Ein gelungenes und nicht zu kurz geratenes Abenteuer mit der vielleicht lustigsten Blondine aller Point & Klick-Adventures.
Sunny Blonde ist ihr Name und ihr Programm. Das war schon vor gut zwei Jahren so, als Sunny in "So Blonde" ihren ersten Auftritt hatte und dabei bewies, dass auch Blondinen gut als Hauptdarsteller eines Point & Klick-Adventures taugen. Damals noch ausschließlich am PC, können wir ihr aktuelles Abenteuer nun auf der Wii und dem kleinen portablen Bruder NDS erleben. Doch nicht umsonst wurde dieses mit dem Untertitel "Zurück auf die Insel" versehen, denn auch wenn die Ausgangssituation exakt dieselbe ist, bekommen wir doch eine ganz neue Insel mit ganz neuen Rätseln und nicht zuletzt einer ganz neuen Geschichte präsentiert.
So Blonde: Zurück auf die Insel
Derweil könnte man noch zu Beginn denken, es mit exakt demselben Spiel zu tun zu haben. Denn wie schon beim PC-Adventure "So Blonde" langweilt sich unsere Sunny auf dem Feriendampfer auf den sie ihre Eltern zwangen, fast zu Tode. Ihre beste Freundin geht nicht ans Telefon, den TV-Sender mit Britney Spears kann sie in ihrer Kajüte auch nicht empfangen und zu allem Überfluss scheint auch niemand zu bemerken wie viel Mühe sie sich bei der Auswahl ihrer Klamotten gemacht hat. Nur gut, dass es da noch diesen netten Jungen gibt, der all ihre Probleme zu verstehen scheint und immer ihrer Meinung ist. Doch lange hält die Zweisamkeit nicht, ein heftiger Ruck, ein schriller Schrei und Sunny findet sich samt Rettungsboot am Stand einer einsamen Insel wieder.
So Blonde: Zurück auf die Insel
An dieser Stelle beginnt das Abenteuer unserer aufgedrehten Blondine absolut standesgemäß, nämlich mit dem Auffrischen des Make-Ups. Zumindest täte sie das gerne, würde sie nur ihren Schminkspiegel wieder finden. Es liegt nun also an uns eine Ersatzlösung für sie zu finden, vorher weigert sich unsere Blondine nämlich hartnäckig irgendjemanden anzusprechen. Wie wir das Spiel bedienen, haben wir in dem kurzen Tutorial vorher bereits gelernt, wobei sich das Spiel genau so gibt wie man es von einem Point & Klick-Adventure erwartet. Objekte können also angesehen, benutzt und/oder miteinander kombiniert werden, zudem kann Sunny jeden Charakter im Spiel ansprechen und so eine Konversation auslösen. Zur Seite steht uns ein dreiseitiges Inventar in das wir einiges packen können, über dessen Menge sich sogar Sunny lustig macht, sowie eine Hilfsfunktion in Form der bekannten Hotspots. Per Tastendruck also können wir uns all die Objekte anzeigen lassen mit denen eine Interaktion möglich ist. Besonders am DS mit seinen kleinen Bildschirmen ist das eine empfehlenswerte Hilfe, da vieles recht klein dargestellt wird, aber auch an der Wii hilft es uns vorzubeugen bestimmte Dinge nicht zu übersehen.
Worüber wir auch spätestens an dieser Stelle stolpern ist das Bildformat der Wii-Version, denn statt bildfüllendem 16:9 kommt der Titel auf der Wii tatsächlich im 4:3 Format daher, wird also auf breiten Bildschirmen mit zwei dicken Balken rechts und links dargestellt. Auf dem DS hingegen kämpft man etwas mit dem Umstand, dass manche Objekte so klein gezeichnet sind, dass man sie schlicht nicht erkennen kann. Erst wenn wir Sunny das Objekt "untersuchen" ließen, erfahren wir was es eigentlich darstellt. An dieser Stelle würde man sich auf dem Handheld eine Lupenfunktion wünschen, die es leider nicht gibt.
So Blonde: Zurück auf die Insel
Üblicherweise steuert man seinen Charakter in einem Point & Klick-Adventure einfach damit, dass man dorthin klickt wo man die Figur haben möchte, wobei sie ein Doppelklick schneller laufen lässt. Genau so funktioniert das auch in "So Blonde - Zurück auf die Insel", allerdings leiden beide Versionen unter dem Umstand, dass es einige Stellen gibt an denen sich Sunny recht zickig verhält. Gerne an solchen Stellen, an denen das Bild seitwärts scrollen müsste. Egal ob auf der Wii oder dem DS, so mancher Aufforderung sich zu bewegen will Sunny einfach nicht Folge leisten. Vielleicht deswegen ist es nämlich auch möglich Sunny und die anderen spielbaren Charaktere direkt zu steuern. Auf der Wii benötigt man dazu den Analogstick des Nunchuck und am DS genügt es Sunny mit dem Stift in die gewünschte Richtung "zu ziehen". So kommt man zwar immer an sein Ziel, eine saubere Lösung aber stellt das nicht dar.
