Aloft in der Vorschau: Kunterbunter Survival-Kracher oder langweiliger Luftschiff-Simulator?
Special
Vor dem Start in den Early Access haben wir uns die Alpha-Version des cozy Survival-Spiels Aloft angesehen und uns ein erstes Bild des ungewöhnlichen Mix machen können.
Die verschiedenen Gerichte bringen uns unterschiedliche Vorteile wie eine erhöhte Gesundheit, die allerdings alle zeitlich begrenzt sind. Übrigens: Essen und trinken muss man in Aloft nicht. Zwar bringt beides Vorteile, doch unser Charakter hat weder Hunger noch Durst. Da wir auch selten kämpfen müssen, sind die Vorteile der Nahrung zwar ein nettes Extra, aber nicht wirklich nötig.
Die Tiere, die uns auf anderen Inseln begegnen, können wir auf unsere Heimatinsel bringen und als Nutztiere halten. Wenn wir sie füttern, streicheln und all ihre Bedürfnisse erfüllen, geben sie seltene Rohstoffe, die wir weiterverarbeiten können.
Jede Insel wird zu einem persönlichen Luftschiff
Um die Tiere auf unsere Heimatinsel zu verfrachten, reicht unser praktischer Gleiter natürlich nicht aus. Stattdessen können wir jede Insel in unser persönliches Luftschiff verwandeln oder direkt mit unserer Heiminsel durch die Map kreuzen. Dafür statten wir die Insel mit Steuerrad, Ruder und jeder Menge Segeln aus und schon können wir mit unserem eigenen Luftschiff den Himmel erkunden.
Die Steuerung des Inselschiffs gestaltet sich allerdings sehr schwerfällig. Höhen- und Geschwindigkeitsmesser reagierten entweder fast gar nicht oder viel zu empfindlich und auch das Steuerrad wird seiner Bezeichnung nicht so ganz gerecht. Noch schwieriger gestaltet sich jedoch die Navigation. Während wir, wenn wir mit dem Gleiter in der Luft unterwegs sind, immer eine Markierung unserer Heimatinsel sehen, verschwindet diese, sobald wir den Fuß auf eine Insel setzen. Das bedeutet, dass auch, wenn wir das Inselschiff steuern, keine Markierungen sichtbar sind; immerhin befinden wir uns ja auf einer Insel. Um also den richtigen Weg zu finden, müssen wir regelmäßig das Steuer aus der Hand geben, die Insel mit unserem Gleiter verlassen und Ausschau nach der Heimatmarkierung halten.
Quelle: PC Games
Mit dem richtigen Rezept lässt sich auch ein Kartentisch herstellen, auf dem unser Erkundungsfortschritt festgehalten wird. Allerdings lassen sich darüber weder Markierungen festlegen, noch werden Himmelsrichtungen angezeigt. Eine Mini-Map oder die Möglichkeit, die Karte aufzurufen, ohne direkt mit dem Tisch interagieren zu müssen, gibt es nicht. Damit bietet der Kartentisch zwar eine interessante Übersicht über die Gesamtgröße der Welt und der Anzahl der Inseln, sonderlich nützlich für Navigation und Erkundung ist er aber nicht.
Im Early Access wartet noch viel Arbeit
Alles in allem bietet Aloft bisher eine solide Grundlage, um ein gemütliches Basenbauspiel zu werden. Den Survival-Aspekt kann man an der Stelle allerdings streichen. Denn außer optionalem Essen und Trinken hat Aloft wenig mit Survival zu tun. Um Spieler auf lange Sicht bei der Stange zu halten, haben die Entwickler aber nicht nur deswegen noch einiges an Arbeit vor sich.
Auf unserer Reise durch die Lüfte haben uns so einige Laderuckler die Landung auf der angesteuerten Insel gekostet. Nach dem neu Laden sind außerdem die Tiere, die wir auf unsere Heimatinsel gebracht haben, einfach verschwunden und auch unser selbst gebautes Luftschiff ist erst in unsere Heimatinsel gesegelt und anschließend nicht mehr auffindbar gewesen.
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Zudem fehlt es der Welt an Leben. Zwar sind die Flora und das damit verbundene Ökosystem schon gut aufgebaut und hängen glaubhaft miteinander zusammen, doch fehlt es der Welt an Fauna. Abgesehen von den Pilzmonstern haben wir nur eine Handvoll Tiere entdecken können, die auf unterschiedlichen Inseln verteilt waren.
Prinzipiell sind in Aloft aber viele gute Ansätze zu finden, die besonders im Multiplayer für viele spaßige Stunden sorgen könnten. Die Welt ist charmant animiert und besonders die süßen Nutztiere sind zum Dahinschmelzen. Das Bausystem ist zugänglich und Erkundung wird mit neuen Rezepten und Ressourcen belohnt. Wer Lust auf ein gemütliches Sandbox-Spiel in einem nachhaltigen Setting hat, sollte Aloft auf jeden Fall im Auge behalten.
