Eine umfangreiche und passable Golfumsetzung, an der es aber auch das ein oder andere zu bemängeln gibt.
Neue Golfer, neue Plätze und neue Spielmodis
Tiger Woods PGA Tour 13
22 Originalgolfer, knapp 30 reale Kurse bzw. Fantasieplätze und um die 10 der unterschiedlichsten Spielmodi, sowohl off-, als auch online, sollten wohl jedes Golferherz höher schlagen lassen. Für Leute mit den etwas dickeren Geldbeutel gibt es sogar die Möglichkeit das Ganze noch auszuweiten, in dem sie z. B. Kurse als DLCs nachkaufen oder sich gleich die Collector's Edition von Tiger Woods PGA Tour 13 zulegen. Diese spezielle Version (für beide Plattformen erhältlich) bietet euch dann für knapp um die 100 Euro drei zusätzliche Kurse, darunter den PGA National Course, auf welchem der Ryders Cup 1983 und die PGA Championship 1987 ausgetragen wurden. Ein besonderes Schmankerl ist allerdings die exklusive Spielvariante Augusta Practice Challenge, die es euch ermöglicht auf dem Trainingsgelände des Augusta Nationals euere Fähigkeiten zu verbessern.
Aber selbst wenn man nur Besitzer der normalen Version von Tiger Woods PGA Tour 13 ist, dann bekommt man genug Inhalt, um sich eine lange Zeit mit der Golfsimulation zu beschäftigen. Herzstück ist dabei nach wie vor der Karrieremodus. Letztes Jahr hieß das Ganze noch "The Road to the Masters", im aktuellen Ableger nennen EA es nun "Road to the PGA Tour". Wie gehabt geht es natürlich darum einen selbst erstellten Golfspieler, übrigens können für diesen wieder die Fähigkeitspunkte aus dem Vorgänger übernommen werden, an die Spitze der Weltrangliste zu führen. Ihr beginnt, wie schon vor 12 Monaten, als Amateur in einer der unteren Ligen. Unterschied zum letzten Jahr ist hierbei allerdings, dass ihr nun wählen dürft, ob ihr eure ersten Sporen lieber in Amerika, in UK oder doch lieber weltweit verdienen wollt. Ihr verbessert also euer Alterego, sucht euch neue Sponsoren, kümmert euch um euere Ausrüstung und besucht von Zeit zu Zeit den Pro Shop. So kämpft ihr euch von der jeweiligen Amateur über die Nationwide bis zur namens gebenden PGA Tour. Nach wie vor ist das Ganze sehr tiefgängig und deshalb auch extrem zeitintensiv. Selbst auf den niedrigen Schwierigkeitsstufen wird es schon einige Zeit dauern bis ihr euch endlich zur Elite des Golfsports zählen dürft. Aber das kennen wir so ja bereits aus Tiger Woods PGA Tour 12.
Nicht kennen werdet ihr allerdings die neu in die Serie integrierten Spielvariante Tiger Legacy Challenge. Hier geht es darum, die Karriere von Tiger Woods in einer Art Herausforderungsmodus nachzuspielen. D. h. ihr müsst bestimmte Aufgaben erfüllen, um die nächste Karrierestufe frei zu schalten. So kommt ihr unter anderem in den Genuss Woods ersten TV-Auftritt als "Mini-Golfer" im Jahre 1978 nach zu erleben, ihn 1984 bei den Junior World Championship zu begleiten, seine Erfolge als Amateur und Rookie in den 90ern zu toppen oder das megaerfolgreiche Jahr 2000 Revue passieren zu lassen. Übrigens ist mit der Gegenwart dann noch nicht mal Schluss, denn in diesem Modus wird sogar ein Blick in die Zukunft gewagt, so dass ihr imaginäre Turniere z. B. von 2016 nachspielen (oder soll man lieber "vorspielen" sagen) könnt. Lange Rede, kurzer Sinn: Diese Spielvariante ist durch ihren Aufbau, ihre Präsentation und ihren Anspruch eine enorme Bereicherung der Serie.
Bezüglich des Online-Modus gab es auch eine Änderung. Nach wie vor könnt ihr hier zwar in Live-Turnieren antreten oder euch in Simultanmatches gegen andere User messen, aber ein GamerNet gibt es nicht mehr. Stattdessen könnt ihr nun Country Clubs gründen, zu denen ihr Freunde einladen könnt, um so irgendwann gegeneinander um die Club Meisterschaft zu spielen.
