Stalker 2: Es kommt auf die Spielwelt an, ob mich das Spiel richtig abholt

Kolumne Michael Grünwald
Stalker 2: Es kommt auf die Spielwelt an, ob mich das Spiel richtig abholt
Quelle: GSC Game World

Stalker 2 erscheint am 20. November. Redakteur Michi Grünwald freut sich auf den Release des Shooters und hofft auf eine großartige Spielwelt.

Am 20. November erscheint nach ewiger Wartezeit endlich Stalker 2. Die Berichte im Vorfeld fielen allesamt sehr positiv aus, was darauf schließen lässt, dass der Shooter ein weiterer Anwärter zum Spiel des Jahres wird. Ich erwarte eine spannende Story mit interessanten Charakteren und hoffe, dass die Entwickler eine lebendige Spielwelt auf die Beine stellen. Bei einem Open-World-Spiel gehört die für mich einfach dazu - in Shadow of Chernobyl aus dem Jahr 2007, also dem ersten Teil, hat das bereits recht gut geklappt.

Verspätetes Glück

Ich habe Stalker erst nachträglich gespielt. Denn ich hatte weder eine Xbox noch einen PC, auf dem das Spiel ordentlich lief. Und auf der Playstation kam Stalker erst im März raus. Ja, im März 2024.

Da mussten wir Sony-Leute ganz schön lange warten. Irgendwann zwischen dem ursprünglichen Release und der Playstation-Veröffentlichung habe ich aber doch einmal die verstrahlten Gebiete auf einem besseren PC unsicher gemacht. Und ja, obwohl das Ding mittlerweile auch schon fast 20 Jahre alt ist, kann Stalker noch so einiges.

Nicht nur die Story liefert ab, sondern auch die offene Spielwelt. Natürlich spielt die fantastische KI, die man absolut als richtungsweisend bezeichnen darf, ebenfalls eine große Rolle. Da muss ich eben zwischenfragen: Kennt ihr die Geschichte der KI aus Stalker? Falls nicht, fasse ich sie für euch einmal in einer schnellen Version zusammen:

Soldaten ruhen sich aus Quelle: GSC Game World

Intelligenz, die den Namen verdient

Die NPCs im ersten Teil waren zunächst so gut programmiert, dass sie Aufträge und Ziele von Spielern erledigen und somit das Spiel vor mir abschließen konnten. Das ging den Entwicklern allerdings ein wenig zu weit und so schraubten sie die Handlungsfähigkeiten der KI ein wenig zurück.

Für die damalige Zeit sind die Taktiken, die sich meine Gegner zurechtlegen, aber trotzdem beeindruckend: Sobald ich nachlade, greifen mich menschliche Feinde an, außerdem überraschen mich Soldaten gerne von der Seite. Das war damals schon cool und ist es noch immer.

Ich bin mir sicher, dass die KI in Stalker 2 (jetzt kaufen 8,99 € / 59,99 € ) nochmals einen gewaltigen Schritt nach vorne macht. Mittlerweile lege ich auf nachvollziehbares Verhalten von NPCs auch deutlich mehr wert als früher und daher freue ich mich sehr auf den Release.

Jetzt komme ich aber wieder zurück zum eigentlichen Punkt. Was für mich nämlich schon immer wichtig war, ist eine authentische Spielwelt.

Eine Stadt aus Stalker: Shadow of Chernobyl Quelle: GSC Game World

Die große Kunst der Welten

In Open-World-Titeln entscheiden meistens die Glaubwürdigkeit und die Lebendigkeit der Areale, ob ich ein Spiel mag oder eben nicht. Und auch das gelang Stalker bereits im Erstling ausgezeichnet. Dennoch erhoffe ich mir auch in dem Punkt für den zweiten Teil einen Fortschritt, denn was mittlerweile möglich ist, beweisen immer wieder Spiele von Rockstar und Co.

Klar, die Zone in Stalker ist verstrahlt und es wird in den Dörfern kein reges Treiben wie in GTA 5 geben. Das erwarte ich nicht und es wäre auch nicht realistisch. Doch ein Red Dead Redemption 2 zeigt beispielsweise, dass auch weniger dicht besiedelte Regionen bis in die hinterste Map-Ecke interessante Orte bieten können. Dort treffe ich immer wieder auf NPCs, die nicht nur als Statisten in der Weltgeschichte herumstehen, sondern mich sogar manchmal um einen Gefallen bitten. Mitunter entwickeln sich daraus sogar interessante Nebenquests. Und darauf kommt es an.

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