Special Forces: Team X im Test: Online-Shooter mit Gameplay aus Counter-Strike, Levelsystem aus Call of Duty und Grafik aus Borderlands
TestCounter-Strike trifft auf Borderlands trifft auf Call of Duty: Die Zombie Studios, bekannt für den Online-Shooter Blacklight, haben einen kompetitiven Online-Shooter im Comiclook erschaffen, der seit letzter Woche in Xbox Live verfügbar ist. Wir haben den 3rd-Person-Shooter auf Herz und Nieren getestet und verraten euch, ob sich die Anschaffung lohnt.
Im Werbetext von Special Forces: Team X steht: "STX führt dir die Erbarmungslosigkeit des Krieges vor Augen, der du als Elitesoldat einer Spezialeinheit jeden Tag ausgesetzt bist." Erbarmungslosigkeit. Krieg. STX. Drei Dinge, die überhaupt nicht zusammenpassen. Zum einen, weil Team X ein reiner Online-Shooter ohne Story ist. Er vermittelt nichts. Keine Geschichte, keinen Krieg, keine Erbarmungslosigkeit. Zum anderen, weil es sich bei Team X um einen Comic-Shooter handelt. Auf dem Cover ist ein Kommandosoldat mit Kettensäge abgebildet, im Spiel kann man Killerhunde herbeipfeifen. Ernst nehmen kann man STX sicher nicht. PR-Text-Schreiber: Setzen, sechs.
Quelle: Zombie Studios
Special Forces: Team X im Test (4)
Wenigstens haben die Entwickler, die Zombie Studios, etwas Ahnung vom Genre Online-Shooter. Mit Blacklight: Tango Down und Blacklight: Retribution haben die Macher aus Seattle bereits zwei erfolgreiche Mehrspieler-Ballereien veröffentlicht, der dritte Shooter aber sollte etwas Besonderes werden. Counter-Strike trifft Borderlands trifft Call of Duty. Auf Karten wie in Counter-Strike ballern zwei bis vier Teams in mehreren, recht genreüblichen Spielmodi um die Wette. Gesteuert wird jedoch aus einer sehr nahen Verfolgerperspektive, die Übersicht ist daher relativ schlecht. Wer rennt, verliert außerdem viel von seiner Wenigkeit. Das ist zwar auch schon in Gears of War und vielen ähnlichen Games so, weil die Kamera in STX aber so nah dran ist, fällt es hier wirklich negativ auf.
Auch das Gunplay unterscheidet sich deutlich von seinem Vorbild Counter-Strike. Viele Waffen streuen extrem, das Schussverhalten ist lachhaft und die Steuerung, auch mangels guter Kartenübersicht, eher zaghaft. Um die Wummen aufzuwerten, haben die Macher ein Level-Up und Perksystem eingeführt. Mit steigender Spielerfahrung schaltet man Extras wie Visiere, Magazine und Co. frei, außerdem gibt es freischaltbare Perks, also aktive und passive Verbesserungen die einen selber und sogar das ganze Team verbessern können. Um den Comic-Aspekt zu untermalen, gibt es außerdem Items wie Granaten und herbeirufbare Kampfhunde.
Jede Karte eine neue Erfahrung
Quelle: Zombie Studios
Special Forces: Team X im Test (3)
Damit Special Forces: Team X nicht schnell zu langweilig wird, haben die Entwickler neben Waffenupgrades und Charakterlevel vor allem eine Innovation erdacht, die Spieler bei Laune halten soll: Zufällig generierte Spielkarten. Jede Map besteht aus drei Komplexen, die vor einem Match von allen Mitspielern gewählt werden können. Auf jeden dieser Komplexe kann man eine Gebäudeart setzen, etwa eine Fabrik, ein Bürogebäude, Lager, Abwasserrohre oder eine Mülldeponie. Über 100 Kombinationen sind möglich und zwingen einen dazu, sich jedes Mal neu umzusehen – denn Teile der Karte werden einem bekannt vorkommen, die Übergänge zwischen den Kartenteilen sind aber immer etwas verschieden.
Wie es sich für einen 3rd Person Shooter gehört, bietet STX dem Spieler Deckung, hinter der er sich auf Knopfdruck verkriechen kann. Auf der Karte sind deshalb reichlich Gegenstände verteilt, hinter die man flüchten kann – so viele, dass man gerne und oft hängen bleibt. Auch der restliche Kartenaufbau ist manchmal wirr, sodass man zwangsläufig in einigen scharfen Kurven an Ecken hängen bleibt und dann leichte Beute ist.
An Spielmodi bietet Special Forces: Team X gängige Arten wie Team-Deathmatch, Capture the Flag, Hot Zone, High Value Target und Control Point. Das reicht vollkommen aus und macht vor allem dann Spaß, wenn Spieler in mehr als zwei Teams aufgeteilt werden. Teamspiel wird übrigens belohnt, indem man XP-Boni bekommt und grundsätzlich mehr Punkte bekommt, wenn sich Mitspieler in der Nähe befinden. Manche Spielmodi, etwa High Value Target, sind sogar darauf ausgelegt, dass Mitspieler das besonders wertvolle Ziel beschützen – wenn sie es nicht schaffen, bekommen die Gegner mehr Punkte.
