergebnis ist natürlich immer das Gleiche, egal für welchen Weg wir uns entscheiden. Im Großen und Ganzen gibt es auch nichts an der KI der eigenen Mannen zu mäkeln, die meist schnell und sicher ausführen was wir befehlen. Allerdings kommt es des öfteren vor, dass nicht alle Mann in das ausgewählte Fahrzeug einsteigen und einfach zurückbleiben, was einem im falschen Moment natürlich ziemliche Probleme beschert. Etwas lasch hingegen verhalten sich die Gegner, welche unter Beschuss zwar schnell Deckung suchen, auch mal hinterrücks einen Schuss abfeuern, aber keine wirklichen Entscheidungen zu fällen scheinen. Sie versuchen einfach ihren Platz zu verteidigen, komme da was wolle. Dafür sind ihre Sterbeanimationen wirklich hervorragend, mitunter sogar witzig anzusehen, wenn sich die Erschossenen noch versuchen wie Betrunkene auf den Beinen zu halten bis sie endlich umkippen. Etwas unelegant hingegen sieht das Verlieren ihrer Waffe und zugehöriger Munition aus, welche einfach neben dem umgefallenen Körper aufpoppen.

Bleibt noch zu sagen, wie gut die Steuerung funktioniert, wenn man sich erst einmal an die überladene Belegung der Tasten gewöhnt hat. Denn je nachdem ob wir diese nur kurz oder länger gedrückt halten, offenbaren sich verschiedene Funktionen, über die man im Gefecht blind verfügen können sollte. Umso angenehmer zu sehen wie gut sich die Fahrzeuge steuern lassen, ganz anders als in ähnlich gelagerten Spielen.

Der Multiplayer-Part

SOCOM III: U.S. Navy Seals SOCOM III: U.S. Navy Seals Trotz der gelungenen SP-Kampagne liegt der Schwerpunkt dieses Titels, wie schon erwähnt, auf dem MP-Part. Neben den schon bekannten Spielvarianten haben auch einige neue ins Spiel gefunden. Insgesamt sieben verschiedene stehen uns somit zur Auswahl, welche "Durchbrechen", "Kontrolle", "Konvoi", "Zerstörung", "Eskortieren", "Evakuierung" und "Unterdrückung" getauft wurden und sich fast von selbst erklären sollten. Besonders der neue Mode des "Konvoi" bringt etwas Abwechslung ins Shooter-Genre, krankt aber in der Praxis daran, dass man kaum 32 Leute dazu bringt ein koordiniertes Spiel an den Tag zu legen, weswegen die Standard-Modi der Zerstörung und der Kontrolle am meisten online gespielt werden.

SOCOM III: U.S. Navy Seals SOCOM III: U.S. Navy Seals Sehr schön ist, dass man alle zur Verfügung stehenden Karten bei Tag ebenso wie in der Nacht spielen kann, was einen deutlichen Unterschied ausmacht. Wo es am Tag meist auf Nahkämpfe auf kurzer Distanz hinausläuft, regieren in der Nacht die Sniper und die schallgedämpften Waffen. Aber auch die nun hinzugekommenen Fahrzeuge frischen das bekannte Gameplay gut auf und sorgen mitunter für die gewünschte Action, wenn man beispielweise verzweifelt versucht einen flüchtenden Humvee einzuholen oder dem Motorboot hinterher hechtet. Ebenfalls recht angenehm ist die - trotz der 32 möglichen Spieler - recht stabile Framerate. Im Spiel selbst kann man sich über diese kaum beschweren, einzig im Spektator-Mode bricht sie merklich ein, wo es aber keinerlei Auswirkungen auf das laufende Spiel hat. Damit muss man Zipper-Interactive wirklich ein besonderes Lob aussprechen, denn 32 Spieler gleichzeitig dürfte die absolute Spitze der Fahnenstange auf der PS2 darstellen.

Grafik & Sound

SOCOM III: U.S. Navy Seals SOCOM III: U.S. Navy Seals Was uns Socom 3 auf den Schirm zaubert muss sich nicht verstecken. Besonders die Charaktere selbst sowie die Fahrzeuge sind mehr als gelungen. Und auch wenn man - besonders in der Verfolgerperspektive - des öfteren das Gefühl hat, als wäre die Kamera mit einem Stock am Charakter befestigt, sind sie doch mit recht realistisch aussehenden Animationen versehen. Leider nicht ganz so gut sehen die Welten aus auf denen wir uns herumtreiben. Oft bewegen wir uns durch hügeliges Gelände mit ausreichender Fernsicht aber wenigen Details, über pixelige und grob aufgelöste aber kontraststarke Texturen, um dann an einem Sandsack in Würfelform anzukommen. Hier bemerkt man augenscheinlich die Leistungsgrenze der PS2, welche mit dem Netzwerkcode schon recht ausgelastet sein dürfte.

Überhaupt nichts zu mäkeln hingegen gibt es an der Soundkulisse, die uns neben den knackigen und recht unterschiedlichen Waffengeräuschen natürlich auch die passenden Motorensounds und die ebenso passende Sprachausgabe liefert. Doch auch die Umwelt ist nicht still und je nach Umgebung hören wir entweder den trockenen Wind säuseln oder aber Vögel zwitschern und Wasser plätschern hören.

Meinung

Wertung zu SOCOM III: U.S. Navy Seals (PS2)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Bis 32 Spieler gleichzeitig onlinedie Fahrzeugedie größeren Kartendas Schwimm-Featuredas Tag/Nacht-Featuredie vielen unterschiedlichen Waffendie gelungenen Sterbeanimationendie Checkpoints
Nicht unbedingt der höchste Detailgradmitunter recht niedrig aufgelöste Texturen und einfach gestaltete Umweltenetwas überladene Steuerung
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