Legend of Zelda-Timeline erklärt: Die komplette Zelda-Story im Überblick

Special Nicolai Brülke Lukas Schmid
Legend of Zelda-Timeline erklärt: Die komplette Zelda-Story im Überblick
Quelle: Nintendo, Bildmontage: PC Games

Wir blicken zurück auf die ebenso verworrene wie auch hochspannende Timeline von The Legend of Zelda und erklären euch alles, was ihr Zelda-zur Story wissen müsst!

Nach fast sechs Jahren ist am 12. Mai 2023 der lang erwartete Nachfolger zum Switch-Launch-Titel und Open-World-Giganten The Legend of Zelda: Breath of the Wild erschienen. Er markiert das 19. Spiel der Reihe und wurde seit seiner Ankündigung auf der E3 2019 so heiß erwartet wie kaum ein anderer Titel. Der Ankündigungstrailer ist nicht umsonst eines der erfolgreichsten Videos auf dem amerikanischen Nintendo-YouTube-Kanal.

The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom ist das wahrscheinlich größe Abenteuer in der mittlerweile 38-jährigen Geschichte rund um das Königreich Hyrule und seinen Helden Link. Über die Zeit hat sich eine ausführliche Timeline um die Reihe entwickelt, in der auch Tears of the Kingdom seinen Platz findet - und natürlich auch The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom, der offiziell 20. Zelda-Teil, der wohl kleiner ausfallen wird als Tears of the Kingdom, die Serie dank Zelda statt Link in der Hauptrolle aber völlig neu interpretiert.

Um euch auf den neuesten Stand zu bringen, werden wir in diesem Special die Zelda-Timeline von Anfang bis Ende durchgehen und erklären und schauen, wo sich die verschiedenen Abenteuer in der Geschichte von Hyrule einordnen lassen.

Es ist ... kompliziert

Die Aufschlüsselung der Legend-of-Zelda-Zeitachse ist komplizierter, als man vielleicht denken würde. Das hat den einfachen Grund, dass am Anfang eigentlich gar keine öffentliche Timeline geplant war. Bis 2011 existierte nur eine Team-interne Version, die nur für die Orientierung der Entwickler bestimmt war. In der großen Zelda-Enzyklopädie The Legend of Zelda: Hyrule Historia wurde dann endlich die erste offizielle Zeitleiste für das Zelda-Universum veröffentlicht.

Da bis zu diesem Zeitpunkt kaum versucht worden war, die verschiedenen Spiele schlüssig in eine Abfolge zu bringen, musste um diese eine sinnvolle Timeline gesponnen werden, was das Endresultat sehr verkompliziert hat. Zwar hängen alle Spiele der Reihe in irgendeiner Form miteinander zusammen, jedoch gibt es im Laufe der Story verschiedene Zeitlinien, in denen sich unterschiedliche Titel ansiedeln.

Der Grund dafür sind mehrere Zeitsprünge in einzelnen Spielen und teilweise große Pausen zwischen verschiedenen Teilen, was eine sinnvolle Konzeptionierung schwierig gemacht hat. Nach der ursprünglichen Timeline, welche die Spiele Skyward Sword, The Minish Cap, Four Swords und Ocarina of Time beinhaltet, spaltet sich der Strahl in drei verschiedene neue Timelines.

Die Erste ist die des gefallenen Helden und beinhaltet A Link to the Past, Link's Awakening, Oracle of Seasons/Oracle of Ages, A Link Between Worlds, Tri Force Heroes, The Legend of Zelda und The Adventure of Link.

Dieser Timeline gegenüber steht die des triumphalen Helden, welche sich dann wiederum in die Kindheits- und die Erwachsenen-Timeline aufsplittet. In Erstere lassen sich Majora's Mask, Twilight Princess und Four Swords Adventures eingliedern, während in Zweiterer The Wind Waker, Phantom Hourglass und Spirit Tracks eine Heimat finden.

Doch wo befinden sich die beiden Open-World-Ableger Breath of the Wild und Tears of the Kingdom? Diese beiden Spiele nehmen eine besondere Rolle in der Timeline ein. Denn sie siedeln sich zeitlich mehr als 10.000 nach den vorherigen Spielen an.

