Subnautica 2: Krafton über Ex-Chefs: "Auf Rechtsstreitigkeiten zurückgegriffen, um eine unverdiente Vergütung zu fordern"

News Jonas Herrmann
Subnautica 2: Krafton über Ex-Chefs: "Auf Rechtsstreitigkeiten zurückgegriffen, um eine unverdiente Vergütung zu fordern"
Quelle: Unknown Worlds Entertainment

Der Streit um Subnautica 2 geht weiter. Nun hat sich Publisher Krafton ausführlich zu den Vorwürfen aus der Anklage der drei ehemaligen Chef-Entwickler geäußert und trifft eine harte Anschuldigung.

Das Drama rund um das noch nicht erschienene Survivalspiel Subnautica 2 geht in die nächste Runde. Nachdem die drei aus dem Nichts entlassenden Hauptentwickler Klage gegen Publisher Krafton eingereicht hatten, gibt es jetzt eine Antwort auf diesen rechtlichen Schritt. Krafton weist dabei alle Vorwürfe von sich und bezichtigt die gegnerische Partei als alleine auf den persönlichen Gewinn fokussiert.

Das Drama hatte begonnen, als Krafton Anfang Juli und kurz vor dem geplanten Early-Access-Release von Subnautica 2plötzlich die Studio-Führung austauschte. Charlie Cleveland, der Designer und Direktor des ersten Subnautica, der CEO Ted Gill und der Co-Founder Max McGuire wurden entlassen. In der Folge tauchten immer wieder neue Details und Vorwürfe von beiden Seiten auf.

Krafton äußert sich zur Klage

Ziemlich schnell wurde klar, dass es bei den Streitigkeiten nicht alleine um kreative Differenzen oder unterschiedliche Ansichten hinsichtlich des Entwicklungsstands von Subnautica 2 ging, sondern auch um sehr viel Geld. 250 Millionen US-Dollar sollen demnach an gewisse Entwicklungsfortschritte geknüpft gewesen sein. Darunter auch der Early-Access-Release im Jahr 2025.

Die drei entlassenen Studio-Köpfe behaupten, Krafton habe das Drama inszeniert und sie diskreditiert, um das Spiel nach hinten schieben zu können und so den Bonus einbehalten zu können. Das Geld hätte man eh in das Studio investiert, genau wie bei vorhergehenden Zahlungseingängen. Krafton stellt den Fall in ihrem Statement natürlich anders dar.

Dem Publisher zufolge wäre es Cleveland, Gill und McGuire von Anfang an nur um das Geld gegangen. Die drei Entwickler hätten schon kurz nach der Übernahme durch Krafton das Interesse am eigentlichen Spiel verloren. All ihre Entscheidungen seien in der Folge nur darauf ausgerichtet gewesen, möglichst viel Geld zu verdienen und den Bonus abzustauben. Auch die Klage sei nur ein Vorwand, "um eine unverdiente Vergütung zu fordern".

Schon im März 2024 habe man Probleme bei Subnautica 2 angesprochen, die jedoch nicht ernst genommen wurden. Unknown Worlds habe darauf bestanden, das Spiel in unfertigem Zustand auf jeden Fall 2025 zu veröffentlichen. Den ehemaligen Studio-Bossen wird zudem vorgeworfen, sie hätten haufenweise Dateien illegal heruntergeladen, um das Spiel auf eigene Faust herauszubringen. Das letzte Wort ist in diesem Fall defintiv noch nicht gesprchen.

Quelle: Krafton via RockPaperShotgun

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