Im Mehrspieler-Modus beweist Sports Island DS durchaus gewisse Qualitäten.
Aus dem Ärmel geschüttelt
Sports Island DS
Passend zu den vorhandenen Sportarten verlangt auch die Steuerung von euch unterschiedliche Vorgehensweisen. Dabei kommen Stylus und Richtungs- bzw. Symbol- und Schultertasten gleichermaßen zum Einsatz. Je nach auszuübender Sportart müsst ihr mal mehr, mal weniger einen Kraftakt vollführen. Während ihr beispielsweise beim Cheerleading in erster Linie Reaktion und Wahrnehmung beweisen müsst - zum richtigen Zeitpunkt auf den Touchscreen tippen und ggf. eine ergänzende Tasten-Aktion ausführen, ist beim Rugby schon wieder etwas mehr Taktik- als auch Fingerspitzengefühl gefragt. Nicht nur dass das Regelwerk in Form eines umfangreichen, partiell auch sehr komplexen Tutorials erläutert wird, auch das Spiel hat es in sich, nicht zuletzt, da die Steuerung mitunter verwirrend erscheint. Leichter dagegen haben es angehende Golf-Profis, die mit einem gekonnten Stylus-Schwung den Ball vom Grün ins Loch befördern können. Das Bobfahren gehört sicher mit zu den einfachsten Geschichten, da ihr lediglich mit den Schultertasten die Spur halten müsst. Diejenigen unter euch, die dem Tontaubenschießen etwas abgewinnen können, nutzen gleichfalls den Stylus, denn der Abschuss zum Treffen der Scheibe wird durch einen Ruck auf dem Touchscreen erzeugt. Dazu fällt uns nur ein "gutes Gelingen" zu wünschen. Eine Runde Tischtennis erschien uns beim Testen noch am spaßigsten, da hier durchaus eine gewisse Realitätsnähe wahrzunehmen war, auch wenn uns die Steuerung gern mal im Stich gelassen und nicht einwandfrei funktioniert hat. Am Rande sei noch notiert, dass Fans des Armdrückens ggf. eine Schutzfolie auf das Display aufziehen sollten, denn hier hat nur Erfolg, wer sich wahrlich mit dem Stylus den Wolf wischt bzw. rubbelt.
Ohrenstöpsel und Sonnenbrille
Sports Island DS
Wie nicht anders zu erwarten, könnte man meinen, ist auch die Grafik, immerhin dargeboten in 3D, nicht wirklich überragend. Allerdings ist "Sports Island DS" auch - zumindest in optischen Belangen - nicht so schlecht, als das man schreiend davon laufen oder den Titel ignorieren müsste. Fakt ist, dass das inzwischen doch sehr verwöhnte Spielerauge hin und wieder sehr mit Pixelbrei kämpfen muss. Beim Thema Abwechslung passen die Entwickler auch, insbesondere bei der Gestaltung der Figuren bzw. Teams, die einem fix das Gefühl geben immer wieder das Gleiche zu erleben. Dennoch kann man dem bunten Treiben nicht absprechen, sich gesamt im halbwegs vernünftigen Mittelfeld zu befinden. Berücksichtigt man, welche spielerische Kost geboten wird, kann man den fehlenden Feinschliff als auch Detailverliebtheit, die leider gleichfalls mit Abwesenheit glänzt, durchaus verschmerzen. Dafür gehen die Animationen weitestgehend in Ordnung. Weniger dagegen wiederum die Midi-Sounds, die gelegentlich schon die Ohren arg quälen können. Es sind immer wiederkehrend gleiche Files, die aus den Lautsprechern krachen und das kann den schönsten Erfolg bisweilen ins Gegenteil verkehren. Seltene, aber immerhin vorhandene Spielsounds, die passend zu den Sportarten integriert wurden, gehen grundlegend in Ordnung.
