Star Fox für Nintendo Switch 2 im Test: Für wen sich der Rail-Shooter wirklich lohnt
Test
Auf den ersten Blick wirkt Star Fox erstaunlich einfach. Seine größte Stärke entfaltet der Rail-Shooter jedoch erst dann, wenn ihr auf Medaillenjagd geht, perfekte Runs anstrebt und euch an den zusätzlichen Herausforderungen versucht.
Zu den Highlights zählen in jedem Fall die Bosskämpfe. Fast jeder Levelabschnitt endet mit einem spektakulär inszenierten Kampf gegen eine riesige Maschine. Dabei reicht es meist nicht aus, einfach nur auf den Gegner zu feuern. Stattdessen müsst ihr Schwachstellen aufspüren, Angriffsmuster erkennen und den richtigen Moment für eure Gegenoffensive abpassen.
Quelle: PC Games
Am Ende der meisten Level wartet ein Boss auf euch, den ihr besiegen müsst.
Allerdings sollte man hier keine allzu große Herausforderung erwarten. Die meisten Bosse sind recht einfach zu durchschauen und oft schon nach wenigen Minuten besiegt. Das sorgt zwar für einen angenehmen Spielfluss, nimmt den Kämpfen aber auch ihre Dramatik. Gerade erfahrene Spieler werden sich vermutlich etwas mehr Gegenwehr wünschen.
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Arcade-Herausforderung statt komplexem Abenteuer
Star Fox präsentiert sich zunächst äußerst einsteigerfreundlich. Am Anfang gibt es ein Tutorial für die Steuerung und die wichtigsten Flugmanöver. Die Kampagne selbst kann auf drei Schwierigkeitsgraden gespielt werden, wobei die höchste Stufe erst freigeschaltet werden muss.
Wer nur die Geschichte erleben möchte, stößt selten auf größere Probleme. Um ein Level erfolgreich abzuschließen, genügt es meist, das Ende der jeweiligen Route zu erreichen und den Boss zu besiegen.
Quelle: PC Games
Die Herausforderung liegt nicht im Abschließen eines Levels, sondern im Verdienen von Medaillen.
Seine eigentliche Herausforderung entfaltet Star Fox jedoch erst, wenn ihr auf Medaillenjagd geht. Dafür müsst ihr nicht nur einen bestimmten Punktestand erreichen, sondern gleichzeitig sicherstellen, dass keines eurer Teammitglieder abgeschossen wird. Plötzlich werden Gegnerformationen, Bonusziele und die Funkrufe eurer Kameraden deutlich wichtiger. Genau hier kommt das klassische Arcade-Gefühl des Originals besonders gut zur Geltung.
Zusätzlich kann euch ein Fehler noch lange verfolgen. Wird beispielsweise Falco oder Slippy abgeschossen, bleibt der beschädigte Arwing für ein komplettes Level außer Gefecht. Dadurch ist es teilweise gar nicht mehr möglich, in der folgenden Mission eine Medaille zu erhalten. Das sorgt für zusätzlichen Druck und macht perfekte Durchläufe deutlich anspruchsvoller, kann aber auch schon mal in Frust enden.
Auch einige Zeitmissionen in den offenen Gebieten haben es durchaus in sich. Die vorgegebenen Limits sind teilweise überraschend streng gesetzt und verlangen ein nahezu fehlerfreies Verhalten in den jeweiligen Levels.
Quelle: PC Games
In den offeneren Arealen seid ihr nicht an eine unsichtbare Schiene gebunden und könnt euch in einem abgesteckten Areal frei bewegen.
Genau hier liegt auch der größte Kritikpunkt des Spiels. Star Fox richtet sich in erster Linie an Spieler, die Spaß daran haben, Levels zu perfektionieren, Highscores zu jagen und immer bessere Ergebnisse zu erzielen. Wer dagegen moderne Nintendo-Spiele mit umfangreicher Story, großen Open Worlds oder hunderten Stunden Spielzeit bevorzugt, wird sich von dem vergleichsweise simplen Arcade-Aufbau und überschaubaren Umfang schnell unterfordert fühlen. Star Fox ist ein Spiel für eine ganz bestimmte Zielgruppe. Darüber solltet ihr euch vor dem Kauf bewusst sein.
Zusatzmodi: Schlachten und Herausforderungen
Auch wenn Star Fox definitiv nicht zu den umfangreichsten Nintendo-Games gehört, bietet das Remake trotzdem noch zwei weitere Spielmodi. Neben einem Multiplayer-Modus gibt es auch noch spezielle Herausforderungen. In den Herausforderungen kehrt ihr in bereits freigeschaltete Level zurück und müsst dort bestimmte Aufgaben erfüllen. Lest auf der letzten Seite, was unser größtes Problem mit dem Remake ist und wie unser abschließendes Fazit ausfällt.
