Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin im Test + Video: Action-Gewitter mit Problemen auf PS4
Test
Stranger than fiction: Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin ist ein Action-Game und teilweise ein bizarres Vergnügen - aber ist es auch schlecht? Was ihr euch vom neuen Werk der Nioh-Macher Team Ninja erwarten könnt, erfahrt ihr in unserem Test für PS4 und PS5.
Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin ist, wie es der Name bereits andeutet, ein Final Fantasy-Spin-off, entwickelt von Team Ninja - Serienvorkenntnisse zu umfangreichen JRPG-Reihe von Square Enix sind nicht nötig, Fanservice gibt es aber viel. Das japanische Studio machte sich in der Vergangenheit einen Namen mit Action-Games wie Nioh, Nioh 2 oder dem Klassiker Ninja Gaiden (hier lest ihr unseren Test zur 2021 erschienenen Collection). Bei diesen Titeln gibt es zwar Hintergrundgeschichten, sie dienten aber eher als Vorwand für die Helden, um alles kurz und klein zu hauen, was ihnen in die Quere kam.
An Details der Handlung dieser Spiele können sich wahrscheinlich die wenigsten nach einem Jahr oder länger noch erinnern. Da die Gemetzel so viel Spaß bereiteten, ist das aber nicht weiter schlimm. Bei Final Fantasy spielt die Story üblicherweise jedoch stets eine wichtige Rolle - ob das auch bei Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin (jetzt kaufen ) der Fall ist, oder ob wir wieder hauptsächlich Bösewichter mit den Fäusten zurechtweisen, erfahrt ihr in unserem Test!
In diesem Artikel
"Bullshit"-Jack
Quelle: PC Games
In Cutscenes, aber auch im Spiel selbst bekommen wir teilweise wunderschöne Umgebungen zu Gesicht.
Der Prolog von Stranger of Paradise ist kurz und soll lediglich die Rahmenbedingungen der Geschichte aufzeigen. Wir spielen Jack, einen wortkargen Typen, der nur ein Ziel hat: Chaos besiegen. Warum er das will, wissen anfangs weder er noch wir, nicht einmal seine Kameraden Jed und Ash, die das gleiche Ziel verfolgen, haben mehr Ahnung.
Jedes Mal, wenn ein Charakter zu Erklärungen ansetzt - zu Problemen eines Königreichs, der eigenen Herkunft oder etwas anderem - unterbricht ihn Held Jack und will lieber wissen, was zu tun ist, um Chaos zu bezwingen. So entsteht der epische Trailer-Moment, in dem ein Nebencharakter einen Monolog führt, Jack am Ende nur "Bullshit" entgegnet, einen Metal-Song auf seinem Handy startet und die Szene verlässt. Alles, was keine direkte Information zu Chaos ist? Vollkommen nutzlos für Jack.
Ist die Story also irrelevant? In den ersten Stunden würden wir die Frage mit einem eindeutigen Ja beantworten. Während wir Chaos jedoch näherkommen, erfahren wir immer mehr darüber, wer oder was Chaos überhaupt ist und wieso unsere Spielfigur ihn oder es unbedingt ausschalten möchte.
Quelle: PC Games
Mit den mächtigen Finisher-Angriffen nehmen wir Feinde fachgerecht auseinander – auch Bosse!
Die Story entpuppt sich als eine verzwickte Geschichte, die uns nach anfänglichem Zweifel mit einigen Wendungen tatsächlich packte. Allzu viel Zeit lässt sich Team Ninja jedoch nicht mit dem Erzählen der Story, im Vordergrund steht das Action-Gameplay. Auch unsere Team-Kameraden sind uns weitestgehend egal.
An manchen Stellen versucht das Spiel vergebens, uns ihnen gegenüber Emotionen entwickeln zu lassen, da wir aber zu wenig von ihnen erfahren, sind sie uns ebenso egal, wie Jack alles abseits von Chaos.
Uuuuuuund Action!
Kommen wir zum Kernstück des Spiels: die Kämpfe! Stranger of Paradise ist mit jeder Faser seiner Existenz ein Action-Spektakel. Jack ist zwar kein großartiger Reden-, dafür aber ein umso besserer Schwertschwinger. Mit zwei NPC-Kumpanen oder Mitspielern begeben wir uns in Missionen, die aufgebaut sind wie Raids in MMORPGs:
Wir schnetzeln uns zu fetzigen Soundtracks, die von Rock bis hin zu elektronischer Musik reichen, durch Dungeons, sammeln Ausrüstung für uns und unsere NPC-Kollegen, am Ende wartet ein fieser Bossgegner. Dabei zeigt sich die Expertise von Team Ninja in der Action-Sparte:
Unser Spielcharakter reagiert dabei unglaublich schnell auf unsere Eingaben, wodurch sich Angriff, Ausweichen und Block perfekt timen lassen. Da Widersacher ihre Attacken stets mit einer kleinen Animation ankündigen, entsteht ein überaus reaktiver Gameplay-Fluss, der zum Weiterspielen motiviert.
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