Sons of the Forest im Test: Die Insel des Grauens erobert den Survival-Thron

Test Michael Grünwald
Sons of the Forest im Test: Die Insel des Grauens erobert den Survival-Thron
Quelle: PC Games/Endnight

Die Version 1.0 von Sons of the Forest bringt neue Elemente und Verbesserungen ins Spiel. Wir haben uns erneut auf die Mutanteninsel begeben und das Survival-Abenteuer getestet.

Nach beinahe einem Jahr im Early Access - genau genommen nach 364 Tagen - feiert Sons of the Forest den Release mit dem Update 1.0. Die Konkurrenz ist in den aktuellen Survival-Wochen mit Palworld, Enshrouded, Nightingale und Co. gewaltig, doch der Nachfolger von The Forest muss sich nicht verstecken.

Schon während der Early-Access-Phase kam der Titel von Entwickler Endnight gut an, doch einige Features vermissten die Überlebensspezialisten. Nach und nach wurde Sons of the Forest in den letzten zwölf Monaten erweitert, um nun final veröffentlicht zu werden. Neben etlichen neuen Inhalten und Verbesserungen steht vor allem die Erweiterung der Story im Fokus - einer der Hauptkritikpunkte im Early Access.

Wir können auf der riesigen Insel also weitere finstere Geheimnisse und Machenschaften aufdecken. Wer das nicht möchte, kümmert sich ganz simpel um den Bau einer Basis, macht mit einem Golfwagen den Wald unsicher oder studiert das Verhalten von Waschbären. Mit dem Update 1.0 sind nämlich unter anderem diese putzigen Tierchen dazugekommen. An Vielfältigkeit hat Sons of the Forest nochmal ordentlich zugelegt.

Cast Away

Doch kommen wir zurück zur Geschichte rund um die Mystery-Insel. Es gibt keine Quests, wie wir sie aus anderen Spielen kennen, und auch keine Missionsgeber. Wir stolpern vielmehr durch Erkundung immer wieder über Bruchstücke der Vergangenheit. Da finden wir verlassene Bunker, ehemalige Golfkurse sowie Notizen bestimmter Personen und Unternehmen.

Das bringt uns dem Hauptziel näher, nämlich den verschwundenen Milliardär Edward Puffton inklusive seiner Frau und Tochter aufzuspüren. Direkt zu Spielbeginn stürzt der Helikopter mit unserem Suchtrupp und uns an Bord ab, von diesem Zeitpunkt an geht's ums pure Überleben.

Denn die wunderschönen Landschaften sind trügerisch. In denen wehren wir uns gegen Ureinwohner, Kannibalen, Mutanten und erschwerte Witterungsbedingungen. Ja, eigentlich ist so gut wie alles und jeder hinter uns her, aber zwei Helfer schließen wir dagegen direkt ins Herz.

Mutantin Virginia steht vor einem Wasserfall Quelle: Endnight Games Sons of the Forest im Test: Die Insel des Grauens erobert den Survival-Thron (3)

Zwei außer Rand und Band

Und zwar geht's um unsere beiden Begleiter Kelvin und Virginia. Das kongeniale Duo unterstützt uns, wo es nur kann. Wobei wir vielleicht besser schreiben sollten: Sie sind häufig bemüht. Dennoch möchten wir die zwei trotz ihrer Macken absolut nicht missen und mehr Spiele sollten solche NPC-Begleiter besitzen.

Kelvin stürzt mit uns gleich zu Beginn im Helikopter ab. Aufgrund seiner Verletzungen kann er weder hören noch sprechen. Über einen Zettel und einen Stift lässt es sich jedoch mit ihm kommunizieren. Wir geben Befehle wie "Folge mir", "Hole Steine und lege sie ab" oder "Erhalte die Basis" für eine Reparatur unserer eigenen vier Wände.

Und das ist wirklich praktisch. Während wir die Insel erkunden, kümmert sich Kelvin um Nahrungssuche und andere Survival-Mechaniken. In einer gewissen Art und Weise revolutioniert das Feature sogar das komplette Genre. Wer keine Lust auf Sammelkram hat, lässt das eben den Begleiter erledigen.

Ein von Gras bewachsener Hubschrauber steht im Wald Quelle: Endnight Games Sons of the Forest im Test: Die Insel des Grauens erobert den Survival-Thron (5) Mit Virginia verhält sich das ein wenig anders. Die junge Dame mit drei Armen und Beinen ist nicht direkt bei uns im Schlepptau. Sie läuft uns in den ersten Tagen eher wie eine streunende Katze zu. Die ersten Annäherungsversuche sind noch sehr scheu, doch sobald sie sich an uns gewöhnt, bringt sie uns regelmäßig kleine Geschenke wie Fische und Beeren.

Sobald wir eine Schusswaffe besitzen, können wir die auch an Virginia abgeben. Mit der Knarre in der Hand unterstützt sie uns gegen wilde Ureinwohner und Mutanten. Wer die Hilfe der beiden NPC-Begleiter nicht möchte, kann sie auch zurücklassen, verschrecken oder sogar umbringen. Werden die zwei im Kampf ausgeknockt, lassen sie sich hingegen per Knopfdruck wieder auf die Beine helfen.

Ein paar Aussetzer leistet sich unser Duo aber, wie bereits angedeutet. Vor allem Kelvin steckt gerne an bestimmten Orten fest. Meistens reicht es aus, sich weit genug vom eigenen Lager zu entfernen, damit sich der NPC aus der misslichen Lage "teleportieren" kann. Wenn wir allerdings in dem Augenblick mit dem Ausbau der Basis beschäftigt sind, ist es ziemlich ärgerlich, keine Unterstützung zu bekommen.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk