Keine Ahnung was zu tun ist? Kein Material zum Hausbau? Keine Chance gegen Zombies? Dank des fehlenden Tutorials sind die ersten Schritte in Terraria gar nicht mal so einfach. Ein paar kurze Tipps helfen beim Einstieg in das Sandbox-Spiel.
Quelle: harlevin.net
Terraria-Logo.
# Was ist Terraria?
Terraria ist ein Sandbox-Spiel, das dem Spieler eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet und sich nicht auf ein Genre herunterbrechen lässt. Am ehesten kann man es mit dem überaus erfolgreichen Minecraft vergleichen, nur dass Terraria in hübscher 2D-Grafik daherkommt und ein größerer Fokus auf den Kampf gegen Monster gelegt wird. Entwickelt wurde das Spiel von vier Indie-Entwicklern, angetrieben von Andrew ‚Redigit' Spinks, und wurde mittlerweile über erstaunliche zwei Millionen Mal über die Steam-Plattform verkauft. Ein Konsolen-Release (unter anderem Entwickler) für die Xbox 360 und die Playstation 3 soll in naher Zukunft folgen.
Die Grundaspekte von Terraria sind das Ab- und Aufbauen, der Kampf und das Craften. Die Spielwelt ist in vielen gleich großen Blöcken unterteilt, die sich allesamt mit Werkzeugen wie beispielsweise einer Spitzhacke oder einer Axt abbauen lassen. Entfernt man einen Block aus der Spielwelt, landet dieser im Inventar und kann später benutzt werden – sei es zum Aufbau eines Gebäudes oder zur Erstellung von nutzbaren Gegenständen. Letztere werden im Laufe des Spieles immer wichtiger, da man auch auf immer härtere Gegner trifft. So sind bessere Waffen essentiell, um nicht ständig das Zeitliche segnen zu müssen.
Die Spielwelt ist nicht einheitlich, sondern unterteilt sich in mehrere Regionen, die sich über die gesamte Fläche verteilen. Genaueres dazu in einem späteren Artikel. An die farbenfrohe Welt in der man zu Beginn des Spieles startet sollte man sich jedenfalls nicht allzu sehr gewöhnen.
# Die ersten Schritte
Quelle: Terraria; selbst gemacht
Zu Beginn des Spieles lacht noch die Sonne.
Zu Beginn des Spieles erstellt man sich erst einmal einen Charakter und stylt ihn gemäß den eigenen Wünschen, was sich jedoch nicht auf das Spiel an sich auswirkt. Anders handhabt es sich mit den Spielmodi, von denen es drei Stück an der Zahl gibt. Anfängern wird der Modus ‚Softcore' empfohlen, da man bei einem virtuellen Tod lediglich Münzen verliert. In ‚Mediumcore' verliert man zudem die gesammelten und nicht verstauten Items, ein Tod in ‚Hardcore' führt zum endgültigen Ableben des Charakters. Daraufhin erstellt man die Welt, in der man fortan spielen möchte. Diese wird komplett nach dem Zufallsprinzip generiert, man hat lediglich die Möglichkeit zur Festlegung der Größe. Auch hier sollte man zunächst ‚klein' wählen, da hier die Wege nicht allzu lang sind.
Achtung: Man sollte zuvor im Hauptmenü die Sprache auf Englisch stellen, da die deutsche Sprachausgabe ein paar Bugs hat, die zu Spielabstürzen führen. Dies kann jedoch jederzeit geändert werden.
Prompt landet man in einem freundlich ausschauenden Gebiet, begleitet von einem Nichtspielercharakter (NPC) namens Guide. Dieser stellt eine Art Tutorial dar, wenngleich auch ein kaum nützliches. Der Guide wird erst im späteren Spielverlauf noch einmal wichtig; hilfreich sind jedoch seine Tipps zum Craften von Items. So erfährt man von ihm, welche Zutaten man für welche Gegenstände benötigt.
Das Inventar ist zu Spielbeginn noch dürftig gefüllt: lediglich ein Schwert, eine Spitzhacke und eine Axt stehen dem Spieler zur Verfügung. Durch Drücken der ESC-Taste öffnet ihr das Inventar und könnt die Items durch Klicken verschieben, aber das ist zu Beginn noch nicht allzu wichtig. Schnappt euch erst einmal die Axt (auf das Item klicken oder auf der Tastatur die entsprechende Zahl drücken) und fällt ein paar Bäume durch Klicken auf deren untersten Teil. Es fällt auf, dass im Inventar nun Holz und Eicheln vorhanden sind. Letztere könnt ihr später nutzen, um neue Bäume anzupflanzen, das Holz ist anfangs jedoch von höherer Bedeutung.
