Aloft in der Vorschau: Kunterbunter Survival-Kracher oder langweiliger Luftschiff-Simulator?

Special Vivien Ziermann
Aloft in der Vorschau: Kunterbunter Survival-Kracher oder langweiliger Luftschiff-Simulator?
Quelle: Astrolabe Interactive

Vor dem Start in den Early Access haben wir uns die Alpha-Version des cozy Survival-Spiels Aloft angesehen und uns ein erstes Bild des ungewöhnlichen Mix machen können.

Dass das Genre der Survival-Spiele aus der Gaming-Landschaft nicht mehr wegzudenken ist, ist inzwischen wahrscheinlich jedem klar. Immerhin erfreut es sich seit Jahren einer so stark wachsenden Beliebtheit wie kaum ein zweites. Kein Wunder, dass jährlich unzählige neue Vertreter auf den Markt geworfen werden.

Dabei bieten die verschiedenen Spiele eine vielfältige Auswahl an unterschiedlichen Settings. Ob Postapokalypse, Kampf gegen Zombies oder andere Monster oder gestrandet auf einer verlassenen Insel, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Was die Spiele jedoch alle gemeinsam haben, sind der Überlebenskampf in einer Umgebung, die den Spielern an den Kragen will, und die ständige Angst vor dem Hungertod.

Dieses Konzept wollen die Macher von Astrolabel Interactive in ihrem Survival-Spiel Aloft über den Haufen werfen. Wir durften den gemütlichen Open-World-Titel noch vor dem Start in den Early Access anspielen und verraten euch, ob Survival und "cozy" zusammen funktionieren.

Farbenfrohe Open-World in den Lüften

Nach der Erstellung unseres Charakters starten wir in First- oder Third-Person-Perspektive in die farbenfrohe Welt von Aloft. Statt einer einzigen großen Open World gibt es in Aloft einen ganzen Himmel voller kleiner Inseln in unterschiedlichen Größen zu entdecken. Auf jeder dieser Inseln herrscht ein in sich geschlossenes Ökosystem mit eigenen Tieren und Pflanzen.

Um uns in den Lüften fortbewegen zu können, ist unser Gleiter, der uns optisch ein wenig an jenen aus Zelda: Breath of the Wild und Tears of the Kingdom erinnert, unerlässlich. Damit kommen wir spielendleicht von Insel zu Insel, auf hohe Berge und in die entlegensten Baumwipfel. Durch einzelne Wirbel, die sich zwischen den Wolken befinden, ist auch das Überwinden von Höhenunterschieden kein Problem.

Beim Erkunden der Welt finden wir überall Ressourcen, die wir zum Errichten unseres Zuhauses brauchen, Nutzpflanzen und neue Crafting-Rezepte. Außerdem können wir auf verschiedenen Inseln alte Ruinen vergangener Nationen entdecken, die uns mehr über die Geheimnisse der Vergangenheit verraten.

Aloft Quelle: PC Games Leider fällt beim Erkunden der verschiedenen Inseln schnell auf, dass diese, mit wenigen Ausnahmen, fast völlig leer sind. Auf einigen wenigen begegnen uns ein oder zwei Tiere, die wir zähmen und als Nutztiere halten können, aber mehr Leben gibt es bisher nicht. Da sich auch die Vegetation der Inseln in dem für uns zugänglichen Gebiet kaum unterschieden hat, wurde das Erkunden der Inseln schnell eintönig und fad. Allein die Hoffnung auf neue Crafting-Rezepte ließ uns jede der einzelnen Inseln ansteuern. Doch die waren spärlich gesät und letztlich ließen sich oft rein kosmetische Items wie Deko für unsere Basis herstellen.

Empfindliche Ökosysteme verlangen Nachhaltigkeit beim Bauen

Denn ja, wie in Survival-Spielen üblich, müssen wir uns auch in Aloft eine Basis errichten. Dazu brauchen wir jede Menge Ressourcen wie Holz und Stein. Doch können wir nicht frei Schnauze so viele Bäume abholzen, wie es uns gefällt, sondern müssen auf unseren ökologischen Fußabdruck achten. Denn auf jeder Insel herrscht ein empfindliches Ökosystem, das darunter leidet, sollten zu viele Bäume oder Pflanzen verschwinden.

Auf einigen Inseln breitet sich außerdem eine geheimnisvolle Pilzseuche aus, die alles Leben verschlingt. Unser Ziel ist es, diese Seuche zu bekämpfen und das Ökosystem auf den befallenen Inseln wiederherzustellen. Dafür müssen wir die dortigen Pilzmonster besiegen und die Pflanzenvielfalt der Insel neu kultivieren, indem wir neue Bäume pflanzen und Wildblumen säen. Sobald sich das Ökosystem wieder erholt hat, haben wir Zugang zu neuen Ressourcen, Rezepten oder Höhlen mit alten Ruinen.

Aloft Quelle: PC Games

Anbauen, Kochen und Craften

Alle Pflanzen, die wir beim Erkunden der verschiedenen Inseln finden, können wir in unserem Garten anbauen; vorausgesetzt, wir haben das Rezept für Beete schon gefunden, denn die Samen einfach in die Erde zu stecken, geht nicht. Die einzige Ausnahme bilden hier Wildblumen und Bäume.

Sobald sie ausgewachsen sind, können wir die verschiedenen Pflanzen ernten und mit dem Ertrag leckere Rezepte kochen. Dabei ist Kreativität gefragt, denn wir können beliebig drei Zutaten zusammenwerfen und gucken, was dabei rauskommt. Entdeckte Rezepte werden automatisch gespeichert, sodass das weitere Kochen schneller vorangeht.

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