Nahezu konkurrenzlos erobert dieses Action-RPG nach mehrmonatiger Bedenkzeit endlich auch die Herzen der Konsoleros.
Sacred 2: Fallen Angel
Dem nicht genug, kann die Rettung der Welt auch aus einer schlagkräftigen Truppe von bis zu vier Helden bestehen, die zum Teil (bis zu zwei Spieler) an einer Konsole und/oder über das Internet gemeinsam die unendlich vielen Quests angeht. Etwas ärgerlich ist aber die Tatsache, dass nur das Spiel des Hosts gewertet wird. Steigt ein Spieler in eine laufende Session ein, so werden alle dort erfolgreich absolvierten Missionen nicht auf die eigene Kampagne übertragen. Die weiteren Spieler leisten schlichtweg Schützenhilfe und unterstützen den Spieler bei seinem Vorhaben, denn nicht selten hat man als Solist das Gefühl, dass "Sacred 2" eher auf ein Mehrspielerteam als für den Einzelkämpfer ausgelegt ist. Gerade bei Bosskämpfen ist es ratsam, noch weitere Spieler mit an Bord zu holen, die einen heilend unterstützen oder ebenfalls mit reichlich Schadenswirkung den Kampf erleichtern. Während nicht alle Erfolge für die Partner gelten, dürfen natürlich gewonnene Erfahrung, erhaltene Gegenstände und das Gold behalten werden - somit lohnt sich der Ausflug in die Welten anderer Gamer auch für den eigenen Helden, damit dieser mehr an Erfahrung gewinnt und somit zur effektiveren Kampfmaschine im eigenen Spiel heranwächst. Ebenfalls ungünstig, aber aufgrund der Übersicht wohl kaum alternativ machbar, ist der lokale Koopmodus gelöst. Die Kamera kann nur noch gedreht, aber nicht gezoomt werden. Das Geschehen wird aus der weit entfernen Vogelperspektive dargestellt. Die Landstriche sind erkennbar, die Spielfiguren haben ein wenig Bewegungsraum, das Geschehen ist aber selbst auf großen TV-Geräten winzig dargestellt. Es herrscht Verwechslungsgefahr bei den Helden und die schon angesprochen technischer Probleme dieser Darstellung treten wieder verstärkt auf - was den Spielspaß des Koopmodus an einer Konsole etwas mildert.
