Stop Killing Games: 1,3 Millionen Unterschriften für die Petition - so geht es jetzt weiter
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Die EU-Petition Stop Killing Games hat ihr Ziel klar übertroffen: Rund 1,3 Millionen Unterschriften wurden offiziell bestätigt. Damit muss sich die EU-Kommission nun inhaltlich mit den Forderungen befassen.
Die europäische Bürgerinitiative Stop Killing Games hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Nach Abschluss der offiziellen Prüfung bestätigten die zuständigen Stellen 1.294.188 gültige Unterschriften. Damit wurde die notwendige Schwelle von einer Million Stimmen deutlich überschritten, die Voraussetzung für eine Fortsetzung des Verfahrens durch die EU-Kommission ist.
Insgesamt waren rund 1,45 Millionen Unterschriften eingereicht worden, wovon etwa 89 Prozent als gültig anerkannt wurden. Nach Einschätzung der Organisatoren liegt die Fehlerquote damit im vergleichsweise niedrigen Bereich erfolgreicher EU-Bürgerinitiativen.
Stop Killing Games: Initiative bittet um Geduld
Moritz Katzer, ehrenamtlicher Mitorganisator von Stop Killing Games, informierte über den aktuellen Stand der Petition in einem öffentlichen Update auf Reddit. Ursprünglich war geplant, die bestätigten Zahlen erst zu einem späteren Zeitpunkt umfassend zu kommunizieren. Ziel sei es gewesen, das weitere Verfahren strukturiert vorzubereiten und unnötigen Druck auf das freiwillige Team zu vermeiden.
Zugleich machte Katzner deutlich, dass hinter der Initiative keine große Organisation stehe, sondern ein begrenztes Team, das den nächsten Schritt sorgfältig vorbereiten müsse.
Nächster Schritt: Prüfung durch die EU-Kommission
Mit dem Überwinden der formalen Hürde ist das Verfahren jedoch nicht abgeschlossen. In den kommenden Monaten wird sich die EU-Kommission inhaltlich mit der Petition befassen und entscheiden, ob daraus konkrete Gesetzesvorschläge oder regelnde Maßnahmen entstehen.
Worum geht es bei Stop Killing Games?
Auslöser der Petition ist die Praxis vieler Publisher, Online-Spiele oder Live-Service-Titel nach dem Ende des offiziellen Supports vollständig unspielbar zu machen. Die Initiative fordert dabei ausdrücklich keinen unbegrenzten Support durch die Hersteller, sondern rechtlich verbindliche Lösungen für das Lebensende von Games. Dazu zählen unter anderem Optionen wie Offline-Modi, Server-Tools oder die Freigabe für Community-Server, damit Käufer auch nach Server-Abschaltungen weiterhin Zugriff auf ihre Spiele behalten können.
Sollten Publisher gesetzlich verpflichtet werden, Spiele auch nach Serverabschaltungen spielbar zu halten? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: Moritz Katzner auf Reddit
