Technisch darf man keine Revolution erwarten, dafür handfestes deutsches Schlagergut.
Willkommen in der ZDF-Hitparade
SingStar Schlager
Beim Sound und der Grafik hat sich bei Singstar: Schlager ebenfalls nicht viel verändert. Das Wichtigste, nämlich die eigene Sprachausgabe und die gesamte Soundwiedergabe sind frei von jeglicher Kritik und somit steht auch diesmal einem präzisen Treffen der Töne nichts im Wege, insofern die eigene Stimme diese auch wiedergibt. Im Hintergrund des Bildes wird man mit den jeweils dazugehörigen Musikvideos optisch versorgt. Doch Moment, teuer und aufwendig produzierte Videos, wie man sie von MTV und VIVA kennt, gab es doch damals noch gar nicht, und erst recht nicht für deutsche Schlagermusik. Somit war es nur folgerechtlich, dass Sony auf Live-Show-Auftritte der Interpreten zurückgriff, die einen in die ZDF-Musiksendungen "Disco" sowie die "ZDF-Hitparade" geleiten. So trauert Juliane Werding bei Ilja Richter um Conny Cramer und Dschings Khan rocken bei Dieter Thomas Heck das Haus.
SingStar Schlager
Apropos Dieter Thomas Heck, die euphorischen Ansagen des Show-Masters hätte man sich stimmungsmäßig auch gerne zu den gewählten Musiktiteln als Prolog gewünscht. Sei es drum, die Darbietungen der Interpreten sind aufgrund des vielen Schmalzes und der ulkigen Tanzeinlagen teilweise richtig unterhaltsam und liefern zudem die gewohnt solide Videoqualität. Das Menüprogramm ist dagegen erneut so bieder gestaltet wurden, wie bei den zahlreichen Vorgängern. Speziell hier hätte man sich etwas mehr Farbe oder zumindest einige schlagkräftige Kontraste gewünscht. Denn der deutsche Schlager, war/ist, trotz solch strahlender Saubermänner wie Roy Black oder Roland Kaiser bei Weitem nicht so reinweiß, wie der eintönige Hintergrund des Hauptmenüs.
