Tim Schafer verzaubert mit einem lehrreichen Abenteuer für die jüngsten Spieler unter uns.
Sesamstrasse: Es war einmal ein Monster
Der Titel ist ausschließlich mit der separat erhältlichen Kinect Kamera spielbar, was den Einstieg für das junge Publikum aber denkbar einfach gestaltet. Mit kurzer Handbewegung werden die Buchseiten umgeschlagen oder über die Lesezeichen oben einzelne Kapitel angesprungen, mit schwingen der Arme die Biene bewegt und einfachen Griffen die Blumen gestimmt oder der Garten gegossen. Alles ist intuitiv und die Software reagiert nahezu perfekt auf den Spieler. Fehlverhalten wird meist zugunsten der Kids gewertet, so dass man im Tanz auch spiegelverkehrt agieren kann. Da kann es schlicht zu keinerlei Unstimmigkeit und Streiterei im Wohnzimmer kommen! Einzig allein die Tatsache, dass manche Aufgaben zu stark in die Länge gezogen wurden und die Kids dadurch schnell ermüden oder die Lust daran verlieren, hätte man unbedingt vermeiden müssen!
Sesamstrasse: Es war einmal ein Monster
Der typische Humor trägt einen weiteren Teil zum Charme bei, wie auch die grafische Präsentation, die nicht nur putzig und süß ist, sondern vor allem auch mit reichlich Details und schönen Hintergründen überzeugt. Darüber hinaus liefern viele Minispiele unterbewusst schon pädagogische Werte mit, ohne dabei offensiv belehrend zu wirken oder gar streng die Kids damit zu behelligen. Kinder im Vorschulalter lernen mit Farben und Formen umzugehen, oder üben sich in der Motorik, wenn zum Beispiel Rhythmusgefühl gefragt ist. Musikalisch müssen auch Melodien erkannt und, wenn auch spielerisch simpel und einfach gemeistert, gekonnt nachgespielt werden. Darüber hinaus vermittelt Tim Schafers Werk, was Freundschaft und Zusammenhalt in der Gemeinschaft bedeutet - das ohne nun ins Detail zu gehen und damit über den Horizont der Kids hinauszuschießen. Nach dem brutalen Metal-Epos hätte man diese feinfühlige Seite der Legende gar nicht zugetraut, doch sein Team liefert mit viel Fingerspitzengefühl ein rundum gelungenes Werk ab.
