Star Wars Outlaws: Meine Erfahrungen mit dem Wild-Card-DLC, Patch 1.4 und der PS5-Pro-Performance

Kolumne Matthias Dammes
Star Wars Outlaws: Meine Erfahrungen mit dem Wild-Card-DLC, Patch 1.4 und der PS5-Pro-Performance
Quelle: PC Games

Der erste DLC für Star Wars Outlaws und Patch 1.4 mit vielen Verbesserungen sind raus. Grund genug für Matthias, noch mal in das Spiel reinzuschauen.

Eines muss man Ubisoft ja lassen: Auch wenn ein Spiel nicht mit dem Erfolg durchstartet, den man sich bei den Franzosen vielleicht erhofft hatte, werfen sie nicht so schnell das Handtuch. So wird seit einem Jahr, von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, neuer Content für Avatar: Frontiers of Pandora nachgeschoben und auch an Star Wars Outlaws wird weiter kräftig gewerkelt. Ende letzter Woche sind dabei nun gleich mehrere Umstände zusammengekommen, die mich dazu bewegt haben, mal wieder mit Key Vess durch die Galaxie zu streifen.

So wurde mit Wild Card der erste DLC für das Action-Adventure veröffentlicht. Darin versprechen die Entwickler einen spannenden Raubzug mit Lando Calrissian, Glücksspiel und imperialen Intrigen. Zusammen mit den neuen Inhalten wurde auch das Titleupdate 1.4 veröffentlicht, in dem die Macher unter anderem diverse Gameplay-Änderungen vorgenommen haben. Dazu dann noch meine neue PS5 Pro und schon hatte ich genug Antrieb, Star Wars Outlaws (jetzt kaufen 69,99 € / 62,99 € ) wieder zu installieren.

Ich habe da ein ganz mieses Gefühl

Komme ich zunächst einmal zum DLC. Denn neue Inhalte sind schließlich immer noch die größte Motivation, mal wieder in ein Spiel hineinzuschauen. Wild Card ist das erste von zwei geplanten Story-Paketen, die für Star Wars Outlaws angekündigt sind und im Rahmen des Season Pass erscheinen sollen. Zwar freue ich mich deutlich mehr auf den zweiten DLC, in dem der berüchtigte Pirat Hondo Ohnaka einen Auftritt haben wird, aber ein Casino-Raubzug mit dem notorischen Zocker Lando Calrissian klingt auch nicht schlecht.

Kay Vess wird eher unfreiwillig dazu bewegt, sich auf die Suche nach einem Casino-Schiff zu machen und in ein hoch dotiertes Sabacc-Turnier einzuschleusen. Dabei trifft sie auch auf Lando, der sich eine solche Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen kann. Aber natürlich verläuft nichts nach Plan und schließlich müssen es die beiden Schurken mit korrupten Imperialen aufnehmen, um diese davon abzuhalten, wichtige Informationen zu ergattern, die der Rebellion schaden können.

Gut gefallen hat mir die erste Hälfte des DLC, als es weniger um Kämpfe ging und ich stattdessen in bester Detektiv-Manier auf dem Casino-Schiff unterwegs bin, um irgendwie Zugang zum Turnier zu bekommen. Dazu belausche ich unauffällig andere Gäste, hacke Terminals und durchsuche fremde Hotelzimmer. Das Sabacc-Spiel selbst ist toll inszeniert, aber an vielen Stellen auch gescriptet, sodass es zu dem vom Spiel gewünschten Ergebnis führt.

Danach geht es dann eher klassisch weiter, mit Kämpfen gegen Söldner und Imperiale, Speeder-Fahrten über Toshara und Schleichpassagen in der Basis des imperialen Gouverneurs. Letztere sind inzwischen allerdings optional, doch dazu gleich mehr, wenn ich über den Patch 1.4 spreche. Zum DLC will ich abschließend noch sagen, dass ich Spaß mit der netten kleinen Geschichte hatte, ohne jetzt jedoch vom Hocker gerissen worden zu sein. Ich mag das neue schicke Kleidungsset für Kay, das Boni für Sabacc-Spiele bietet, und Lando in Action zu sehen war super. Leider war es nach rund zweieinhalb Stunden auch schon wieder vorbei. Bei einem Einzelpreis von 15 Euro für den DLC für den einen oder anderen vielleicht ein bisschen wenig.

