Die Entwickler von Silent Hill f gaben auf der Anime Expo 2025 ein Interview und plauderten darüber, wie man ein Horrorspiel macht und welche besonderen Herausforderungen es beim neuen Teil gab.
Die Plattform ComicBook hatte während der Anime Expo 2025 die Gelegenheit, auf einem Panel vor Publikum mit drei prominenten Mitgliedern des Teams von Silent Hill f zu sprechen: dem Produzenten Motoi Okamoto, dem Komponisten Akira Yamaoka und dem Drehbuchautor Ryukishi07. Es ging im Gespräch unter anderem um die jüngere Protagonistin, das neue Setting, wie man gute Horrorspiele macht und was den neuen Teil sonst noch von den älteren Serienablegern unterscheidet.
Was verrät das Team über das Monsterdesign und die japanischen Einflüsse in Silent Hill f?
Auf die Frage, ob es auch im neuen Silent Hill-Teil wieder Kreaturen wie die bekannten Krankenschwestern oder auch Pyramidhead geben wird, antwortete Motoi Okamoto, dass der neue Teil sich eher an den Albträumen und inneren Konflikten der japanischen Schülerin im Spiel orientieren werde und in Abstimmung mit dem Drehbuchautor und dem Monsterdesigner, sowie den Entwicklern und ihm selbst viele neue Monsterdesigns entwickelt wurden. Ob einige alte Kreaturen trotzdem als Hommage integriert werden, ließ er offen.
Die Frage, ob das Spiel sich eventuell an typischen japanischen Horrorfilmen wie The Ring oder The Grudge orientieren habe, verneinte Drehbuchautor Ryukishi07. Er versuche, die Horrorelemente im Spiel durch das Spiel mit der Perspektive und der Präsentation zu integrieren, statt typische Elemente japanischer Horrorfilme wie Dunkelheit und die Fokussierung auf einzelne Elemente wie eine Hand oder ein Auge zu nutzen.
Wie steht es um die Musik im neuen Silent Hill f?
Diese Frage richtete sich direkt an den Sounddesigner Akira Yamaoka, der sich überrascht zeigte, dass die Interviewer die bisherige Musik von Silent Hill als westlich definierten. Er bestätigte jedoch, dass die neuen Klänge eher in die Richtung typischer japanischer Musik der 1950er- und 1960er-Jahre samt damaliger traditioneller Instrumentierung gehen werde, womit sie tatsächlich japanischer klingen dürfte, als die bisherigen Themes der Spiele.
Welche Dinge fand das Team besonders herausfordernd bei der Entwicklung von Silent Hill f?
Drehbuchautor Ryukishi07 gab zu, dass er mit dem Gefühl ins erste Brainstorming ging, die Story für ein amerikanisches Horrorspiel voller Police Officers, Donuts und Mädchen zu schreiben. Stattdessen hieß es, die Geschichte spiele in Japan. Dazu kam, dass die Protagonistin eine Schülerin sein sollte und damit besonders verletzlich und beeinflussbar wäre. Sie soll jedoch nicht - wie man denken könnte - davonlaufen und sich verstecken, sondern wird sich ihren Ängsten auch im Kampf stellen.
Auf welcher realen Stadt basiert die fiktive, japanische Stadt in Silent Hill f?
Da die neue Geschichte in den 1960er-Jahren in Japan in der fiktiven Stadt Ebisugaoka spielt, statt in der namensgebenden Kleinstadt, brauchten die Entwickler ein Vorbild, um sich zu orientieren. Dieses fand Autor Ryukishi07 in der realen Kleinstadt Kanyayama. Falls ihr mal dort in der Nähe seid: Die typischen schmalen, verwinkelten Gassen und langen Steintreppen haben es ins Spiel geschafft und dürften einen Wiedererkennungswert haben, auch wenn sie nicht 1:1 übernommen wurden.
Quelle: Comicbook.com
