Das wohl innovativste Survival-Spiel im Test: The Alters bringt uns an ethische Grenzen und fordert unser Gewissen heraus

Test Vivien Ziermann
Das wohl innovativste Survival-Spiel im Test: The Alters bringt uns an ethische Grenzen und fordert unser Gewissen heraus
Quelle: 11 Bit Studios

Anders als gewöhnliche Survival-Games konfrontiert The Alters seine Spieler mit moralischen Entscheidungen und lässt sie die Konsequenzen spüren und das auf grandiose Art und Weise.

Wie weit darf die Wissenschaft gehen und wann sind die Grenzen des Zumutbaren überschritten? Diese ethische Frage beschäftigt Wissenschaftler und Forscher spätestens seit im Laufe der 1930er-Jahre absehbar wurde, dass die Energien der Kernspaltung sich auch für die Waffenentwicklung eignen. Insbesondere der Bereich der Genforschung, der seit den 90er-Jahren immer intensiver vorangetrieben wird, steht seitdem im Zentrum ethischer Diskussionen, vor allem dann, wenn es um den Eingriff in menschliche DNA oder um das Klonen geht.

Ein schwieriges Thema, bei dem es keine richtigen oder falschen Ansichten gibt, oder? Genau diese Frage haben sich die Entwickler von 11 Bit Studios gestellt und das Ganze in einen unerbittlichen Kampf ums Überleben gesteckt. Mit The Alters (jetzt kaufen 39,99 € / 29,74 € ) ist es ihnen gelungen, unerwartet viel Tiefgang, komplexe Entscheidungen und moralische Zweifel mit Survival- und Basisbauelementen zu kombinieren.

Was zu Beginn des Spiels notwendig ist, um das Überleben und die Mission zu sichern, wird immer mehr zu der Frage: Heiligt der Zweck wirklich die Mittel?

Mein Name ist Jan Dolski

In The Alters übernehmen wir die Rolle von Jan Dolski, einem Bauingenieur, der im Rahmen des Projekts Dolly gemeinsam mit einer Crew auf eine Bergbaumission auf einem fremden Planeten geschickt wurde. Ziel der Mission war es, so viel wertvolle Ressourcen wie möglich abzubauen und zur Erde zu bringen. Doch noch während der Reise lief etwas gewaltig schief und die Crew stürzte ab.

Als einziger Überlebender machen wir uns zunächst auf den Weg zur Basis, die sich bereits auf dem Planeten befindet, um Schutz vor der tödlichen, nächtlichen Strahlung zu gewinnen und Kontakt zu den Verantwortlichen auf der Erde aufzunehmen. Schnell wird allerdings klar, wir sind auf uns allein gestellt. Und noch schlimmer: In wenigen Tagen erreicht die Sonne den Standort unserer Basis, was den sicheren Tod bedeutet.

Um den Motor der mobilen Basis wieder in Gang zu kriegen, müssen wir uns in typischer Survival-Manier auf die Suche nach Rohstoffen und Materialien machen. Metalle zur Herstellung von Werkzeugen und zum Ausbau der Basis sowie organische Stoffe, um die Verpflegung sicherzustellen, stehen zunächst ganz oben auf der Liste. Doch bei der Suche nach überlebenswichtigen Rohstoffen finden wir schnell das Mineral, wegen des wir eigentlich auf diesem Planeten sind: Rapidium.

Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Konzern, der unsere Mission finanziert, erfahren wir auch, warum gerade Rapidium so wertvoll ist: Damit ist es möglich, weitere Versionen von uns zu erschaffen. Für lange moralische Überlegungen bleibt außerdem keine Zeit, denn wenn wir die Basis nicht zum Laufen bekommen, sind wir Geschichte und dafür brauchen wir einen ausgebildeten Techniker. Und damit haben wir unseren ersten Alter erschaffen, Jan Dolski.

Zwischen Forschung und Funktion - Der Kampf um jede Raumeinheit

Um zu überleben und um sowohl unsere Bedürfnisse als auch die unserer Alters zu erfüllen, brauchen wir genügen Ressourcen und eine funktionierende Basis, die mit allen notwendigen Räumen ausgestattet ist. Natürlich verlangt auch der Ausbau der Basis nach verschiedenen Ressourcen, die je nach Raum und Größe variieren.

Der Ausbau der Basis erfolgt dabei mithilfe eines horizontalen Rasters. Jeder Raum muss von uns und den Alters zu erreichen sein. Praktischerweise können alle Räume auch nachträglich verschoben werden, so können wir durch Umstrukturierungen den begrenzten Platz effektiv nutzen.Räume wie die Küche oder die Krankenstation sind für das Überleben auf dem Planeten unverzichtbar. Wohingegen die Werkstatt oder die Raffinerie für die Verarbeitung der Materialien und die Herstellung wichtiger Werkzeuge zur Erkundung und Materialgewinnung wichtig sind.

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