PlayStation goes Multiplattform: Kommen bald noch mehr Sony-Hits für Xbox?

News Nico Scholz
PlayStation goes Multiplattform: Kommen bald noch mehr Sony-Hits für Xbox?
Quelle: PCGH

Sony stellt die Weichen für die Zukunft - und diese Zukunft könnte überraschend grün leuchten. Mit einer neuen Führungsposition will PlayStation seine hauseigenen Titel gezielter auf andere Plattformen bringen - darunter auch Xbox.

Wer dachte, Kratos bleibt für immer Konsolenmonogamist, sollte vielleicht nochmal in den Vertrag schauen: Sony sucht aktuell einen Senior Director for Multiplatform & Account Management. Klingt sperrig, bedeutet aber im Klartext: Mehr PlayStation-Spiele auf Xbox, Steam, Switch und vielleicht sogar auf eurem Kühlschrank.

Von der Konsole zur Plattform-Diplomatie

Laut offizieller Stellenausschreibung soll die neue Führungskraft die weltweite Strategie für PS Studios-Spiele außerhalb der PlayStation-Hardware entwickeln und umsetzen. Genannt werden konkret Xbox, Steam, Epic Games Store, Nintendo und Mobilgeräte. Dazu gehört alles von Geschäftsplanung bis zur Pflege von Beziehungen zu konkurrierenden Plattformbetreibern.

Ganz neu ist der Gedanke nicht. LEGO Horizon Adventures erscheint auch für Nintendo Switch, Helldivers 2 wurde bereits für Xbox bestätigt. Aber bislang wirkte das eher wie: "Okay, EINMAL dürft ihr." Jetzt entsteht offenbar ein ganzes Team, das solche Portierungen plant, auswertet - und vermutlich auch ihre Tweets mit "This was always the plan" vorbereitet.

Xbox und PlayStation: Konkurrenz und Geschäftspartner

Mit dem wachsenden Cross-Plattform-Ansatz von Microsoft (Hallo, Forza auf PS5) scheint Sony nun nachzuziehen. Aber: Kein "Alles überall", sondern "Nur, wenn's sich lohnt und das Ökosystem nicht weint". Hermen Hulst hatte bereits in einem Interview erklärt, man müsse sich "gut überlegen, welche Titel auf andere Plattformen kommen", wolle aber die Identität von PlayStation wahren.

Das Ziel ist klar: Wachstum. Und zwar außerhalb der Hardware-Blase. In einer Zeit, in der Konsolenverkäufe stagnieren und Abo-Modelle wie Game Pass die Spielregeln verändern, will Sony sich breiter aufstellen - ohne dabei das exklusive PlayStation-Gefühl komplett zu verwässern.

Ob wir bald Ghost of Tsushima auf Xbox oder Astro Bot auf der Switch sehen, bleibt offen. Aber es ist eindeutig: Die Mauer bröckelt - und auf der anderen Seite winkt kein Krieg, sondern der Umsatzbericht. Willkommen in der Ära der Konsolenkoexistenz mit freundlicher Portfolio-Erweiterung. Schauen wir mal, ob sich Exklusivtitel in Zukunft überhaupt noch lohnen.

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