Dieser Titel wartet auf eine sehr spezielle Kundenklientel die nichts gegen den knackigen Schwierigkeitsgrad hat.
Divergenz zwischen Augen, Ohren und Händen
Stoked: Big Air Edition
Betrachtet man Stoked von rein technischer Seite ergibt sich ebenfalls ein klares Ungleichgewicht. Grundsätzlich überzeugen kann die Steuerung. Diese funktioniert nämlich ausgezeichnet und lässt den Spieler im Gegensatz zum restlichen Spiel beinahe nicht im Stich. Und verpatzt man einmal einen Trick, wenn man ihn denn beherrscht, weiß man sofort, dass es entweder am falschen Timing beim Absprung oder der kleinen Drehung am Ende lag. Dabei fällt es auch weniger ins Gewicht, dass sich Bandai Namco wohl bei den Eingabebefehlen der Trittbrettfahrer von EAs Skate-Serie bedienten. Was sich auf Asphalt bewährt ist in diesem Fall auch in luftiger Höhe und auf meterhohen Schneemassen nicht verkehrt. So lenkt ihr euren Boarder mit dem linken Stick in alle nötigen Richtungen und lasst mit dem rechten Stick atemberaubende Manöver aus dem Repertoire. Stets treue Begleiter sind in diesem Fall die beiden Schultertasten. So ist mit zwei Sticks und vier Tasten die gesamte Steuerung einfach, sachlich und funktionell auf den Controller verteilt. Und auch auf die Ohren gibt es Qualitätsware. Der Soundtrack beschallt euch mit fetzigem Rock, Rap aus verschiedenen Ländern wie u. a. der Schweiz und Hip-Hop. Einziges Problemkind auf technischer Seite ist die optische Präsentation. Diese ist zwar beileibe nicht schlecht, glänzt jedoch auch nicht mit Effekten. Stattdessen sorgt der weiße Schnee bald für einen grauen Boarder-Alltag. Die Neuauflage sieht unserer Meinung nach zu sehr wie das Basismodell aus und geht wenige eigene Wege. Denn so ist das Spiel auch mit seiner aufpolierten Optik nicht allzu weit vom Prädikat "unnötiges Add-On" entfernt.
