Star Citizen: Alle Infos zur neuen Alpha 3.14 und wo die Entwicklung steht
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Star Citizen ist eines der größten Projekte der Spielegeschichte. Mit fast 380 Millionen Dollar an Crowdfunding-Geld baut Chris Roberts an der umfangreichsten Weltraumsimulation aller Zeiten. Wir fassen zusammen, was in der neuen Alpha 3.14 steckt und wo die Entwicklung des Spiels allgemein steht.
Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit selbst. Der Traum vom Fliegen in Star Citizen ist ungefähr genauso alt - plus/minus ein paar Jahre. Okay, so schlimm ist es nicht, denn in Star Citizen kann ja nun schon seit ein paar Jahren durch das Stanton-System geflogen werden, es gibt kleine Missionen für Spieler und es kommt regelmäßig neuer Content dazu für das erste Sonnensystem im Spiel. Jetzt ist die Alpha 3.14 auf den Servern gelandet und das haben wir als Anlass genommen, eine Stippvisite für alle Interessierten über die neuesten Inhalte des Weltall-Traums von Chris Roberts durchzuführen.
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Willkommen auf Orison
Quelle: Cloud Imperium Games
Der Gasplanet Crusader ist der letzte Himmelskörper im Stanton-System, der ausgebaut wird.
Seit einigen Jahren ist für alle Backer der Eintritt in das Persistent Universe möglich, also das, was dem fertigen Spiel am nächsten kommt. Ein großes Universum, in dem man umherfliegt, auf Planeten und Stationen landet und Missionen erledigt. Bisher steht den Spielern mit Stanton aber nur ein Sonnensystem zur Verfügung, das sukzessive ausgebaut wird. Das Planetensystem fungiert dabei als Prototyp, in dem alle nötigen Techniken stecken, die für das restliche Universum nötig sind. Anschließend möchten die Entwickler rund um Chris Roberts das Ganze stärker skalieren und nur noch weitere, fertig designte Sonnensysteme nachliefern. Patch 3.14 symbolisiert dabei einen Meilenstein, denn mit dem Update wird Crusader, der letzte Planet des Stanton-Systems, ausgebaut. Auf diesem Gasriesen ist es natürlich schwierig zu landen, dennoch gibt es einen Ort, der zum Verweilen einlädt.
Die hübsche Wolkenstadt Orison ist die große neue Location. Kenner von Star Wars werden aufhorchen, denn die Stadt funktioniert im Grunde wie die Wolkenstadt auf Bespin. Orison schwebt nämlich ebenfalls über den Wolken des Gasriesen. Nur ist die Stadt dabei sehr viel aufgeteilter. Das sieht im Landeanflug nicht besonders schick aus, doch ist man gelandet und schaut vom Aussichtsdeck einer der Plattformen auf die restliche Stadt, versprüht sie durchaus ihren Charme.
Quelle: Cloud Imperium Games
Die Wolkenstadt Orison könnt ihr ab sofort mit eurem Raumschiff ansteuern und dort die Aussicht genießen.
Außer Sightseeing können Spieler auf Orison noch nicht viel machen. In diesem Punkt unterscheidet sich die neue Location nicht von anderen großen Stationen und Planeten in Stanton. Auch die Performance wackelt noch enorm. Das hängt unter anderem an der neuen Kern-Grafiktechnik, die mit Alpha 3.14 hinzugefügt wurde. Die Berechnung von volumetrischen Wolken soll mehr Realismus bieten. Gerade auf Crusader sieht es auch sehr schick aus, wie die Zuckerwatte-Wolken am Himmel entlangziehen. Nur ist die Wolkenberechnung extrem leistungshungrig. Falls ihr euch also wundert, warum das Spiel mehr als sonst stottert, dann checkt die Wolkeneinstellungen.
Mehr Gameplay
Auch neue Gameplaymechaniken sind im Update 3.14 enthalten. Darunter fällt die Überarbeitung des Power-Managements. Das erinnert an das System von Wing Commander oder Star Wars Squadrons. Auf Wunsch schiebt ihr mehr Energie auf die Schilde, Waffen und den Antrieb, was sich dann auf die anderen Systeme auswirkt. Habt ihr wenig Power im Antrieb, werdet ihr also auch träger.
