The Outer Worlds 2 baut auf den Stärken des Vorgängers auf und verspricht mehr Feinschliff

Special Matthias Dammes
The Outer Worlds 2 baut auf den Stärken des Vorgängers auf und verspricht mehr Feinschliff
Quelle: PC Games

Wir haben die erste Stunde von The Outer Worlds 2 gespielt und ein vielversprechendes Rollenspiel erlebt, das auf den Stärken des Vorgängers aufbaut.

Vor vier Jahren wurde The Outer Worlds 2 mit einem witzigen Trailer angekündigt. Passend zum Humor der Spielereihe nahmen die Entwickler darin ihre eigene Ankündigung auf die Schippe. Vom Spiel sei eigentlich noch nichts entworfen, weder Protagonist noch Story noch Gameplay. Nur der Titel stünde schon fest.

Inzwischen hat das Team von Obsidian auch ein Spiel um den Titel herum gebaut. Das Rollenspiel soll Ende Oktober nun endlich erscheinen. Wir hatten die Gelegenheit, die erste Spielstunde bereits selbst zu erleben. Dabei konnten wir erste Eindrücke von der Charaktergestaltung, von der Story-Inszenierung und vom Gameplay sammeln.

Held des Erd-Direktorats

The Outer Worlds 2 (jetzt kaufen 99,99 € / 62,99 € ) spielt nicht mehr in der Kolonie von Halcyon, sondern in der isolierten Kolonie Arcadia. Mit neuer Umgebung, neuem Helden und neuer Story ist das Rollenspiel daher auch für Neueinsteiger bestens geeignet. Arcadia befindet sich inmitten eines Fraktionskrieges. Ein religiöser Orden rebelliert gegen die bestehende Ordnung und ein feindliches Unternehmen hat mit einer Invasion begonnen.

Bei der Charaktererstellung legen wir unter anderem die Eigenschaften unseres Helden fest. Wer zwei positive Eigenschaften haben will, muss sich auch eine negative dazu aussuchen. Quelle: PC Games Bei der Charaktererstellung legen wir unter anderem die Eigenschaften unseres Helden fest. Wer zwei positive Eigenschaften haben will, muss sich auch eine negative dazu aussuchen. Wir schlüpfen in diesen schwierigen Zeiten in die Rolle eines Kommandanten des Erd-Direktorats. Während der Charaktererstellung haben wir vielfältige Optionen. Für männliche und weibliche Helden gibt es diverse vorgefertigte Modelle. Wir können aber auch individuell über dutzende Schieberegler Gesicht, Haare und kosmetische Dinge verändern. Wir können sogar die Gliedmaßen wahlweise in verschiedene Formen von Prothesen verwandeln.

Danach geht es an den Rollenspiel-Hintergrund unseres Charakters. Wir wählen zunächst eine von sechs Hintergrundgeschichten aus. Ob wir vor unserem Leben als Agent ein Sträfling, Professor oder Glücksspieler waren, hat Einfluss auf Gespräche und andere Aktivitäten in der Spielwelt. Als nächstes legen wir eine Eigenschaft für unseren Helden fest. Sind wir "genial", können wir später eine zusätzliche spezialisierte Fähigkeit wählen. Als "Glückspilz" haben wir eine erhöhte kritische Chance und eröffnen uns spezielle Gelegenheiten im Spiel.

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Wer will, kann sich auch zwei dieser nützlichen Eigenschaften draufschaffen, muss diesen Vorteil allerdings auch mit einer negativen Eigenschaft ausgleichen. Dazu gehört unter anderem der beliebte "Dumm"-Trait, bei dem fünf der zwölf Fertigkeiten verriegelt und damit niemals gesteigert werden können.

Die angesprochenen Fertigkeiten sind die üblichen Skills wie Sprengstoffe, Hacken, Schusswaffengebrauch und einige mehr. Drei davon können wir während der Charaktererstellung als Spezialisierungen auswählen. Damit beginnen diese Fertigkeiten bereits auf Stufe 2 und lassen sich auch um zwei Stufen höher aufwerten als üblich. Danach geben wir unserem Helden schließlich noch einen Namen, wählen einen der vier Schwierigkeitsgrade aus und starten endlich in das Abenteuer.

Pass auf, was du sagst

Wir werden in den Arcadia-Sektor geschickt, um uns mit einer Agenten-Kollegin des Erd-Direktorats zu treffen. Mit ihrer Hilfe sollen wir Informationen von der Raumstation Horizon Point beschaffen. Wir beginnen unser Abenteuer auf der Brücke unseres Schiffs, der Incognito. Während wir unsere ersten Schritte machen, fällt uns gleich eine willkommene Neuerung auf. Anders als beim Vorgänger sind wir diesmal nicht auf eine First-Person-Ansicht beschränkt. Und stehen nämlich auch eine nahe und eine weiter entfernte Third-Person-Kamera zur Auswahl. So kann jeder das Abenteuer genießen, wie er es am liebsten hat.

