Valheim im Ghibli-Stil: Stormforge setzt stark auf die Beteiligung der Community, hat aber noch viel Arbeit vor sich
Special
Die Open-World von Stormforge soll besonders von einer starken Beteiligung der Community profitieren. Hier sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Im fertigen Spiel soll es eine Vielzahl an verschiedenen Klassen zur Auswahl geben. Wie viele genau es sein werden, haben die Entwickler allerdings noch nicht verraten. Was wir aber wissen, ist, dass wir maximal zwei der Klassen miteinander kombinieren können. Völlig überpowerte Builds zu erstellen, mit den Fähigkeiten aller möglichen Spezialisierungen, geht also nicht.
Während der Vorschau haben wir zudem Kämpfe gegen kleinere Gegner und einen Bosskampf sehen können. Und auch die haben uns stark an die Kampfmechaniken in Valheim erinnert. Im Nah- oder Fernkampf stürzen wir uns ins Gefecht, weichen aus und blocken gegnerische Attacken. Das Kämpfen und Ausweichen läuft schon jetzt sehr flüssig und auch der Waffenwechsel ist nahtlos in den Kampf eingebunden.
Der Gesundheitszustand des Gegners wird uns dabei über einen roten Balken über dessen Kopf angezeigt. Ist ein Gegner besiegt, verpufft er, wie bei Valheim, und lässt mit Glück ein nützliches Item fallen.
Auch in Stormforge brauchen wir für die Beschwörung des Bossgegners ein bestimmtes Item, das wir auf dem entsprechenden Altar ablegen müssen. Anschließend beginnt der Kampf. In der Welt von Sorana wird es viele verschiedene Bosse geben, die unterschiedlich aussehen und eigene Eigenschaften haben werden. Wir durften uns einem Felsenmonster entgegenstellen. Sobald der Boss besiegt ist, wird der Bereich des Landes, über den er Gewalt hatte, von den zerstörerischen Stürmen befreit und die Natur erstrahlt wieder in voller Pracht.
Quelle: Roboto Games
An den Stellen, an denen die Stürme durchbrechen, lauern herausfordernde Bossgegner, die alles daran setzen, die Dunkelheit aufrechtzuerhalten.
Falls wir im Spiel einmal sterben sollten, werden wir dafür allerdings weniger hart bestraft als im geistigen Vorgänger. Bei normalen Einstellungen behalten wir all unsere Items und Ausrüstungsgegenstände und können uns direkt wieder in den nächsten Kampf stürzen. Also kein panisches Suchen nach unserer Leiche mehr. Wem das jedoch zu einfach ist, der wird in den Einstellungen den Schwierigkeitsgrad entsprechend anheben können, sodass zum Beispiel das Inventar beim Tod verloren geht - oder mehr.
Starker Fokus auf die Community
Was Stormforge aber besonders interessant machen soll, ist die intensive Einbindung der Community. Denn über den Steam-Workshop wird jeder die Möglichkeit haben, eigene Kreationen in die Spielwelt zu integrieren und diese für andere Spieler online zur Verfügung zu stellen.
Das Modden ist dabei simpel aufgebaut, also keine Sorge, ausgefeilte Programmierfähigkeiten sind nicht notwendig, um Stormforge eine eigene Note zu verpassen. Und unserer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wir wollen ein düsteres Gothic-Schloss voller Vampire in unsere Welt setzen? Kein Problem! Neue ausgefallene Waffen designen oder Gegnern unnötige Eigenschaften verpassen, wie dass bei jedem Treffer ein Tier spawnt? Zwei Klicks und wir können uns an dieser Kreation erfreuen.
Bildergalerie
Dabei hoffen die Entwickler auf eine starke Beteiligung seitens der Community, sodass sich schnell eine große Datenbank mit zahlreichen verschiedenen Mods aufbauen wird, an der sich alle Spieler erfreuen können.
Das Modding-System sowie der Download aller Kreationen stehen dabei jedem völlig kostenlos zur Verfügung. Allerdings haben bereits einige professionelle Modder bei Roboto Games angefragt, ob sie ihre Inhalte kostenpflichtig zur Verfügung stellen könnten. Bisher gibt es dazu noch keine konkreten Pläne. Es ist aber durchaus möglich, dass professionell entwickelte Mods ein paar Zusatzkosten nach sich ziehen werden.
Meinung
Stormforge hat noch eine stürmische Zeit vor sich
In Stormforge stecken bereits jetzt viele gute Ideen. Die Inspiration von einem der erfolgreichsten Indie-Survival-Spiele der letzten Jahre ist deutlich spürbar und die Umsetzung kann sich wirklich sehen lassen. Allerdings haben die Entwickler bis zum geplanten Start in den Early Access Anfang bis Mitte 2026 noch einiges zu tun.
Bis zum Release sollen noch NPCs, Story, Farming- und Taming-Features eingebaut und an verschiedenen Details, Tutorials und der Performance geschraubt werden. Für das kleine Team ist das bereits eine Mammutaufgabe, die vermuten lässt, dass der geplante Start nicht eingehalten werden kann.
Dennoch haben wir schon in der sehr frühen Version, die wir spielen durften, viel Potenzial entdeckt, wodurch Stormforge sich zu einem beliebten Titel für Survival-Spieler entwickeln könnte. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie es mit dem Spiel weitergeht und welche neuen Ideen die Entwickler noch einbauen werden. Die brennende Leidenschaft der Entwickler für Survival-Spiele, die sowohl allein als auch im Koop überzeugen, war auf jeden Fall deutlich spürbar und gibt uns Hoffnung auf die Zukunft von Stromforge.