Bildergalerie

Besser schleichen und kämpfen

Doch nun zum bereits erwähnten Patch. Mit dem bisher größten Update für Star Wars Outlaws haben die Entwickler von Massive Entertainment einige Änderungen am Kampf- und Stealth-Gameplay vorgenommen. Ziel war es, dem Spieler mehr Entscheidungsfreiheit zu geben, wie sie bestimmte Situationen angehen wollen. Beim Schleichen wurde unter anderen die Art und Weise, wie Gegner mich entdecken, verbessert. Außerdem gibt es keine Stellen im Spiel mehr, wo lautloses Vorgehen zwingend gefordert wird.

Die Änderungen von Patch 1.4 machen aus Outlaws jetzt kein vollkommen neues Spiel. Aber ich hatte durchaus das Gefühl, dass sich alles ein wenig besser anfühlte, als ich mich durch eine imperiale Anlage schlich. Und wenn ich doch mal verkackt hatte, wurde der Rest des Encounters halt im offenen Feuergefecht ausgetragen. Dabei hat mir besonders gut gefallen, dass ich die Waffen von Gegnern jetzt nicht bei jeder Gelegenheit wieder fallen lasse. Wenn ich mit Key eine Leiter erklimme, um mich in eine bessere Position zu bringen, schnallt sie sich die Knarre auf den Rücken und ich kann sie oben dann weiterverwenden. Wunderbar.

Key schleicht sich durch eine imperiale Basis, im Hintergrund ein Lambda-Shuttle Quelle: PC Games Bei der Fahrt mit dem Speeder über Toshara ist mir zudem sehr wohlwollend aufgefallen, dass das Düsen über die Planetenoberfläche jetzt viel angenehmer vonstattengeht. Ich bleibe nicht mehr an jedem kleinen Steinchen oder Pflänzchen hängen und kann stattdessen ungestört durch die Landschaft brettern. Das ist zwar bereits mit einem der vorherigen Patches verbessert worden, aber da ich seit Release das erste Mal wieder spiele, hielt ich es für erwähnenswert. Gerade, weil es die Open-World-Erkundung so viel angenehmer macht.

PS5 Pro bringt wenig

Enttäuscht war ich leider von den Auswirkungen des Umstiegs auf die PS5 Pro. Das begann schon damit, dass ich zunächst erst einmal verwirrt nach den Einstellungen der Grafikmodi gesucht habe, bis ich schließlich auf die Information gestoßen bin, dass es auf der PS5 Pro keine verschiedenen Modi mehr gibt. Stattdessen läuft das Spiel immer im 60FPS-Performance-Modus. Das wäre grundsätzlich für mich auch kein Problem, da einer meiner Gründe für die Anschaffung der Pro ja war, mehr Spiele in 60 FPS erleben zu können.

Allerdings sieht der Performance-Modus von Star Wars Outlaws auch auf der PS5 Pro weiterhin nicht sonderlich gut aus. Das Upscaling macht sich weiterhin besonders in den großen offenen Gebieten durch krümelige Darstellung sehr stark bemerkbar. Da hätte ich schon gerne mal vergleichsweise gesehen, ob ein 30FPS-Modus bessere Auflösungen schafft und dadurch nicht mehr so stark durch sein Upscaling auffällt. Auch scheint Outlaws nicht den neuen PSSR-Upscaler der Pro zu nutzen, der weichere Ergebnisse erzielen soll.

Ich hoffe, die Entwickler von Massive Entertainment schauen sich noch einmal etwas genauer an, was man zum Wohle der optischen Qualität noch aus der Leistung der PS5 Pro herausholen kann. Ansonsten bin ich gespannt, an welchen Verbesserungen das Team in den kommenden Monaten noch arbeiten wird. Dass sie gewillt sind, das Spiel weiter zu verbessern, haben die Macher ja mehr als deutlich gemacht. Spätestens wenn im Frühling 2025 wie geplant mit A Pirates Fortune der zweite DLC erscheint, werde ich wieder reinschauen.

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