The Surge 2 in der gamescom-Vorschau: Mehr Freiheiten – auch bei der Charakterentwicklung

Special David Benke 26,99 €
The Surge 2 in der gamescom-Vorschau: Mehr Freiheiten – auch bei der Charakterentwicklung
Quelle: Deck 13

Gegnerische Gliedmaßen für eigene Upgrades nutzen? Das im letzten Jahr erschienene The Surge hatte wirklich einige interessante Ideen parat, war aber nicht ganz fehlerfrei. Auf der gamescom haben die Entwickler nun den zweiten Teil vorgestellt. Der soll eine konsequente Weiterentwicklung des Erstlings werden - mit mehr Abwechslung und weniger schlauchigen Levels.

Auf der gamescom bekamen wir am Stand von Publisher Focus Home Interactive eine Hands-Off-Demo von The Surge 2 (jetzt kaufen 29,95 € / 26,99 € ) vorgespielt. Was uns bei der PC-Version dabei direkt ins Auge fiel, war der veränderte Look des Action-Rollenspiels: Wandertet ihr in Teils Eins meist nur durch graue Industriehallen voller Beton und Stahl, wird die Farbpalette im Nachfolger nun um einige Töne erweitert. The Surge 2 spielt nämlich in der Umgebung der fiktiven Stadt Jericho City, die den Mittelpunkt des Titels darstellt. Besonders einladend wirkt die Siedlung allerdings nicht, zeichnet The Surge 2 doch noch immer eine düstere, dystopische Zukunft. Jericho City steht daher unter Quarantäne und ist mit einer Mauer von der Außenwelt abgeschlossen. In unserer Demo gab es zudem einen mysteriösen Wirbelsturm am Horizont zu sehen, über den die Macher aber noch nichts verraten wollten.

Dieses Setting bietet Spielern eine insgesamt offenere Welt als noch der Erstling von Deck13. Die Entwickler beharren zwar darauf, dass es keine Open World zu entdecken geben wird, ihr könnt euch nun aber freier bewegen. Damit sind nun auch vereinzelte Erkundungen möglich, während der es Geheimnisse, Loot und Lore (etwa in Form von Audiologs) zu finden gibt. Unser Level spielte in einem künstlich angelegten Park der Oberschicht. Dieser stellt in einer von Umweltverschmutzung zerstörten Welt so etwas wie eine grüne Oase dar - einen Rückzugsort um die Natur zu genießen. Die Umgebung war dabei detailliert und realistisch gestaltet. Pflanzen in The Surge 2 bewegen sich zur Seite, wenn unser Charakter durch sie hindurchläuft. Gras und Bäume wiegen sich im Wind.

Wesentlich bunter, aber immer noch genauso brutal wie der Vorgänger - The Surge 2. Quelle: Focus Home Interactive Wesentlich bunter, aber immer noch genauso brutal wie der Vorgänger - The Surge 2.

Mehr Kampf- und Crafting-Optionen

In dieser beinahe idyllischen Szenerie muss unser Protagonist sogenannte "Repeller Devices" - eine Art Abwehrmechanismus - aktivieren, wird dabei aber von Söldnern behindert. Im Kampf stellten uns die Entwickler direkt einige Neuerungen von The Surge 2 vor. Unter anderem wurden die Waffentypen von fünf auf zehn erweitert. In der Demo kämpften wir etwa mit einer "Double Duty"-Waffe, einer großen Axt, die sich bei Bedarf in zwei kleinere zerlegen lässt. Darüber hinaus wurden die "Directional Blocks" eingeführt. War es im ersten Teil nur möglich, zu springen oder sich zu ducken, könnt ihr jetzt Angriffe aus vier Richtungen abwehren und kontern.

Das "Body Part Targeting System" ist immer noch ein essenzieller Bestandteil des Kampfsystems. Mit dessen Hilfe könnt ihr bestimmte Körperteile eures Gegners anvisieren, abhacken und dann eurer Ausrüstung hinzufügen. Das ist ziemlich brutal, aber auch sehr hilfreich. In unserem Spieldurchlauf konnten wir uns auf diese Weise etwa eine Machete sichern. Es gibt aber auch zahlreiche technologische Hilfsmittel, die ihr aufsammeln könnt. Mit diesen schaltet ihr alternative Wege frei, um Herausforderungen anzugehen. In unserer gamescom-Demo sammelte unser Protagonist etwa einen Sensor auf, mit dem sich Hinterhalte frühzeitig entdecken lassen. Zudem konnten wir eine gefundene Waffe an eine Drohne basteln, sodass unser Hauptcharakter fortan von einer fliegenden Pistole begleitet wurde. Apropos Hauptcharakter: Den dürft ihr in The Surge 2 mit Hilfe eines Editors selbst erstellen.

Klügere Gegner und Metroidvania-Elemente

Auch bei den Gegnern hat sich etwas getan: Dank besserer KI agieren NPCs nun cleverer als noch im Vorgänger. Zudem verfügen computergesteuerte Feinde jetzt über verschiedene Verhaltens- und Angriffsmuster - je nachdem, ob sie in Gruppen oder allein unterwegs sind. Die Bosse verlangen euch ebenfalls einiges ab. In der Demo bekamen wir etwa eine mächtige Metallstatue zu sehen, die gleichzeitig als Wächter diente. Die setzte uns mit dicker Panzerung und Laser-Angriff ordentlich zu und ließ sich erst nach Ausmachen eines Schwachpunkts erledigen.

Abschließend erzählten uns die Macher noch etwas zur Story: The Surge 2 wird die Geschichte der Reihe weitererzählen. Die Handlung spielt dabei etwa zwei Monate nach den Geschehnissen des ersten Teils, die Entscheidungen aus The Surge sollen eine tragende Rolle spielen. Zudem läuft der Titel weniger linear ab als der Vorgänger, verfügt über eine automatische Speicherfunktion und beinhaltet auch einige Metroidvania-Elemente. Ihr müsst also erst bestimmte Fähigkeiten und Werkzeuge erlangen, um neue Wege freizuschalten.

Fazit

Meinung

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk