South of Midnight fliegt unter dem Radar direkt ins Rampenlicht - das dürft ihr nicht verpassen!
Test
Mysteriöse Folklore in den Südstaaten Amerikas: South of Midnight überzeugt mit einzigartigem Stil und spannender Geschichte.
Normalerweise mag ich es, wenn Videospiele schön düster sind. Horror steht schließlich immer weit oben auf meiner Liste. Aber zwischendurch darf es auch mal farbenfroh werden. South of Midnight ist so ein Fall, bei dem ich mich direkt in den ersten Sekunden in die Grafik, die Atmosphäre und vor allem auch den Stil verliebt habe.
Aber nicht nur das: Die Story erzählt eine düstere, ernste Geschichte in einer Fantasy-Version der amerikanischen Südstaaten, und dann kommt noch der fantastische Einfluss der Musik dazu. Die Songs sind extra für das Spiel komponiert und das macht manche Abschnitte atemberaubend. Welche Kleinigkeiten mich dennoch stören, verrate ich euch jetzt.
Bunte Schale, dunkler Kern
Wenn ich schon von der Story schwärme, dann fange ich doch direkt mit einer kurzen Zusammenfassung davon an. Ich schlüpfe in South of Midnight (jetzt kaufen 44,99 € / 39,99 € ) in die Haut von Hazel. Auf das fiktive Örtchen Prospero, das an ein typisches Südstaaten-Setting erinnert, rollt ein tosender Orkan zu.
Gemeinsam mit ihrer Mutter Lacey plant sie bereits die Flucht vor der drohenden Gefahr, doch während die Tochter noch die Nachbarschaft warnt, wird die kleine Hütte der beiden inklusive Lacey davongespült. Sämtliche Rettungsversuche bleiben erfolglos, woraufhin Hazel in ihrer Not Hilfe bei ihrer Oma sucht.
Beim Erkunden von Großmutters Villa stellt sich heraus, dass hinter den Vorkommnissen noch viel mehr steckt als nur ein heftiger Sturm. Hazel ist nämlich zu Höherem geboren und muss es ab diesem Zeitpunkt mit mystischen Wesen aufnehmen, sie bekommt aber auch immer wieder Verstärkung von friedlichen Kreaturen.
Als sogenannte Weberin kann sie gegen Widersacher magische Fähigkeiten verwenden und diese mit ihrer Magie heilen. Für meinen Durchlauf der Story habe ich etwa 13 Stunden gebraucht und bin auf skurrile Charaktere gestoßen, musste mich aber auch immer wieder mit emotionalen Szenen auseinandersetzen.
South of Midnights Story nimmt mich mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und schreckt vor Themen wie Kindesentführung und Tod nicht zurück. Die bunte Welt holt mich direkt ab, aber es ist die düstere Geschichte, die mich im Endeffekt in ihren Bann zieht.
Gewolltes Ruckeln
Außerdem bin ich jemand, der besondere Stile in Videospielen mag. Der Stop-Motion-Look funktioniert größtenteils wunderbar und sorgt für das gewisse Etwas. In manchen Zwischensequenzen wirkt das Geschehen aber ruckeliger als nötig.
Deswegen habe ich das einmal genauer überprüft und in wenigen Momenten geht die Bildrate auf meinem PC mit einer RTX 3090 tatsächlich etwas runter, während ich in nativer 4K-Auflösung spiele. Das ist nicht weiter schlimm, passiert sehr selten und dürfte auch von der jeweiligen Hardware abhängen, aber hin und wieder fallen die echten Ruckler, die nichts mit dem Stop-Motion-Feature zu tun haben, auf. Leute, die sich zwar für das Spiel interessieren, Stop-Motion aber nicht leiden können, dürfen die Technik im Menü auch abschalten - allerdings nur für das Gameplay, die Zwischensequenzen bleiben in dem Stil.
