Shitstorms: Die fünf größten Spiele-Aufreger des Jahres 2017

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Shitstorms: Die fünf größten Spiele-Aufreger des Jahres 2017
Quelle: Electronic Arts

Ob 2017 ein gutes oder schlechtes Spielejahr war, lässt sich nicht so leicht sagen. Dass es aber in den letzten zwölf Monaten mehr und obendrein gewaltigere Shitstorms gab als in den Jahren zuvor, ist wohl unbestritten. Wir präsentieren euch die fünf größten Aufreger des Jahres 2017.

Was zeichnet einen Gamer aus? Natürlich sein großes Interesse für das Medium Spiele. An dieser Stelle nur von einem Interesse zu sprechen, wäre aber ein wenig untertrieben. Die meisten unter uns lieben nun mal ihr Hobby und sind entsprechend auch mit voller Leidenschaft dabei. Da dürfte es auch kaum jemanden verwundern, dass die Liebe schnell zu Hass umkehren kann, wenn zum Beispiel ein Publisher ein Spiel in die komplett falsche Richtung entwickeln lässt oder ein Hype-Spiel des Jahres als eine Vollkatastrophe in den Ladenregalen landet.

Die Anzahl der Shitstorms des 2017 war gewaltig, daher wollen wir uns hier auf die unserer Meinung nach wichtigsten fünf beschränken. Falls eurer Meinung nach andere Entrüstungswellen an dieser Stelle erwähnt werden sollen, freuen wir uns auf eure Kommentare!

Star Wars: Battlefront 2 - Lootboxen

Shitstorms 2017 (1) Quelle: Electronic Arts Shitstorms 2017 (1) Wenn man mit einem Kommentar auf reddit historische Dimensionen erreicht, ist es ja erst einmal eine gute Sache. Doch wenn es dabei um die sogenannten Downvotes geht, sieht die Sache schon ganz anders aus. Mit dem Versuch, die merkwürdige Währungsbalance von Star Wars: Battlefront 2 und seinen Lootboxen zu erklären, gelang es dem EA Community Team bis heute ganze 673.000 der negativen Bewertungen einzukassieren. Wie bei fast allen Shitstorms entgleiste die anfangs vollkommen berechtigte Kritik aber mit der Zeit. Doch schlussendlich hat die Entrüstungswelle auch Gutes bewirkt: EA ruderte schnell zurück und hat - zumindest vorerst - die Lootboxen aus dem Spiel entfernt.

Mass Effect: Andromeda - Gesichtsanimationen

Shitstorms 2017 (4) Quelle: Eric Bellefeuille Shitstorms 2017 (4) Electronic Arts hat es dieses Jahr gleich mehrfach geschafft, massig negative Kritiken von Gamern zu ernten. Während es meistens um die berühmt-berüchtigten Lootboxen ging, gab es aber auch eine Welle der Entrüstung über die Gesichtsanimationen in Mass Effect: Andromeda. Die unnatürlich wirkende Mimik der Charaktere sorgte neben etlichen negativen Rezensionen, Forenbeiträgen und Diskussionen aber auch für einige ungemein lustige Videos. Bioware, der Entwickler des Weltraumrollenspiels, versuchte sich mit der Begründung aus der Affäre zu ziehen, dass die Gesichtsanimationen bei einem externen Studio entstanden seien. Viel hat das aber nicht genützt. Mass Effect: Andromeda gilt als das schlechteste Spiel der sonst so gefeierten Reihe, Das Vertrauen der Abermillionen Bioware-Fans zu ihrer liebsten Rollenspielschmiede ist vielleicht noch nicht erschüttert, hat aber einige dicke Kratzer abbekommen.

World of Tanks - Pay2Win-Panzer

Shitstorms 2017 (2) Quelle: Wargaming.net Shitstorms 2017 (2) Auch der weißrussische Free2Play-Publisher Wargaming stand dieses Jahr einige Mal in der Kritik. Vor allem wegen eines sogenannten Pay2Win-Panzers gingen alteingesessene Hobby-Panzerfahrer auf die Barrikaden. Gegen einen Betrag von rund 35 Euro konnte man sich ein Stahlkoloss namens Chrysler GF für Gefechte leisten, der angeblich von normalen Panzern im Spiel kaum zerstört werden konnte. Der Shitstorm brach so richtig los, als Wargaming gegen Youtuber vorging, die sich kritisch zu dem Chrysler-Panzer äußerten. Die Weißrussen reagierten aber prompt und entschuldigten sich. Heute ist die Affäre um den unbezwingbaren Bezahl-Panzer wieder weitestgehend vergessen.

Gamestop - PS4-Pro-Tauschaktion

Der Spielehändler lockte im April 2017 zahlreiche Gamer mit einem verlockenden Tauschangebot: Gegen eine alte PS4, einen Dua Shitstorms 2017 (3) Quelle: Sony / Gamestop, Montage: pcgames.de Shitstorms 2017 (3) lshock-Controller, zwei Spiele sowie 99 Euro konnte man bei Gamestop eine brandneue Playstation 4 Pro bekommen. Vor den Filialen bildeten sich ewig lange Schlangen, doch am Ende wurden etliche Kunden enttäuscht. Der Grund: Gamestop hatte längst nicht genügend PS4 Pros für alle potenziellen Abnehmer vorrätig. Ein Shitstorm brach los und es wurde gar behauptet, dass Mitarbeiter des Spielehändlers das Angebot selbst genutzt hätten, um Freunde und Familienmitglieder zu versorgen. Schlussendlich brach Gamestop die Aktion vorzeitig ab und entschuldigte sich bei allen Kunden.


Paradox Interactive - Preiserhöhung kurz vor Steam-Sale

Shitstorms 2017 (5) Quelle: Paradox Interactive Shitstorms 2017 (5) Die Steam-Sales stehen bei Gamern hoch im Kurs. Kein Wunder, schließlich gibt es auf viele Spiele-Hits Rabatte von über 75 Prozent. Doch in einigen der großen Preisnachlässe steckt der Wurm drin. Dieses Jahr war es zum Beispiel offensichtlich, dass der schwedische Strategiespiele-Publisher Paradox kurz vor dem Steam-Sale die Preise für bestimmte Titel erhöht hat und die Rabatte so höher wirkten, als sie in Wirklichkeit waren. Dabei wurden nur in wenigen Regionen wie etwa in Brasilien und in der Türkei die Spiele des schwedischen Pubishers teurer. Trotzdem brach ein Shitstorm in der Community los und Paradox-Chef Fredrik Wester ruderte schnell zurück. Als Lösung bot der Schwede einen Ausgleich in Form von weiteren Spielen oder aber eine Spende an die UNO-Flüchtlingshilfe an.

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