Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call im Test: Musikspiel mit den Soundtracks von Final Fantasy

Test Patrick Büssecker
Theatrythm Final Fantasy: Curtain Call im Test: Wir haben den Nachfolger des Final-Fantasy-Musikspiels getestet.
Quelle: Gamezone

Mit Theatrhythm Final Fantasy bescherte uns Square Enix vor etwas mehr als zwei Jahren ein gelungenes Musikspiel für den 3DS. Nun erschien mit Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call ein neuer Teil des Spin-Offs, der nicht nur deutlich größeren Umfang, sondern auch neue Spielmodi verspricht. Doch kann der Titel die hohen Erwartungen erfüllen?

Dieses Mal dürfen wir auch die Tasten benutzen

Vom größeren Umfang, neuen Modi und kleineren Änderungen abgesehen, bleibt beim Gameplay zunächst alles beim Alten. Wieder müssen wir rhythmisch zur Musik Noten auf dem Bildschirm treffen und je nach Art der Note einfach mit dem Stylus auf den Touchscreen tippen, tippen und bis zum Ende der langen Note gedrückt halten oder den Stylus in die gezeigte Richtung bewegen. Ein denkbar einfaches Spielprinzip, welches allerdings genretypisch gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden eine unglaubliche Herausforderung darstellen kann. Neu ist im aktuellen Ableger, dass wir die Noten nicht nur wie bisher mit dem Stylus, sondern auch durch Drücken der Tasten und des Circle Pad für Richtungseingaben spielen können. Eine interessante Neuerung, die in der Praxis problemlos funktioniert und eine gute Alternative zur klassischen Steuerungsvariante darstellt.

Theatrythm Final Fantasy: Curtain Call im Test. (1) Quelle: Computec Media Theatrythm Final Fantasy: Curtain Call im Test. (1) Mit von der Partie sind beim neuen Ableger natürlich auch wieder die verschiedenen Stage-Arten, bei denen sich das Gameplay zwar nur bedingt, die Aufmachung dagegen schon eher unterscheidet. Bei den Battle Music Stages befinden sich alle vier Charaktere unserer aktuellen Gruppe auf dem Bildschirm, auf die sich nun die zu spielenden Noten quasi von den Feinden am linken Bildschirmrand aus zu bewegen. Sobald diese in der Endzone eine Markierung berühren, müssen wir die Note spielen. Da nie mehr als eine Note gleichzeitig gespielt werden muss, genügt es, den Stylus auf dem Touchscreen zu betätigen bzw. die Tasten zu drücken. Man muss also nicht auf die Position der Linie Rücksicht nehmen. Aufgelockert wird diese Levelart beispielsweise durch die Beschwörung eigener Monster, die den Feinden bei guter Spielweise ordentlich einheizen können.

Etwas anders präsentiert sich das Spiel dagegen bei den Field Music Stages, bei denen unser Held der Gruppe alleine unterwegs ist und vor passenden Hintergründen die Umgebung unsicher macht. Eine gewisse Besonderheit ist, dass wir bei langen Noten auch den Verlauf der Linie berücksichtigen und durch Bewegung des Stylus folgen müssen. Für eine besondere Abwechslung sorgen dann noch die Event Music Stages, bei denen wir schöne Videos aus dem jeweiligen Final-Fantasy-Spiel geboten bekommen und passend dazu Noten spielen dürfen. Im Gegensatz zu den anderen Varianten kommen die Noten hier nicht von links nach rechts in eine Endzone geflogen, sondern erscheinen nach und nach jeweils auf dem Bildschirm und die Zielmarkierung bewegt sich auf die Noten zu. Spielerisch unterscheidet sich diese Variante sicher nur bedingt von den anderen beiden, aber die Aufmachung kann sich dafür umso mehr sehen lassen. Etwas schade ist, dass es vergleichsweise wenige Songs dieser Art gibt und wir somit eher selten hübsche Videos zu sehen bekommen.

