Ubisoft: Es wird weniger gespielt - Abo-Dienste wie Game Pass oder Games as a Service als mögliche Gründe

News Alexander Pensler
Ubisoft: Es wird weniger gespielt - Abo-Dienste wie Game Pass oder Games as a Service als mögliche Gründe
Quelle: Ubisoft

Ein Finanzbericht von Ubisoft UK gibt zu: Das Modell der Vollpreis-Spiele wird immer weniger wichtig. Durch die Konkurrenz von Live-Services-Titeln und Co. haben es neue Triple-A-Spiele schwerer.

Ein kürzlich veröffentlichter Finanzbericht der britischen Publishing-Ausgliederung von Ubisoft sieht einen Einbruch des Umsatzes für das aktuell laufende Fiskaljahr kommen. Als Ursachen nennt der Ubisoft-Bericht hierbei gleich mehrere Gründe.

Fokus der Spieler auf wenige Titel

So verliert das klassische Vollpreis-Modell immer weiter an Relevanz, wie der Bericht von Ubisoft UK zugibt. Stattdessen müssen neue Spiele-Releases mit großen und schon lange auf dem Markt befindlichen Service-Games, Cloud-Streaming, Free-to-Play-Titeln und mehreren Gaming-Abodiensten wie dem Game Pass um die Aufmerksamkeit der Spieler kämpfen.

Dadurch ist es für neue Spiele "immer schwieriger, aus der Masse herauszustechen und die Verkäufe zu erzielen, die früher möglich waren". Denn "Konsumenten spielen weniger Spiele, diese aber dafür länger", heißt es zudem in dem Bericht, der am 13. November 2025 auf der Website der britischen Regierung veröffentlicht wurde.

Daher geht der Ubisoft-Finanzbericht davon aus, dass die Verkäufe im Zeitraum bis zum Ende des kommenden Fiskaljahres Ende März 2026 fallen werden. Die aktuelle Marktsituation sorge zudem dafür, "das Potenzial für einen bestimmten Titel schwieriger voraussagen zu können", wobei auch weniger Titel als üblich im Zeitraum bis Ende des Fiskaljahres von Ubisoft veröffentlicht werden.

Zusätzlich hat Ubisoft in jüngster Vergangenheit die Halbjahresergebnisse verschoben. Und obendrein hat das französische Spieleunternehmen den Aktienhandel an der Börse Euronext für eine Weile unterbrochen. Neben Entlassungen bei den The-Division-Machern von Massive Entertainment und einer Ausgliederung großer Ubisoft-Marken in die Vantage Studios als Subunternehmen gibt es auch Ubisoft-Übernahmegerüchte durch das chinesische Unternehmen Tencent.

Hier zeigt sich ein Trend, der in der Gaming-Branche allgegenwärtig ist. Immer wieder ist von Studioschließungen, Einstellung von Spielen und Entlassungen die Rede. Nur wenige Entwickler wie die Enshrouded-Macher des deutschen Studio Keen Games markieren hier eine Ausnahme, doch dabei handelt es sich mit aktuell rund 80 Mitarbeitenden auch um ein relativ kleines Spielestudio.

Wie beurteilt ihr die Situation um einbrechende Verkäufe von Ubisoft-Spielen? Und was denkt ihr, wird mit dem französischen Unternehmen zeitnah passieren? Schreibt uns gern einen Kommentar mit eurer Meinung unter diesen Text - dazu müsst ihr eingeloggt sein. Wer noch keinen Account hat, kann sich hier registrieren. Beachtet beim Kommentieren bitte unsere Forenregeln und die allgemeine Netiquette.

Quelle: Ubisoft (Gov.uk) via CityAM

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