South of Midnight fliegt unter dem Radar direkt ins Rampenlicht - das dürft ihr nicht verpassen!
Test
Mysteriöse Folklore in den Südstaaten Amerikas: South of Midnight überzeugt mit einzigartigem Stil und spannender Geschichte.
Allein gegen die Welt
Was mich jetzt direkt zum Gameplay bringt: South of Midnight ist abwechslungsreich, ohne aber das Rad neu zu erfinden. Ich hüpfe mit Hazel durch 14 Kapitel, metzle mir einen Weg durch schaurige Kreaturen frei und löse immer wieder einige Umgebungsrätsel. Zwischendurch nimmt es zusätzlich noch der ein oder andere Bossgegner mit mir auf.
Die Kämpfe in der Spielwelt laufen immer nach demselben Muster ab: In kleinen Arenen greifen mich unterschiedliche Wesen an, und besiege ich die Feinde im Nahkampf oder mit meinen magischen Fähigkeiten, kann ich sie mit meinem sogenannten Webwerkzeug aufwickeln und erhalte dadurch einen kleinen Gesundheits-Boost.
Quelle: Compulsion Games
Das Gameplay ist schnell und macht Laune. Die verschiedenen Gegnertypen lassen sich aber an einer Hand abzählen. Ein paar unterschiedliche Monster mehr hätten dem Spiel durchaus gutgetan, weil die normalen Kämpfe dadurch nicht gerade zum Highlight werden.
Bei den Boss-Fights sieht das aber ganz anders aus. Die sind spektakulär und richtig gut inszeniert. Wenn sich mir unter anderem Zwei-Zehen-Tom, ein gewaltiger Alligator, entgegenstellt und ich das Urzeitvieh in mehreren Phasen besiegen muss, dann schießt mir das Adrenalin in den Körper.
Und das, obwohl mich South of Midnight auf dem normalen Schwierigkeitsgrad vor keine allzu großen Herausforderungen stellt. Nur manchmal zwingt mich ein Abschnitt zu mehr Konzentration, die Speicherpunkt sind zur Not aber auch fair gesetzt.
Der eigentliche Held
Was mir in den Kämpfen neben meinen Fähigkeiten auch noch ordentlich hilft, ist ein kleiner, putziger Kerl namens Crouton. Hazels Kuscheltier, oder was auch immer das Ding sein soll, kann auf Knopfdruck einen ausgewählten Gegner kontrollieren und anderen Feinden Schaden zufügen.
Außerdem kommt das knuffige Wesen an Orte, die für mich unerreichbar weit entfernt oder zu eng sind. Ich lege in den kurzen Passagen mit ihm versteckte Schalter um, oder sammle sogenannten Flausch ein, um meine Fähigkeiten zu verbessern.
Den Flausch kann ich aber auch mit Hazel einsammeln. Meistens findet sich das Zeug am Ende von optionalen Wegen, die aber so konzipiert sind, dass sie mich immer wieder schnell zum Hauptpfad zurückführen. Die Verbesserung meiner Fähigkeiten ist recht rudimentär und verändert nichts am eigentlichen Gameplay.
Quelle: Compulsion Games
Auch nach anderen Sammelobjekten wie Schriftstücken muss ich nicht lange suchen; alles ist nachvollziehbar in die Spielwelt eingebunden und es fühlt sich nie nach unnötigem Abklappern an.
Die Macht der Musik
Aber jetzt komme ich einmal zu meinen absoluten Höhepunkten, denn die haben eine große Gemeinsamkeit: Es ist der phänomenale Soundtrack von South of Midnight, der mir zeigt, wie viel Liebe zum Detail im Spiel steckt. Grade in den Südstaaten der USA nimmt Musik in der Realität eine wichtige Rolle ein und obwohl das Setting nur an diese Regionen angelehnt ist, fängt es das besondere Flair perfekt ein.
