Super Smash Bros. Ultimate Review Seite 2: Geisterkämpfe, Klassischer Modus, fehlende Modi, Trophäen, All-Star-Modus und mehr

Test Lukas Schmid
Super Smash Bros. Ultimate Review Seite 2: Geisterkämpfe, Klassischer Modus, fehlende Modi, Trophäen, All-Star-Modus und mehr
Quelle: Nintendo

Review zu Super Smash Bros. Ultimate: Mit Nintendos Prügel-Sause erscheint das mit weitem Abstand am heißesten herbeigesehnte Switch-Spiel des Jahres und schickt mehr Nintendo-Recken in die Schlacht als jemals zuvor. Das ultimative Paket oder eine ultimative Enttäuschung? In unserem großen Test inklusive Testvideo klären wir darüber auf, wie gut das Gekloppe geworden ist!

Geistreiche Unterstützung

Im Klassischen Modus schlägt sich jeder der Kämpfer durch eine an ihn angepasste Kampagne. Auf den Jungen Link etwa warten ausschließlich Gegner aus Hyrule. Quelle: PC Games Im Klassischen Modus schlägt sich jeder der Kämpfer durch eine an ihn angepasste Kampagne. Auf den Jungen Link etwa warten ausschließlich Gegner aus Hyrule.

Die sekundären Unterstützer sind dazu da, uns etwa Resistenz gegen giftige Böden zu geben oder uns in Auseinandersetzungen, die primär auf Fernkampf ausgelegt sind, von Haus aus mit einer Feuerwaffe starten zu lassen. Jawohl, so gut wie alle Gefechte im Storymodus finden nämlich unter bestimmten Voraussetzungen statt, meistens entsprechend dem Geist, den man freischaltet. Mit den vorhandenen Kämpfern sowie mittels Helfertrophäen - temporär erscheinenden Figuren, die wir mittels Item an unsere Seite rufen können - werden nämlich die Charakteristika und Fähigkeiten der Geister so gut wie möglich simuliert.

Nach Abschluss des Klassischen Modus dürfen wir uns wieder einmal in einem interaktiven Abspann beweisen. Dabei können wir sogar neue Inhalte freispielen. Quelle: PC Games Nach Abschluss des Klassischen Modus dürfen wir uns wieder einmal in einem interaktiven Abspann beweisen. Dabei können wir sogar neue Inhalte freispielen. Eine sehr nette Idee - und angesichts unzähliger Geisterkämpfe in der Kampagne und in einem weiteren Modus - dem wir uns gleich widmen - auch ein ganz schöner Aufwand. Simpel zusammengefasst, handelt es sich bei den Geistern also um Loot und der Story-Modus dreht sich darum, so viel wie möglich davon zu ergattern. Bezüglich der Handlung wird nämlich kaum etwas geboten, über den Eröffnungsfilm geht sie kaum hinaus. Es zeichnet das Spiel aus, dass wir trotzdem stets motiviert waren, weiterzuspielen. Keine Frage, dank Stern der Irrenden Lichter kommen in Super Smash Bros. Ultimate auch reine Solisten definitiv auf ihre Spielspaß-Kosten!

Massig Modi

Im Trainings-Modus können wir alle Stages, Items, Kämpfer und mehr in aller Ruhe ausprobieren. Quelle: PC Games Im Trainings-Modus können wir alle Stages, Items, Kämpfer und mehr in aller Ruhe ausprobieren. Und Stern der Irrenden Lichter ist noch nicht alles, was spezifisch für Einzelgänger enthalten ist. Auf der sogenannten Geistertafel haben wir die Möglichkeit, weitere Geister für die Story-Kampagne sowie die anderen Modi des Spiels freizuschalten, in denen sie verwendet werden können. Auf einem stetig wachsenden Bord wählen wir hier Kämpfe aus, die unter ähnlichen Spezialbedingungen bestritten werden müssen wie jene in der Kampagne. Alle paar Minuten wechselt die Auswahl und um besonders starke oder seltene Varianten freizuschalten, muss man teilweise ganz schön knifflige Herausforderungen bestehen.

Als weiterer großer Solo-­Anreiz - der allerdings auch zu zweit im Koop bestritten werden kann - wartet der Die Oberwelt-Map der Story-Kampagne ist wirklich ungemein schön gestaltet und steckt voller kleiner und großer Geheimnisse. Quelle: PC Games Die Oberwelt-Map der Story-Kampagne ist wirklich ungemein schön gestaltet und steckt voller kleiner und großer Geheimnisse. Modus Klassisch auf uns. Schon aus den Vorgängern bekannt, treten wir hier mit den unterschiedlichen Figuren in mehreren Kämpfen hintereinander gegen Feinde und schlussendlich gegen einen finalen Boss an. Als neuer Ansatz ist es diesmal so, dass die Gefechte nicht beliebig gewählt werden, sondern auf jeden Kämpfer eine fixe Auswahl an Kämpfen zukommt, die alle unter einem bestimmten Motto stehen. König Dedede etwa tritt gegen alle Royalisten in der Kämpferriege an, Lucas prügelt sich ausschließlich mit paranormalen Widersachern und Toon Link begibt sich in bester Four Swords-Manier mit drei andersfarbigen Gehilfen in die Schlachten.

Missing in Action

Nach jeder Schlacht sehen wir auf dem Ergebnisbildschirm all die Kleinode, die wir freigeschaltet haben. Quelle: PC Games Nach jeder Schlacht sehen wir auf dem Ergebnisbildschirm all die Kleinode, die wir freigeschaltet haben. Alles sehr unterhaltsam und einige der Ideen sind wirklich gelungen. Jedoch hätten wir es gut gefunden, wäre Nintendo hier noch ein wenig mehr auf die Spezifika der Kämpfer eingegangen und hätte etwas verrücktere Einfälle gewagt. Außerdem ist es zutiefst schade, dass der bisher immer in den Klassisch-Modus integrierte, aber auch separat auswählbare Target Smash, in dem wir so schnell wie möglich zehn Zielscheiben zerstören müssen, ersatzlos gestrichen wurde. Als Auflockerung zwischen den Kämpfen erwartet uns nun nur noch ein für jeden Kämpfer gleiches, mäßig unterhaltsames Lauflevel. Wir verstehen, dass 74 Target-Smash-Varianten ein ganz schöner Programmieraufwand gewesen wären, aber der Modus war bisher ein sehr beliebter Serienstandard.

Alleine mit der gigantischen Musikauswahl kann man schon Stunden des fröhlichen Lauschens verbringen! Quelle: PC Games Alleine mit der gigantischen Musikauswahl kann man schon Stunden des fröhlichen Lauschens verbringen! Ebenso wie der ebenfalls nicht enthaltene Homerun Contest, in dem wir einen Sandsack so weit wie möglich schleudern müssen. Dass er nicht enthalten ist, ist wirklich nur schwer zu erklären, denn anders als beim Target Smash ist das Layout hier für jede Figur dasselbe. Die gravierendste Lücke sind aber wohl die Trophäen, toll gestaltete 3D-Statuen zu diversen Figuren und Objekten, die bisher stets der wichtigste Sammelgegenstand im Smash Bros. waren. Als Ersatz fungieren eben die Geister. Davon gibt es viel mehr als es jemals Trophäen gab und sie haben im Gegensatz zu ihnen einen spielerischen Nutzen. Wir würden aber lügen, würden wir behaupten, dass wir das Sammeln der toll gemachten Modelle nicht vermissen.

All-Star-Ärger

Manche der Geister können sich wie Pokémon entwickeln, sobald sie Stufe 99 erreicht haben. Welche dazu fähig sind, wird zum Glück transparent kommuniziert. Quelle: PC Games Manche der Geister können sich wie Pokémon entwickeln, sobald sie Stufe 99 erreicht haben. Welche dazu fähig sind, wird zum Glück transparent kommuniziert. Doch zurück zu den Modi, unter denen wir den nächsten Kritikpunkt finden: Der All-Star-Modus, in dem wir nacheinander gegen sämtliche Kämpfer antreten, wurde von einer gut präsentierten Abfolge von Gefechten zu einer einzigen Riesenschlacht gewandelt, in der alle Recken nachei­nander auf uns einstürmen. Dieser Ansatz übt leider nicht denselben Reiz aus wie der ehemalige und erinnert mehr an den 100er-Smash gegen 100 immer stärker werdende Mii-Kämpfer. Passend also, dass der All-Star-Modus diesmal zusammen mit dem 100er-Smash und dem ultraschweren Brutalo-­Smash unter einer Kategorie im Menü zusammengefasst wurde.

Und wenn wir schon beim Meckern sind, wollen wir auch noch anmerken, dass es Nintendo mit den zig unterschiedlichen Währungen, XP-System und anderen Geldsystemen im Item-Shop und den anderen über die verschiedenen Modi verteilten Freischalte-Menüs etwas übertrieben hat. Nichts im Spiel muss oder kann auch nur mit Echtgeld bezahlt werden, aber diese Herangehensweise erinnert dennoch unangenehm und unnötigerweise an Free2Play-Titel.

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