SOCOM: U.S. Navy SEALs Fireteam Bravo 3 im Gamezone-Test

Test Enrico Güttler

Wer auf der Suche nach einem „Modern Warfare light“ für seine PSP ist, liegt hier genau richtig.

SOCOM: U.S. Navy SEALs Fireteam Bravo 3 SOCOM: U.S. Navy SEALs Fireteam Bravo 3 Dass sich die Macher wohlmöglich auch ein wenig zu sehr von Activision's Top-Seller Modern Warfare hinreißen lassen haben, erkennt man nicht nur an der zumeist Actionlastigen Kriegsführung. Nein, auch in punkto Waffensortiment findet man auf der PSP derzeitig keinen anderen Shooter, der mit so vielen unterschiedlichen modernen Wummen und Aufsätzen aufwarten kann. Neben einem ganzen Duzend an Sturmgewehren und Maschinenpistolen, die je nach Bedarf und Auftragslage mit Rotpunkt-, oder thermischen Visieren sowie Schalldämpfern aufgerüstet werden können, bekommen wir zudem Gerätschaften schwereren Kalibers wie zahlreiche MG's oder auch Raketenwerfer, die in der einen oder anderen Mission uns das Soldatenleben erleichtern, ja selbst an die Claymore-Tretminen hat man gedacht. Vor dem Antritt einer jeden Kampagne können wir jedes einzelne Mitglied unserer Gruppe je nach unseren individuellen Wünschen ausstatten. Wem das zu aufwändig ist, kann dieses aber auch beschleunigen, in dem der die Option einer empfohlenen Ausrüstung wahrnimmt.

Nur im Koop-Modus kommt richtig Freude auf

SOCOM: U.S. Navy SEALs Fireteam Bravo 3 SOCOM: U.S. Navy SEALs Fireteam Bravo 3 Insgesamt bietet uns das Gameplay von Fireteam Bravo 3 also eher satte Actionkost, anstatt der gewohnten vorsichtigen und geplanten Vorgehensweise. Kein Wunder also, dass nach einer Spieldauer von ca. vier bis fünf Stunden Spielzeit (im normalen Schwierigkeitsgrad) bereits der Vorhang fällt, beziehungsweise die SEALs das Schlachtfeld wieder verlassen. Ein Grund für die fast immer selbstgewählten überstürzten Rambo-Aktionen ist auch der eher geringe Schwierigkeitsgrad. Nur im höchsten der insgesamt vier verschiedenen Spielstufen werden Veteranen dieses Genres wirklich gefordert und nur dann lohnt es sich auch wirklich, jeden Befehl an seine Kameraden gut zu überlegen. Apropos Kameraden, die KI unserer Weggefährten agiert weitestgehend sehr gut. Nicht nur, dass wir stets per Sprachausgabe über die jeweilige Situation eines jeden Teammitglieds informiert werden, nein auch das Heilen von Verwundeten geschieht, ohne dass man selber stets in die Rolle der Krankenschwester schlüpfen muss. Die KI der zuweilen etwas planlos agierenden Gegner, wurde dagegen phasenweise richtig dumm programmiert. Nicht nur, dass der Feind sehr oft auf offener Fläche agiert und in Seelenruhe dort auch nachlädt, nein stellenweise (aber sehr selten) stehen gegnerische Soldaten völlig beteiligungslos an der Seite, während direkt neben ihnen der Krieg tobt.

SOCOM: U.S. Navy SEALs Fireteam Bravo 3 SOCOM: U.S. Navy SEALs Fireteam Bravo 3 Dem eher kurzen und recht monotonen Solopart, steht ein weitaus interessanter Mehrspielermodus gegenüber. Besonders hervorheben sollte man hier vor allem die Option, dass man die komplette Story-Kampagne mit bis zu vier Spielern im Koop-Modus, entweder online oder über Ad-Hoc absolvieren kann, weswegen man auch auf diverse Soloauftritte des Hauptprotagonisten in den insgesamt acht Missionen verzichtete. Selbstverständlich wird dabei Teamabsprache ganz groß geschrieben, ein Headset ist somit Pflicht. Dies gilt natürlich auch für die einzelnen Online-Ranglistenspiele, auf denen man sich auf acht verschiedenen Karten mit bis zu 16 Spielern gleichzeitig in den unterschiedlichsten Spielmodi duelliert. Neben den klassischen Spielvarianten wie dem Team-Deathmatch oder Free4all, wird vor allem im Eskortier-Modus (ähnlich dem Modus Bond-Flucht aus "Ein Quantum Trost) Teamabsprache groß geschrieben. Hier gilt es einen Spieler unversehrt zu einem bestimmten Levelausgang zu eskortieren. Für jeden Abschuss und jedes Primärziel wird man dann mit Geld belohnt, welches zum Investieren in neuer Waffen und Aufsätze investiert werden kann. Diese Investitionen sind übrigens auch nach Vollendung der Hauptkampagne (allerdings finanziell getrennt) möglich. Dabei könnt ihr die bereits gespielten Missionen mit Benutzerdefinierten Einstellungen, wie zum Beispiel der Anzahl der Gegner oder deren Eigenschaften absolvieren. Des Weiteren gibt es zahlreiche Orden, die man sich für diverse Sonderaufgaben verliehen bekommt, Bonusmaterial in Form von Artworks, Video's oder Wallpapers gibt es hingegen nicht.

Technisch überaus beeindruckend

SOCOM: U.S. Navy SEALs Fireteam Bravo 3 SOCOM: U.S. Navy SEALs Fireteam Bravo 3 Wenn es etwas an den Vorgängern der Fireteam Bravo-Serie zu bemängeln gab, so war es mit Sicherheit die eher durchschnittliche Technik, die aufgrund der großen Areale vor allem durch galaktisch große und matschige Texturen missfiel. Doch diesen Makel nahmen sich die Macher von Slant Six besonders zu Herzen. So wurden breite Straßen mit einem Kopfsteinpflastereffekt versehen, die weißen Winterlandschaften mit kleinen Sträuchern und herausstechenden Grashalmen bestückt und in den Gebäuden sorgen auffällige Tapetenmuster und Holzverkleidungen mit gestochen scharfen Konturen dafür, dass die einzelnen Umgebungen so realistisch wie nur möglich auf den Betrachter wirken. Zudem glänzt die Grafik mit zahlreichen wunderbaren Wetter- und Physikeffekten, wie Schneefall im Laternenlicht, zerspringenden Autoglasscheiben oder auch das Verhalten der Wasseroberfläche, wenn man eine Salve auf einen See feuert.

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