Ghost Recon in Gefahr: Neues Ubisoft-Spiel soll große Entwicklungsprobleme haben
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Ghost Recon soll laut einem neuen Bericht große Entwicklungsprobleme haben. Project OVR hat interne Alpha-Ziele verfehlt. Was geht da vor?
Das nächste Ghost Recon könnte bei Ubisoft untergehen. Laut einem Bericht läuft die Entwicklung des intern als Project OVR bekannten Spiels nicht gut. Mehrere Quellen aus dem Umfeld des Projekts sprechen von verfehlten Alpha-Zielen, Managementänderungen und wachsender Unruhe innerhalb des Teams.
Project OVR soll interne Ziele verfehlt haben
Nach Angaben von Insider Gaming hat Project OVR kürzlich mehrere interne Alpha-Ziele nicht erreicht. Daraufhin soll Ubisoft Bruno Galet als Senior Producer eingesetzt haben, der nun die Leitung des Teams übernimmt. Zusätzlich wurden Jean-Baptiste Duval, Vice President of Production, und Julien Sansalone, Vice President of the Global Creative Office, stärker in das Projekt eingebunden. Beide sollen künftig auch im Arbeitsalltag präsenter sein.
Solche Eingriffe müssen nicht automatisch bedeuten, dass ein Spiel kurz vor dem Aus steht. Sie zeigen aber, dass Ubisoft offenbar nachsteuert. Laut anonymen Quellen leidet die Entwicklung unter unrealistischen Deadlines sowie schlechter Planung und Führung. Während einer Projektüberprüfung seien alternative Produktionspläne vorgeschlagen worden, diese habe das Ubisoft-Hauptquartier jedoch abgelehnt.
Richtig heikel ist die Stimmung innerhalb des Teams. Insider Gaming berichtet, dass sich viele Mitarbeiter nach den Managementänderungen auf mögliche Konsequenzen vorbereiten. Intern kursieren demnach Sorgen, dass Project OVR im schlimmsten Fall neu gestartet oder sogar eingestellt werden könnte, falls sich die Lage nicht verbessert. Trotzdem soll Ubisoft das Fundament des Spiels intern weiterhin als "stark" bezeichnen. Dadurch kann man die Situation kaum einschätzen. Offenbar sieht das Unternehmen weiterhin Potenzial in Project OVR, ist aber mit dem aktuellen Entwicklungsstand nicht zufrieden.
Nach Breakpoint braucht Ghost Recon einen starken Neustart
Für Ghost Recon ist diese Lage wirklich bitter, weil die Reihe ohnehin einen Neustart gebrauchen könnte. Ghost Recon Breakpoint erschien am 4. Oktober 2019 und wurde zum Start hart kritisiert. Auf Metacritic liegt die Kritikerwertung bei nur 56 Punkten, während die Nutzerwertung mit 3.5 Punkten noch mehr im Abgrund liegt. Viele Spieler störten sich damals an Mikrotransaktionen, repetitiven Missionen und einem schwachen Spielgefühl im Vergleich zu früheren Teilen.
Auf Steam sieht Breakpoint inzwischen besser aus. Dort kommt das Spiel aktuell auf rund 78 Prozent positive Nutzerbewertungen. Das zeigt, dass Ubisoft über die Jahre einiges verbessert hat und es durchaus Spieler gibt, die dem Spiel heute etwas abgewinnen können. Trotzdem bleibt Breakpoint für viele Leute ein No-Go. Im Netz sieht man immer wieder Spieler, die sich ein neues Ghost Recon wünschen, aber eben eines, das wieder stärker auf Taktik, Spannung und glaubwürdige Einsätze setzt. Viele vergleichen dabei vor allem Wildlands positiv mit Breakpoint, weil Wildlands trotz Schwächen für einige Fans die bessere Grundlage bot.
Ubisoft befindet sich ohnehin in einer schwierigen Phase. Erst vor wenigen Tagen berichtete PC Gamer über weitere Studiokürzungen und Entlassungen bei Ubisoft, darunter die Schließung der Studios in Winnipeg und Belgrad sowie zusätzliche Stellenstreichungen. Auch Red Storm Entertainment, das eng mit der Geschichte von Rainbow Six und Ghost Recon verbunden ist, wurde bereits im März deutlich verkleinert und stärker in eine Support-Rolle gedrängt.
Vor diesem Hintergrund wirken die Berichte zu Project OVR noch ernster. Ein neues Ghost Recon könnte Ubisoft helfen, Vertrauen bei Fans der Tom-Clancy-Reihen zurückzugewinnen. Dafür müsste das Spiel aber sauber landen und nicht erneut wie ein Projekt wirken, das unter widersprüchlichen Ideen, Zeitdruck und internen Problemen leidet. Welchen Teil findet ihr am besten und hofft ihr auf ein neues Ghost Recon?
Quelle: Insider-Gaming
