The Last of Us Part 2 Remastered: Das Story-Meisterwerk macht auch auf dem PC eine gute Figur

Test Matthias Dammes
The Last of Us Part 2 Remastered: Das Story-Meisterwerk macht auch auf dem PC eine gute Figur
Quelle: Sony Interactive Entertainment

Nach fast fünf Jahren kommt The Last of Us Part 2 in der Remaster-Fassung endlich auch auf den PC. Wir haben uns im PC-Check den Port genau angeschaut.

Es hat ein wenig gedauert, aber jetzt ist es endlich so weit. Fast fünf Jahre nach dem Release auf der Playstation bringt Sony sein Story-Meisterwerk The Last of Us Part 2 endlich auch auf den PC. Umgesetzt wurde der Port von den Spezialisten bei Nixxes und Iron Galaxy Studios, die schon mehrere Playstation-Titel auf den PC gebracht haben.

Die Umsetzung basiert auf der Remastered-Version, die im vergangenen Jahr für PS5 erschienen ist und wird genau wie auf der Konsole rund 50 Euro kosten. Wir haben uns den Port gründlich angeschaut, auch weil die PC-Version des ersten The Last of Us ja mit eher unschönen technischen Mängeln auf den Markt kam.

Eine Story von Hass und Gewalt

Wie die Entwickler schon mit dem Titel The Last of Us Part 2 deutlich machen wollten, ist das Spiel eine direkte Fortsetzung der Ereignisse des ersten Teils. Entsprechend sind Kenntnisse der bisherigen Story von Vorteil. Zwar lässt Joel am Anfang seine bisherige Reise mit Ellie kurz Revue passieren, den ersten Teil selbst gespielt zu haben ersetzt das aber nicht.

Joel und Ellie haben sich in Jackson niedergelassen und leben dort für ein paar Jahre relativ friedlich. Das entspannte Leben findet jedoch ein jähes Ende, als Joel von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Die Ereignisse, auf die wir gar nicht weiter eingehen wollen, führen dazu, dass sich Ellie auf eine mörderische Mission in die Westküstenstadt Seattle aufmacht.

Bildergalerie

Neben Ellie steht auch die neue Figur der Abby im Zentrum der Handlung. Die Geschichte, deren zentrales Thema die Spirale von Hass und Gewalt ist, erlebt ihr aus dem Blickwinkel beider Protagonistinnen. Das intensive und thematisch zuweilen heftige Abenteuer wird euch rund 25 bis 30 Stunden beschäftigen.

Rechner-Performance

Wir haben für unseren Test auf einem System mit einem Ryzen 7 5800X-Prozessor und einer GeForce RTX 4080 gespielt und konnten das Spiel in höchsten Grafikeinstellungen und nativer 4K-Auflösung ohne jegliche Upscaling-Unterstützung flüssig erleben. Mit ausgeschalteter Frame-Begrenzung erreichte das Spiel mit diesen Einstellungen trotzdem noch Bildwiederholraten von 70 bis 80 Frames pro Sekunde. In weniger anspruchsvollen Szenen konnte der Wert auch auf an die 100 FPS ansteigen.

Zum Vergleich haben wir das Spiel auch noch auf einem älteren Rechner mit einer RTX 2080 Ti ausprobiert. Hier läuft es wie zu erwarten nicht mehr ganz so reibungslos. Bei nativem 4K, ohne Upscaling, und maximalen Grafikdetails waren wir mit Ellie nur noch mit maximal 30 bis 35 Frames pro Sekunde unterwegs. Um auf diesem System stabile 60 FPS zu erreichen, mussten wir DLSS einschalten sowie die Grafikeinstellungen auf die mittlere Stufe zurückschrauben.

Vergleich (RTX 4080, 4K, Max Details)

Ohne DLSS Mit DLSS

Hässlich wird das Spiel dadurch aber noch lange nicht. Ihr braucht also für The Last of Us Part 2 nicht zwingend den allerneuesten Rechner - vor allem, wenn ihr nur mit einer Auflösung von 1080p statt 4K spielt. Die Portierung ist also ausgezeichnet optimiert.

Die Probleme, die den Vorgänger auf dem PC zu Release plagten, haben wir diesmal glücklicherweise nicht beobachtet - zumindest fast. Frei von Abstürzen blieb die Testversion leider nicht. Das erste Mal verabschiedete sich das Spiel direkt während der Intro-Cutscene und später noch einmal während regulärem Gameplay. Kurz vor dem Release veröffentlichten die Entwickler jedoch noch ein Update, das viele Absturzursachen behoben hat.

Welches Upscaling darf es denn sein?

Über Hardware-lastiges Raytracing braucht ihr euch keine Gedanken zu machen. Für die wenigen spiegelnden Oberflächen in der post-apokalyptischen Welt von The Last of Us verwenden die Entwickler lieber althergebrachte Methoden. So kommen bei Wasserstellen sowohl Screen Space Reflections als auch Cube Maps zum Einsatz. Bei den wenigen echten Spiegeln im Spiel werden Planar Reflectons genutzt, die einfach die Szene aus der Sicht des Spiegels neu berechnen.

Als Hochskalierungsmethode stellt das Spiel die drei üblichen Verdächtigen DLSS, FSR 3.1.0 und XeSS zur Verfügung. Deren Schärfe kann zusätzlich über einen Schieberegler noch feinjustiert werden. Auch beim Anti-Aliasing stehen neben SMAA und TAA die jeweiligen Optionen der Hardware-Hersteller wie DLAA und FSR Native AA zur Auswahl. Gleiches gilt für die optionale Frame Generation.

Diese Optionen sind vor allem dann interessant, wenn ihr noch mehr Frames aus der ohnehin schon gut performenden Engine herausholen wollt. Auf unserer RTX 4080 holen wir so mit eingeschaltetem DLSS und Frame Generation fast eine doppelte Bildwiederholrate von um die 160 FPS heraus. Die grafische Darstellung leidet allerdings leicht darunter. So fallen typische Upscaling-Artefakte recht deutlich auf.

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