Splatoon Raiders im Test: Fordernd, aber nie frustrierend

Test Lukas Bohnau
Splatoon Raiders im Test: Fordernd, aber nie frustrierend
Quelle: Nintendo

Splatoon Raiders richtet sich zwar auch an Einsteiger, fordert mit seinen Zeitmissionen und den immer gefährlicheren Salmoniden-Kombinationen aber überraschend viel taktisches Geschick. Dank einer gelungenen Progression und fairen Belohnungen bleibt der Spielfluss dabei jederzeit motivierend, ohne in lästiges Grinding abzudriften.

Zeitmissionen verlangen schnelle Entscheidungen

Die vierte Missionsart bilden die Zeitherausforderungen in Form von Salmschlupfen und Ruinen. Beide Varianten verfolgen dasselbe Grundprinzip: Innerhalb eines knappen Zeitlimits müsst ihr möglichst viele Fischeier sammeln, indem ihr große Mengen Salmoniden ausschaltet.

Während sich Salmschlupfe auf eine einzelne Arena beschränken, führen euch die Ruinen durch mehrere aufeinanderfolgende Abschnitte und enden schließlich in einem Bosskampf. Gerade diese Missionen gehören zu den anspruchsvollsten des gesamten Spiels. Läuft die Zeit ab, gilt die Herausforderung unabhängig von eurer verbleibenden Gesundheit als gescheitert.

Ein zusätzlicher Anreiz bei den Ruinen-Levels: Je nachdem, welchen Tintentank ihr aktuell verwendet, erhaltet ihr am Ende unterschiedliche Schätze. Dadurch lohnt sich ein erneuter Besuch auch nach erfolgreichem Abschluss.

In den Zeit-Herausforderungen kann es schon mal ziemlich brenzlig werden. Quelle: PC Games In den Zeit-Herausforderungen kann es schon mal ziemlich brenzlig werden.

Der Spielfluss gerät nur selten ins Stocken

Etwas kritisch aufgefallen ist uns die Progressionskurve zu Beginn des Spiels. Die empfohlene Stufe der Missionen steigt teilweise recht schnell an. Vor allem bei den Zeitherausforderungen sind wir deshalb anfangs häufiger gescheitert, weil unser Charakter schlicht noch nicht stark genug war, um die erforderlichen Gegner innerhalb des Zeitlimits zu besiegen.

Auf der Karte bekommt ihr alle aktuellen und abgeschlossenen Missionen angezeigt, inklusive empfohlener Stufe. Quelle: PC Games Auf der Karte bekommt ihr alle aktuellen und abgeschlossenen Missionen angezeigt, inklusive empfohlener Stufe. Zunächst weckte das die Sorge, Splatoon Raiders könnte auf unnötiges Grinding setzen. Glücklicherweise bewahrheitete sich dieser Eindruck nicht. Selbst gescheiterte Missionen bringen Erfahrungspunkte ein, sodass ihr kontinuierlich stärker werdet. Außerdem stehen später meist mehrere Missionen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Auswahl. Dadurch fühlt sich der Spielfluss insgesamt angenehm natürlich an und unnötige Frustmomente bleiben die Ausnahme.

Anspruchsvoller als erwartet

Bereits zu Beginn von Splatoon Raiders könnt ihr zwischen drei Schwierigkeitsgraden wählen. Dadurch finden sowohl Anfänger als auch erfahrene Splatoon-Spieler schnell den passenden Einstieg.

Abgeschlossene Missionen bieten mit der Zeit zudem pikante Zusatzherausforderungen. Unter erschwerten Bedingungen auf einer deutlich höheren Stufe könnt ihr euch so bereits absolvierten Levels erneut stellen. Dafür winken dann aber auch noch wertvollere Belohnungen bei erfolgreichem Abschluss.

Manchmal ist ganz schön was los auf dem Bildschirm. Die Salmonidenhorden können euch gut unter Druck setzen. Quelle: PC Games Manchmal ist ganz schön was los auf dem Bildschirm. Die Salmonidenhorden können euch gut unter Druck setzen. Zum steigenden Anspruch tragen vor allem die zahlreichen Salmoniden-Arten bei. Jede Gegnervariante besitzt ihre eigenen Angriffs- und Verhaltensmuster, die ihr früher oder später verinnerlichen müsst. Wirklich spannend wird es allerdings, wenn mehrere Gegnertypen gleichzeitig auftreten. Während euch einige Salmoniden direkt unter Druck setzen, greifen andere aus der Distanz an oder erschweren euch das Vorankommen auf ganz andere Weise.

Gerade diese Kombinationen können in späteren Missionen echte Herausforderungen werden, die euch ständig in Bewegung halten. Genau darin liegt aber auch einer der größten Reize des Kampfsystems. Wer seine Waffen, Gimmicks und Spezialfähigkeiten clever einsetzt, kann selbst scheinbar aussichtslose Situationen noch meistern. Ihr solltet stets taktisch vorgehen und immer versuchen, die größte Gefahr als Erstes auszuschalten. Den Onlinemodus konnten wir ebenfalls bereits ausprobieren. Unseren Eindruck dazu sowie das Fazit findet ihr auf der letzten Seite.

  1. Seite 1 Bekanntes Gameplay, neuer Spaß
  2. Seite 2 Waffen, Tankarten und Builds im Überblick
  3. Seite 3 So abwechslungsreich sind die Missionen
  4. Seite 4 Fordernd, aber nie frustrierend
  5. Seite 5 Multiplayer, Fazit und Wertung
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