Xbox: Microsoft hat durch Zufall mehrere Vorteile ergattert

Kolumne Carlo Siebenhüner 53,99 €
Xbox: Microsoft hat durch Zufall mehrere Vorteile ergattert
Quelle: Microsoft / pcgames.de

Schon seit 1 1/2 Jahren gibt es nun die PlayStation 5 und die Xbox Series. Beide Konsolen haben Lieferschwierigkeiten, doch Microsoft könnte aufgrund seiner Strategie auf Dauer einige Vorteile ergattert haben. Wie die aussehen, erklärt Carlo Siebenhüner in seiner Kolumne.

1 ½ Jahre. So lange sind nun Xbox Series und PlayStation 5 schon auf dem Markt. Denkt man gar nicht, denn so lange kommt es einem noch gar nicht vor. Aber ja, die Next Gen bzw. eigentlich ja Current Gen kam Ende 2020 auf den Markt, doch durch die Weltlage ist die Verfügbarkeit nach wie vor ein riesiges Problem. Die verfügbaren Kontingente halten zwar mittlerweile länger durch als noch zu Release, sind aber dennoch flott ausverkauft. Die PlayStation liegt auch mit der fünften Generation mit weitem Abstand vor dem ewigen Konkurrenten Xbox. Zumindest noch. Denn je länger die Hardwareverfügbarkeit angespannt ist, desto mehr erspielt sich Microsoft meiner Meinung nach einen Vorteil gegenüber Sony und das auch noch aus purem Zufall!

Natürlich prophezeie ich hier nicht den Untergang von Sony und seiner PlayStation - so irre bin ich jetzt auch nicht. Doch Xbox könnte in Zukunft wieder wichtige Prozentpunkte von Sonys Vormachtstellung abzwacken. Schauen wir uns aber erst mal die aktuelle Ausgangssituation an. Sony und Microsoft haben 2020 relativ zeitgleich ihre aktuellen Konsolen rausgehauen. Die Nachfrage ist in dieser Generation riesig und alle Kontingente zu Release waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Die nächsten Verkaufsaktionen kamen und gingen und das Bild wiederholte sich immer wieder.

"Das wird ein Dauerzustand!"

Schnell wurde klar, dass diese Lage kein anfänglicher Ansturm war, sondern die Hersteller bis heute massive Probleme haben, Nachschub zu liefern. Ausgenommen ist hier die Xbox Series S, doch zu der kommen wir gleich. Der Grund dafür sind die Lieferketten für wichtige Elektrobauteile, die durch die Coronapandemie nicht genug produzieren können. Das durch zeitweise stillstehende Fabriken entstandene Die Series S könnte für dauerhaft leer ausgehende PlayStation-Fans zur 'verbotenen' Frucht werden.  Quelle: Microsoft Die Series S könnte für dauerhaft leer ausgehende PlayStation-Fans zur "verbotenen" Frucht werden.  Loch lässt sich auch nach zwei Jahren nicht so richtig stopfen.

Das Ausmaß erkennt man, wenn man auf die neuesten Zahlen von Sony schaut, die kürzlich für das Geschäftsjahr 2021/22 veröffentlicht wurden. Rechnet man alle Verkäufe seit Release zusammen, dann kommt man auf insgesamt knapp 20 Millionen verkaufte PS5. Das ist natürlich eine beeindruckende Zahl. Im Vergleich mit dem Vorgängermodell PS4 liegt man jedoch hinten. Da hatte man die 20 Millionen zu diesem Zeitpunkt bereitsgeknackt und war auf dem Weg in Richtung 30. Man verkauft also weniger PlayStation 5, weil man nicht mehr herstellen kann und das ist ein Problem für Sony.

Durch Zufall zum Produktionsgewinner

Auf der anderen Seite steht Microsoft mit der Xbox. Dort hat man natürlich ebenso mit den Hardwareproblemen zu kämpfen. Das Skurrile dabei ist jedoch, dass sie trotzdem eine bessere Verfügbarkeit aufweisen. Dadurch, dass Microsoft im Vergleich zu Sony der Underdog ist, wollen weniger Leute eine Xbox haben. Die Nachfrage ist nicht so riesig und die Bereitstellung neuer Konsolen durchgängiger. Leute, die es bisher nicht geschafft haben, sich eine PS5 zu holen, greifen potenziell zur Xbox. Selbst wenn es nur aus Resignation ist, weil man bei Microsofts Konsole wenigstens eine realistische Chance hat, sie zu ergattern.

Da hilft dann auch die Xbox Series S, das Einsteigermodell bei Microsoft. Die ist wesentlich besser zu haben und sie ist günstiger. Eigentlich die perfekte Ausrede, sie sich als Zweitgerät zu holen, bis irgendwann die Wunschkonsole kommt. Obendrauf gibt es auch unbestätigte Berichte, dass Microsoft für die Series S einfach aussortierte Chips der Series X nutzen kann. So tritt man dem Ressourcenmangel in einer Pandemie wesentlich besser entgegen. Planen konnte Microsoft das bei der Entwicklung der Series S selbstverständlich nicht. Im Fokus stand nur der Preis, doch plötzlich kam Corona dazu und schwups hat man in der Produktion einen massiven Vorteil. Aus reinem Zufall.

Weiter gehts auf Seite 2 mit dem zweiten Glückstreffer!

  1. Seite 1 Der erste Vorteil von Microsoft
  2. Seite 2 Microsofts zweiter Vorteil in der aktuellen Situation.
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