Wir treffen schließlich Niles, unseren ersten Gefährten. Im Gespräch stehen uns wie gewohnt verschiedene Antwortmöglichkeiten zur Auswahl. So fragt uns der junge Mann unter anderem nach Rat zu unserer Rolle als Agenten des Erd-Direktorats. Wie wir später in der Demo herausfinden sollten, hat unsere Antwort auf diese scheinbar unschuldige Frage bereits Auswirkungen auf spätere Ereignisse.

Die Fähigkeiten unseres Charakters sind immer wieder gefragt, um verschiedenste Probleme zu lösen. Quelle: PC Games Die Fähigkeiten unseres Charakters sind immer wieder gefragt, um verschiedenste Probleme zu lösen. Zunächst werden wir jedoch mit dem Einfluss unserer Fähigkeiten auf die Umgebung vertraut gemacht. Wir sollen etwas aus unserem Quartier holen, die Tür ist jedoch defekt. Zum Glück haben wir den Technik-Skill auf der ersten Stufe und können das Problem schnell beheben. Alternativ könnten wir mit genug Stärke die störrische Tür einfach aufstemmen. Wer über keinen der beiden Skills verfügt, muss sich einen alternativen Weg in den Raum suchen. So bestimmen unsere Fähigkeiten immer wieder, wie wir mit der Spielwelt interagieren können und welche Lösungswege für bestimmte Probleme uns offenstehen.

Ballern und Schleichen

Endlich im Missionsgebiet angekommen, bleibt es nicht lange friedlich. Beim ersten Kontakt mit Gegnern stellt uns das Spiel das Taktische-Zeitdilatation-Gerät, kurz TZD, vor. Mit diesem nützlichen Gadget können wir uns im Kampf wertvolle Zeit zum Nachdenken verschaffen. Für eine kurze, begrenzte Dauer können wir damit die Zeit verlangsamen. Wie schnell die Energie des Geräts verbraucht ist, hängt von unseren Aktionen ab. Bewegungen und Angriffe verbrauchen die Energie logischerweise schneller.

Wenn wir im Kampf das Taktische-Zeitdilatation-Gerät aktivieren, verlangsamt sich für einen Moment die Zeit, was das Zielen ereichtert. Quelle: PC Games Wenn wir im Kampf das Taktische-Zeitdilatation-Gerät aktivieren, verlangsamt sich für einen Moment die Zeit, was das Zielen ereichtert. Ansonsten setzen wir in den ersten Kämpfen auf unsere Pistole und einige Granaten, die wir finden. Das Shooter-Gameplay geht gut von der Hand, ist im Kern aber dennoch ein Rollenspiel. Wie viel Schaden wir dem Gegner zufügen, hängt von verschiedensten Faktoren wie Waffen- und Charakterwerten sowie der Trefferzone ab. Wenn wir Schaden nehmen, müssen wir uns aktiv um unsere Heilung kümmern. Dazu tragen wir eine begrenzte Zahl an Inhalatoren mit uns herum.

Die Preview-Demo gibt uns auch einen Vorgeschmack auf das Schleichen. Dabei kommt es darauf an, von den Gegnern nicht gehört und gesehen zu werden. Nimmt der Feind etwas wahr, baut sich bei ihm Aufmerksamkeit auf. Je mehr sich davon angesammelt hat, desto argwöhnischer wird der Gegner und beginnt schließlich nach einer Quelle zu suchen. Wie gut wir im geduckten Gang verborgen bleiben, hängt natürlich auch von unserer Schleichen-Fähigkeit ab.

Lust auf mehr

Technisch machte die Vorschauversion bereits einen sehr runden Eindruck. Das Spiel lief stabil, ohne spürbare Performance-Probleme, und sah dabei ziemlich gut aus. Besonders die detaillierten Charaktermodelle in den Dialogen haben uns richtig gut gefallen. An Umgebungen haben wir bisher nur unser Raumschiff und die Raumstation unseres Missionsgebiets gesehen. Wie sich die Optik in der offenen Spielwelt der verschiedenen Planeten schlägt, können wir also noch nicht beurteilen.

Der kleine Vorgeschmack auf The Outer Worlds 2 hat uns aber insgesamt bereits sehr gut gefallen. Es war zu spüren, dass sich Obsidian in den vergangenen vier Jahren genügend Zeit für Feinschliff genommen hat und gezielt auf den Stärken des Vorgängers aufbaut. Aber in erster Linie freuen wir uns auf einen neuen Ausflug in das leicht abgedrehte Universum, das mit seinem Humor und Setting an Fallout erinnert, aber trotzdem seine eigene Identität bewahrt. Wenn das Rollenspiel dann am 29. Oktober erscheint, überprüfen wir im Test, was sonst noch in ihm steckt.

Meinung

The Outer Worlds 2 wird von Obisidian Entertainment entwickelt und von xbox Studios vertrieben. Das Rollenspiel erscheint am 29. Oktober 2025 für PC, Playstation 5 und Xbox Series S/X. Transparenzhinweis: Für die Entstehung dieses Artikels hat uns Publisher Xbox eine Vorschauversion von The Outer Worlds 2 zur Verfügung gestellt.

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