Wenn ihr Sandbox- und Evolutionsspiele wie Spore geliebt habt, solltet ihr dieses neue Spiel unbedingt im Auge behalten.
Wenn große Publisher wie EA spannende Spielideen verstauben lassen, springen oft kreative Indie-Studios in die Bresche und liefern genau das, was sich viele Fans seit Jahren wünschen. Ein besonders gutes Beispiel: Während Spore 2 seit über 15 Jahren nur ein Wunschtraum geblieben ist, arbeitet ein kleines Entwicklerteam an einem Spiel, das vieles aufgreift, was Spore einst so faszinierend machte, und dabei sogar noch eine Schippe drauflegt.
Wieso gibt es kein Spore 2?
Im Jahr 2008 veröffentlichte Maxis unter der Leitung von Will Wright das ambitionierte Simulationsspiel Spore. Der Titel versprach nicht weniger, als den gesamten Evolutionsprozess spielerisch erlebbar zu machen - von der mikroskopisch kleinen Zelle bis hin zur interstellaren Zivilisation. Spieler konnten dabei eigene Kreaturen designen, ihnen Bewegungsmuster zuweisen und beobachten, wie sie sich über verschiedene Phasen hinweg entwickelten: Zelle, Kreatur, Stamm, Zivilisation und schließlich im Weltraum.
Trotz vieler Vorschusslorbeeren und einem großen Wirbel im Vorfeld konnte Spore nicht alle Erwartungen erfüllen. Die einzelnen Phasen waren inhaltlich relativ oberflächlich, und viele Features, die im Vorfeld angekündigt wurden, schafften es nicht ins finale Spiel. Dennoch bleibt Spore bis heute ein Meilenstein unter den Simulationsspielen und ein Paradebeispiel für das kreative Potenzial von Videospielen jenseits klassischer Genres. Dass es trotz immer noch aktiver Fangemeinde nie ein Spore 2 gab, liegt unter anderem an der Schließung von Maxis Emeryville und der Neuausrichtung von EA auf andere Projekte. Doch wo große Publisher zögern, da wird die Bühne für Indie-Studios frei.
Planetary Life - Der Indie-Spore-Nachfolger, den wir brauchen
Planetary Life ist ein kommendes Sandbox - und Evolutionsspiel, das sich anfühlt wie eine moderne Antwort auf Spore. Die Prämisse: Ihr formt einen toten Planeten zu einem lebendigen Ökosystem und begleitet das Leben von der ersten Zelle bis zur Zivilisation. Dabei werden euch einige Werkzeuge zur Verfügung gestellt: Ändert das Klima, formt Berge und Ozeane mit tektonischer Aktivität, manipuliert die Atmosphäre, reguliert Vulkane und spielt Gott.
Im Zentrum steht das Experimentieren mit Leben: Ihr könnt neue Kreaturen erschaffen, ihre Entwicklung beeinflussen und zusehen, wie sie sich anpassen, kämpfen oder ganze Kulturen aufbauen. Die Balance zwischen Flora und Fauna wird dabei zum spielerischen Kern - denn ein instabiles Ökosystem kann auch wieder kollabieren. Besonders spannend: Sobald eure Wesen genügend Intelligenz erreichen, gründen sie Stämme und entwickeln sich weiter bis hin zu komplexen Zivilisationen. Wer will, kann sogar in der Ego-Perspektive über den eigenen Planeten wandern und das Resultat seiner Schöpfung hautnah erleben.
Planetary Life verspricht damit nicht nur ein spiritueller Nachfolger zu Spore zu werden, sondern könnte das Konzept sogar deutlich verbessern. Einen genauen Releasetermin gibt es zwar noch nicht, geplant ist die Veröffentlichung aber noch 2025. Eine Demo ist bereits jetzt kostenlos auf Steam spielbar. Wenn ihr früher schon stundenlang Kreaturen in Spore designt habt, solltet ihr dieses Spiel auf eure Wunschliste setzen und im Auge behalten.