Sie lassen sich außerdem keiner konkreten Timeline zuordnen, welcher Titel also vor Breath of the Wild spielt, soll sich jeder Spieler selbst überlegen. Es gibt allerdings einige Hinweise, welche die beiden Switch-Titel mit den Vorgängern verbinden. Dazu aber an späterer Stelle mehr. Erst einmal sollten wir klären, welches Abenteuer des mutigen Recken den Anfang der Geschichte von Hyrule markiert.

Vor langer Zeit, in einem Land hoch über den Wolken

An erster Stelle der Timeline steht das 2011 für die Wii erschienene und 2022 für die Nintendo Switch remasterte The Legend of Zelda: Skyward Sword. Es ist der Beginn von Links Abenteuern und der erste Baustein der Timeline.

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD Quelle: Nintendo Der Hauptschauplatz des Spiels ist der Wolkenhort, eine Stadt hoch oben in der Luft, die bereits mehrere tausend Jahre vor der eigentlichen Handlung von der Göttin Hylia geschaffen wurde. Sie diente als Fluchtort für die Menschen von Hyrule zur Zeit des großen Krieges zwischen Gut und Böse, welcher sich lange vor der Handlung von Skyward Sword abspielte und in welchen die Göttin nach schier endlosen Kämpfen mithilfe ihrer Gefolgsleute gewinnen und die dunklen Mächte besiegen konnte.

In dieser Stadt sind Link und Zelda geboren und aufgewachsen. Sie und alle anderen Bewohner des Wolkenhorts wissen schon lange nicht mehr, dass am Boden unter ihnen immer noch das Land Hyrule existiert. Am Anfang des Spiels ist Zelda nichts weiter als Links Kindheitsfreundin und Tochter des Schuldirektors. Wir erfahren aber im Laufe der Story erstmals, dass es sich bei ihr um die zukünftige Regentin von Hyrule sowie um die Reinkarnation der Göttin Hylia höchstpersönlich handelt.

Auch Link wird erstmals in Skyward Sword zu jenem legendären Helden auserkoren, der er in den vielen vorher erschienenen Spielen bereits war. Nachdem Zelda bei einem Flug mit ihrem Wolkenvogel durch einen dunklen Tornado nach unten in das von den Bewohnern des Wolkenhorts Erdland genannte Hyrule gezogen wird und Link alleine zurückbleibt, trifft er kurze Zeit später den Schwertgeist Phai.

Dieser führt Link zum Schwert der Göttin Hylia und erklärt ihm, dass er der auserwählte Held sei, der das Land Hyrule vor der Rückkehr des Bösen beschützen solle. Mit Phai als Unterstützung reist Link ins Erdland, um Zelda zu retten.

Anders als in den chronologisch späteren Spielen ist in Skyward Sword nicht Ganon(dorf) der Bösewicht. Tatsächlich existiert der dunkle Dämonenlord in diesem Spiel noch gar nicht. Die Rolle des Hauptantagonisten übernimmt der Todbringer. Er gilt als König der Dämonen und wurde einst von der Göttin Hylia in der Erde versiegelt.

Der Dunkelfürst Girahim möchte das rückgängig machen und seinen Meister zurückholen. Deswegen hat er Zelda entführt, da er ihre göttliche Macht braucht, um das Siegel zu brechen. Genau das gilt es, in Skyward Sword zu verhindern.

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD Quelle: Nintendo Viele der bekannten Elemente der Reihe werden im Laufe der Story erklärt. So wird das Schwert der Göttin am Ende des Spiels zum heiligen Bannschwert, in den meisten späteren Teilen auch als das Master-Schwert bekannt. Außerdem erfahren wir erstmals die Geschichte des Triforce und warum es so wichtig im Kampf gegen das Böse ist.