Quelle: Cloud Imperium Games
Das Powermanagement wurde überarbeitet und verfeinert. Wie in Wing Commander verstellt ihr die Energiezufuhr zwischen Schilden, Antrieb und Waffensystemen.
Für einen besseren Überblick sorgt das neue Scan-System, das euer Radar erweitert. Per Knopfdruck scannt ihr die nähere Umgebung und erhaltet Infos über bestimmte Dinge in eurer Nähe. Zusätzlich hält noch der Ping Einzug, der automatisch Energiesignaturen findet, wie Funksprüche und ähnliches. Das funktioniert auch von Geschützkanzeln aus. Fliegt ihr also ein großes Schiff mit mehreren Waffenstellungen, können sich andere Spieler dort platzieren und ebenfalls pingen. Das Feature erweitert so das Multicrew-Gameplay.
Auch die Raketensteuerung wurde weiter ausgebaut. Mit dem neuen Raketen-Operater-System steuert ihr euer Arsenal noch präziser dahin, wo ihr es haben wollt.
Für die Rabauken im Star Citizen-Universum gibt es einen neuen Kniff im Rechtssystem. Ihr könnt euch jetzt auch ergeben, wenn ihr Mist gebaut habt. So werdet ihr also nicht mehr unweigerlich von der Hand des Gesetzes zu einem glühenden Klumpen Metallschrott geschossen.
Obendrauf gibt es noch das überarbeitete Schiffsmodell der Constellation Taurus und neue Schiffsinterfaces für alle.
Wo steht Star Citizen?
Update 3.14 bringt Star Citizen ein Stück weiter auf dem Weg zum vollen Spiel, doch eben auch nur wieder ein Mini-Stückchen. Ein Ende ist bislang noch nicht in Sicht.
Die nächsten Updates 3.15 bis 3.17 sind schon bis Anfang nächsten Jahres durchgeplant. Der große nächste Schritt, also die Alpha 4.0, ist noch ein gutes Stück entfernt. Diese Version soll dann direkt ein ganz neues Sonnensystem hinzufügen, das man in einer Präsentation im Jahr 2019 bereits kurz gezeigt hat. Seitdem wurde die Alpha 4.0 aber auf unbestimmte Zeit verschoben.
Quelle: Cloud Imperium Games
Alpha 4.0 soll mit "Pyro" gleich ein komplett neues Sonnensystem bieten.
Das hängt unter anderem auch stark an den Systemen im Hintergrund, an denen Cloud Imperium Games werkelt. Als Beispiel nehmen wir das sogenannte Server-Meshing. Das gilt als eines der Key-Features zum großen Spieleruniversum, denn diese Technik ist wichtig, um mehr Spieler auf die Server zu bekommen. Einfach gesagt soll die Technik ermöglichen, dass sich bestimmte Gebiete dynamisch auf mehrere Server aufteilen und auch wieder reduzieren lassen können.
Wenn nur zehn Spieler in einem Sonnensystem sind, braucht man nur einen Server. Kommen aber 200 Spieler auf ein und derselben Station dazu, benötigt es viel mehr Serverpower. Das Spiel muss also selbst entscheiden, wo mehr Rechenkraft nötig ist, welcher Spieler auf welchem Server ist und wie die Übergangslinie gehandhabt wird, wenn ein Spieler von einem in ein anderes Gebiet wechselt, das auf zwei unterschiedlichen Servern liegt.
Das Problem dabei ist, dass diese Technik vor Star Citizen so noch nicht existierte. Deswegen müssen die Entwickler hier alles selbst zusammenschrauben. Ist man wohlwollend, kann man durchaus behaupten, dass hier Stück für Stück Pionierarbeit geleistet wird. Die ersten Grundlagen dafür befinden sich auch schon im Spiel. Es ist aber durchaus legitim, sich die Frage zu stellen, ob das technisch am Ende überhaupt so möglich ist. Vielleicht sind diese Techniken nämlich doch nur Wolkenschlösser, die uns Chris Roberts hier auftischt und mit denen er mittlerweile schon fast 400 Millionen Dollar eingenommen hat. Es bleibt also zu hoffen und zu warten, dass Orison das einzige Wolkenschloss im Star Citizen-Universum bleibt.