Theatrythm Final Fantasy: Curtain Call im Test. (8) Quelle: Computec Media Theatrythm Final Fantasy: Curtain Call im Test. (8) Erfahrungspunkte, Levelaufstiege und jede Menge Gegenstände

Eines haben jedoch alle Stage-Arten gemeinsam: Fehler werden hart bestraft. Nicht nur, dass wir eine schlechtere Wertung am Ende des Liedes für unsere Leistung erhalten können, mit jedem Fehler reduziert sich unsere HP-Leiste und sobald diese aufgebraucht ist, haben wir das Lied nicht erfolgreich absolviert. Damit wir auch auf höheren Schwierigkeitsgraden Erfolg haben, können wir die Musikstücke nicht nur wie gewohnt üben, sondern auch unsere aktuelle Gruppe verbessern. Bei Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call haben wieder viele Charaktere aus allen möglichen Final Fantasy-Teilen den Weg auf das Modul gefunden, aus denen wir für unsere aktuelle Truppe jeweils vier Spielfiguren auswählen können. Nach erfolgreich absolvierten Songs, erhalten diese nicht nur die bekannten Erfahrungspunkte, die Levelaufstiege und Verbesserungen der Attribute zur Folge haben können, sondern auch neue Fähigkeiten, Items oder Ausrüstungsgegenstände, die uns das Leben erleichtern können. Eine üppigere HP-Leiste kann immerhin gerade bei schweren Liedern schnell über Sieg oder Niederlage entscheiden. Für ein Musikspiel sind die Möglichkeiten bei Curtain Call also ohne Zweifel wieder ziemlich umfangreich.

Grandioser Umfang mit über 200 Liedern

Theatrythm Final Fantasy: Curtain Call im Test. (7) Quelle: Computec Media Theatrythm Final Fantasy: Curtain Call im Test. (7) Der Umfang kann sich generell sehen lassen und übertrifft den Vorgänger deutlich. Insgesamt dürfen wir uns dieses Mal über mehr als 200 Lieder freuen, die nicht nur aus den Ablegern der Hauptreihe von Final Fantasy, sondern auch aus diversen Spin-Offs wie Mystic Quest oder Tactics stammen. Neben der Möglichkeit, einzelne Lieder alleine oder im Mehrspielermodus mit Freunden lokal oder online zu spielen, gibt es auch weitere Spielmodi, die für Langzeitmotivation sorgen. Besonders interessant ist hier der Quest-Modus, in dem wir uns in einer durchaus großen Anzahl an Herausforderungen versuchen und diverse Bossgegner besiegen dürfen. Zu Beginn entscheiden wir uns für eine Mission, die nach ihrer jeweiligen Länge sortiert sind.

Neben relativ kurzen Quests, die nach wenigen Liedern wieder vorüber sind, sind so auch umfangreichere Missionen mit von der Partie, bei denen wir die Speichermöglichkeit des Spiels zu schätzen wissen. Die Besonderheit beim Quest-Modus ist, dass sich unsere HP-Leiste nach einem absolvierten Lied nicht automatisch auffüllt, was auf den höheren Schwierigkeitsgraden auch erfahrene Spieler fordern dürfte. Doch während der Titel beim Umfang und den Spielmodi überzeugen kann, ist die technische Seite leider nicht ganz so gelungen und die Grafik präsentiert sich abermals eher zweckmäßig. Was bei einem Musikspiel zugegebenermaßen auch nur ein kleiner Kritikpunkt ist.

Meinung

Wertung zu Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call (3DS)

Wertung:

8.7 /10
Pro & Contra
Überragender SoundGroßer UmfangUnterhaltsame SpielmodiSammelkarten sind auch wieder dabeiMehrspielermöglichkeiten lokal und onlineSteuerung mit Tasten möglichEinfach tolles Gameplay
Grafik eher unspektakulärKeine deutschen Texte
Fazit

Curtain Call besticht mit großem Umfang, fährt aber wenige Neuerungen auf. Wer den Vorgänger noch nicht kennt und Musikspiele mag, greift aber bedenkenlos zu!

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