Im finalen Kampf gegen den Todbringer, kurz, bevor man ihn mithilfe des Master-Schwertes endgültig ins Jenseits befördert, beschwört er einen Fluch, der Link und Zelda für immer heimsuchen soll. Dieser Fluch manifestiert sich als Ganondorf, der bekannte Bösewicht der folgenden Spiele, der ab diesem Zeitpunkt als Hauptantagonist auftritt.

Skyward Sword ist in vielerlei Hinsicht die Einleitung des gesamten Franchise, da viele Elemente, die bereits vorher bekannt waren, erst hier erklärt werden. Zudem leitet es die offizielle Timeline ein, die zumindest zu diesem Zeitpunkt noch recht linear nachverfolgbar ist.

Eine große Schwierigkeit besteht allerdings darin, dass viele Lücken zwischen einzelnen Spielen nur durch Erzählungen gefüllt werden. Oftmals setzt die Handlung eines Spiels ohne wirkliche Verbindung zum vorherigen Teil ein und diese Verbindung wird erst durch das entsprechende Hintergrundwissen im Laufe des Spiels geschaffen. Das ist auch direkt beim zweiten Titel der Timeline der Fall.

Nach dem Sieg über den Todbringer besiedeln die Bewohner des Wolkenhorts das wiederentdeckte Hyrule. Danach herrscht einige Jahre Frieden im Land, bis es zu einem Krieg kommt, welcher erst in der Backstory zu The Legend of Zelda: Twilight Princess behandelt wird, welches chronologisch eigentlich viel später spielt.

In diesem Krieg wurde das Triforce im Tempel des Lichts weggesperrt und zur Sicherheit des ganzen Landes mit dem Master-Schwert versiegelt. In der darauffolgenden Ära des Wohlstands wurde das Königreich Hyrule etabliert und zum Florieren gebracht, und das alles noch, bevor die Vorgeschichte des Timeline-technisch zweiten Spiels überhaupt begonnen hat.

Von sprechenden Hüten und ungewöhnlich vielen Links

Nach Skyward Sword lässt sich als Nächstes der Game-Boy-Advance-Titel The Legend of Zelda: The Minish Cap von 2004 einordnen. Ihm liegt die Legende der Minish zugrunde, die wir im Laufe des Spiels erfahren. Hyrule wurde nämlich irgendwann von bösen Entitäten heimgesucht, woraufhin das magische Volk der Minish erschien und ein besonderes Schwert sowie das Force, ein Äquivalent zum Triforce, erschuf, mit deren Hilfe die bösen Angreifer weggesperrt werden konnten. Zu Ehren dieses Triumphs wird jedes Jahr eine Zeremonie abgehalten, die es dem besten Schwertkämpfer erlaubt, das Schwert der Minish zu berühren.

The Legend of Zelda: The Minish Cap Quelle: Nintendo Genau während dieses Events beginnt die Handlung von The Minish Cap. Obwohl Ganondorf zwar im ersten Spiel mehr oder weniger eingeführt wurde, kommt er hier noch nicht vor. Stattdessen spielt der korrumpierte Minish-Hexenmeister Vaati die böse Hauptrolle. Er zerstört das magische Schwert und versteinert Prinzessin Zelda, damit sie ihm nicht bei seiner Suche nach dem Force in die Quere kommt. Um die Prinzessin zu retten, muss Link das Schwert reparieren.

Dafür muss er das Volk der Minish finden, welches als dessen Erschaffer dazu in der Lage ist. Dabei hilft ihm der Zaubermeister Ezelo, welcher von Vaati in eine sprechende Mütze verwandelt wurde. Mit ihm kann sich Link auf winzige Größe schrumpfen und so mit den ebenfalls winzig kleinen Minish interagieren.

Bildergalerie

Vor dem Release von Skyward Sword und der offiziellen Timeline haben viele The Minish Cap als erstes Spiel der Reihe angesehen, weil sich damit die grüne Zipfelmütze erklären lassen würde, die Link in fast allen Spielen trägt. Schließlich hat Ezelo genau so ein Design und Link hätte es in den Nachfolgern einfach übernommen. Da er aber bereits in Skyward Sword eine solche Mütze trägt, wurde diese Theorie ad acta gelegt.

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