# Schaffe, schaffe, Häusle baue
Habt ihr ein paar Bäume gefällt, solltet ihr genügend Holz vorrätig haben, um euer erstes Haus zu bauen. Häuser definieren sich dadurch, dass es durch Türen und Wände abgeschlossen ist, über Lichtquellen verfügt und eine Hintergrundwand besitzt, die nicht aus Dreck besteht. Doch ein Schritt nach dem anderen:
Quelle: Terraria; selbst gemacht
So könnte das erste Haus aussehen.
Wählt das erhaltene Holz im Inventar aus und setzt es durch Linksklick wieder in die Landschaft. Baut zunächst eine ebene Plattform, stellt euch darauf und zieht nun Wände an deren Ränder so hoch, wie es ohne zu springen maximal möglich ist. Anschließend schließt ihr das Gebäude durch eine Decke ab. Natürlich sind auch größere Räume möglich, jedoch reicht das fürs Erste vollkommen aus. Minimal sind jedoch Maße von 7x5 (Breite x Höhe) vonnöten.
Die Grundmauern stehen, nun wird es Zeit für das erweiterte Bauen. Drückt die ESC-Taste und achtet auf das Crafting-Menü unten links. Durch Klick auf eines dieser Items lassen sich diese Herstellen, macht dies mit der Work Bench und stellt diese in euren Raum. Ihr werdet sehen, dass sich das Crafting-Menü nun um einiges vergrößert hat und ihr nun neue Gegenstände herstellen könnt. Achtet neben den Symbolen stets auf die ‚Zutaten', welche ihr für den Bau benötigt. Um das Menü zu entschlacken, werden craftbare Gegenstände nicht angezeigt, für die man nicht den nötigen Input im Inventar hat. Baut euch nun eine oder zwei Türen und stellt Wood Walls her, mit welchen ihr den Hintergrund des Raumen pflastert. Um die Türen zu platzieren, einfach drei Holzblöcke wieder entfernen und die Tür dort einsetzen. Keine Angst, Gravitation wirkt in Terraria nicht auf die Blöcke.
Es fällt sicher auf, dass der Raum nun sehr dunkel ist. Es fehlt also noch die Beleuchtung, die ihr zu Beginn des Spieles mithilfe von Fackeln sicherstellt. Fackeln werden mit Holz und Gel hergestellt. Ersteres habt ihr nun bereits, also müsst ihr euch auf die Suche nach Gel begeben. Das wird von den bunten Schleim-Monstern, die hin und wieder durch die Gegend hüpfen, fallen gelassen, nachdem man diese besiegt. Sucht nach solchen Monstern, macht ihnen mit ein paar Schwerthieben den Garaus und sammelt ihre Hinterlassenschaften auf. Fackeln können überall in der Spielwelt hergestellt werden, eine Work Bench etwa wird nicht benötigt. Stellt zwei Fackeln her und platziert diese an den Innenwänden. Nun seid ihr erst einmal halbwegs sicher, denn es folgt bald die erste Nacht!
# Die erste Nacht
Die Spielwelt in Terraria ist nicht immer derart erhellt wie zu Beginn: Ein Tag- und Nachtwechsel sorgt für ordentlich Abwechslung. Achtet auf den Stand der Sonne und begebt euch zu eurem Haus, wenn diese untergegangen ist. Während ihr am Anfang tagsüber lediglich auf Schleimmonster trefft, kommen nach Mondaufgang auch Zombies und Dämonenaugen zu Besuch. Dies sind wesentlich stärkere Gegner, denen man erst mal ausweichen sollte.
Quelle: Terraria; selbst gemacht
Oh Schreck - Der erste Zombie klopft an.
Anstatt über die Oberfläche zu Laufen, solltet ihr nun den Untergrund erkunden. Das ist durch Höhleneingänge möglich, einfacher ist jedoch das Einbuddeln. Bahnt euch mit der Spitzhacke nach unten und sammelt auf dem Weg Steine und Erze wie Kupfer, Eisen oder Gold ein. Achtet darauf, dass ihr genügend Holz für Holzplattformen zur Verfügung habt. Mit diesen könnt ihr später wieder hinaufklettern, da man durch diese hindurchspringen kann. Auch an reichlich Fackeln sollte gedacht werden.
Somit sind die Grundlagen zum Einstieg in Terraria geschaffen. Mithilfe weiterer Erze lassen sich neue Gegenstände herstellen; in Höhlensystemen lassen sich Kisten und Vasen finden, die durchaus sehr lohnenswerten Inhalt aufweisen können.
