Star Wars: Zero Company - Nicht nur XCOM-Kopie, sondern Weiterentwicklung des Genres
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Star Wars: Zero Company wird von ehemaligen XCOM-Machern entwickelt, doch wie viel vom großen Vorbild steckt drin und welche eigenen Ideen hat der Titel?
Mit Star Wars: Zero Company betritt das beliebte Universum spielerisches Neuland. Es ist nicht nur das erste Spiel für die Entwickler von Bit Reactor, sondern auch das erste rundenbasierte Taktikspiel in der weit entfernten Galaxie. Allgemein sind Ausflüge in den Strategiesektor für Star Wars ja leider eher selten. Neben dem grandiosen Empire at War gab es da bisher kaum etwas.
Aufgrund seines Genres und des Ursprungs von Bit Reactor, dessen Kernteam aus einer Reihe von Firaxis-Veteranen besteht, sind Vergleiche von Zero Company mit dem großen Vorbild XCOM unausweichlich. Doch wie viel XCOM steckt wirklich im Spiel und wo will sich der Titel beim Gameplay klar vom Bruder im Geiste unterscheiden? Diesen Fragen sind wir im Gespräch mit den Entwicklern auf den Grund gegangen.
XCOM nicht einfach nachbauen
Das Team von Bit Reactor versucht auf jeden Fall nicht zu verbergen, dass XCOM ein großer Teil seiner Vergangenheit ist, und die Arbeit an diesen Spielen ohne Zweifel auch Einfluss auf Design-Entscheidungen für Zero Company hatte.
Für die Entwickler dienen diese Erfahrungen als gute Basis, auf der sie die Fortschritte aufbauen, die sie mit Zero Company erreichen wollen. Dennoch ging es dabei nie darum, einfach nur das nächste XCOM im Star-Wars-Gewand zu machen.
Im Mittelpunkt der Entwicklung stand zunächst hauptsächlich Star Wars und eine authentische Umsetzung des Universums im Taktikgenre. Klar hat es dabei auch Features aus XCOM gegeben, die gut gepasst haben und deshalb übernommen wurden.
Kein 99-Prozent-Trefferchance-Frust
Dennoch haben die Entwickler auch viel Arbeit in neue Ideen und Features gesteckt. Als Beispiel nennt uns Lead Designer James Brawley dafür das Bond-System, das in Zero Company noch wesentlich direkter in die Taktik eingreift, als man das bisher gewohnt war. Ein ganz wichtiger Aspekt für den Designer ist auch die Berechnung der Trefferchance.
Quelle: Electronic Arts / Lucasfilm
Solange es keine beeinträchtigenden Faktoren gibt, arbeitet Zero Company stets mit einer Basis-Trefferchance von 100 Prozent.
Während XCOM von einem Basiswert von 65 Prozent ausgeht, ist die Basis in Zero Company immer 100 Prozent. Wer es schafft, alle reduzierenden Faktoren zu eliminieren, wird also vom Spiel mit einem garantierten Treffer belohnt. Auf diese Weise wollte das Team einen frustrierenden Aspekt des großen Vorbilds umgehen, wo die Fehlschüsse trotz 99 Prozent Trefferchance zu berüchtigten Frustfaktoren geworden sind.
Coole Kombos und die Suche nach Balance
Für Senior Producer Jim Vessella von Respawn Entertainment ist es vor allem die Freiheit bei der Charakteranpassung im Bereich von Waffen, Spezialisierungen, Talenten und Modifikationen, die er hervorheben möchte.
Bei alldem war es den Entwicklern vor allem auch wichtig, die richtige Balance für XCOM- und Taktikveteranen sowie Neueinsteiger im Genre zu finden. Denn Star Wars als Marke wird mit Sicherheit auch Spieler anlocken, die sich zuvor vielleicht noch nie an ein rundenbasiertes Taktikspiel gewagt haben.
Auch wenn es schwer ist, hofft das Team in dieser Hinsicht, alles richtig gemacht zu haben. Genauso wie Star Wars für jedermann ist, soll auch Zero Company für jedermann sein - aber ohne die taktische Tiefe, die sich Genreprofis wünschen, zu opfern. Ob den Machern von Bit Reactor das wirklich gelungen ist, wird sich dann in der finalen Fassung zeigen.
Lesetipp: Hier findet ihr alle bisher erschienenen Artikel zu unserem exklusiven Studiobesuch bei Star Wars: Zero Company:
- Star Wars: Zero Company ist mehr als nur XCOM mit Lichtschwertern
- Wir haben es gespielt! Stellt uns eure Fragen zur Taktikhoffnung
- Wer sind die Entwickler von Bit Reactor und welche Vision verfolgen sie?
- Die Rolle von Vince Zampella bei der Entstehung des Projekts
- Wie ein neues Star-Wars-Spiel seine eigene Identität findet
- Permadeath und zyklischer Ablauf geben Zero Company die Würze
- Die Gruppendynamik wurde von Star Wars: Rebels inspiriert
- Spannende Story trotz sterbender Charaktere, geht das?
- Der Krieg unter dem Krieg: Ein neuer Blick auf die Klonkriege
- Herausforderungen wie Jedi und die richtigen Squad-Größe
Star Wars: Zero Company wird von Bit Reactor in Kooperation mit Respawn Entertainment und Lucasfilm Games entwickelt. Vertrieben wird das Spiel von Electronic Arts. Erscheinen soll das Rundentaktikspiel 2026 auf PC, Playstation 5 und Xbox Series S/X. Transparenzhinweis: Zur Erstellung dieses Artikels hat Publisher Electronic Arts Reise und Übernachtung zum Studiobesuch bezahlt.
