Ein Cozy-Game, das euch ganz große Möglichkeiten im kleinen Rahmen bietet. Uns hat Tiny Glade mit seinem stressfreien und entspannten Gameplay überzeugt.
Die letzten Wochen und Monate waren mit Space Marine 2 bis hin zu Black Myth: Wukong nur so gefüllt mit Videospiele-Highlights. Doch nun ist es einmal mehr an der Zeit, dass auch die kleinen Vertreter der Branche einen Moment im Rampenlicht erhalten.
Tiny Glade ist das Debütprojekt des zweiköpfigen Entwicklerteams Pounce Light. Nachdem das Spiel nun schon einige Zeit eine Demoversion für interessierte Spieler bereitstellte, wurde die Vollversion endlich auf Steam veröffentlicht. Doch was macht das kleine Indie-Spiel, das vor seinem Release einer der am meisten gewünschten Titel auf Steam wurde, so besonders?
Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt
Bei Tiny Glade handelt es sich um ein Aufbauspiel - jedoch nicht im klassischen Sinne. Ganz im Rahmen der gemütlichen Spielerfahrung stellt euch das Spiel nämlich keine Hürden in den Weg.
Ihr braucht euch also weder mit nervigen Zeitlimits herumschlagen, noch müsst ihr für eure Bauten auf große Ressourcen-Sammeltour gehen. Innerhalb eines begrenzten Baubereichs hindert euch also nichts daran, eurer Fantasie freien Lauf zu lassen.
Quelle: Pounce Light
Das Spiel bietet euch zudem eine kleine Vorauswahl an Landschaften als Startpunkt eurer Dioramen. So habt ihr zum Beispiel die Möglichkeit, in einem verschneiten Wald, auf einer Blumenwiese oder auch in einem herbstlichen Setting mit euren Bauarbeiten zu beginnen.
Tiny Glade stellt keine Challenges oder Aufgaben, die es zu erfüllen gilt, was weiter zum Relax-Motto beiträgt. Auch vor Angriffen von anderen Spielern oder feindlich gesinnten NPCs bleibt ihr verschont. Wer sich dennoch ein bisschen herausfordern möchte, hat die Möglichkeit, an den täglichen wechselnden Bau-Themen teilzunehmen.
Quelle: Pounce Light
Jeden Tag wird vom Spiel ein bestimmtes Thema vorgeschlagen, an dem ihr euch verkünsteln könnt. Es gibt zwar keine Ingame-Belohnungen, aber ihr könnt Bilder eurer Meisterwerke mit der Community teilen und euch unter Umständen ein paar Lorbeeren abholen.
Bauen leicht gemacht, mehr oder weniger
Das Spiel hat uns mit seiner sehr intuitiven und schlauen Gebäudegenerierung überrascht. Trotz der äußerst spartanischen Toolbar und den wenigen Mitteln, die dem Spieler zur Verfügung stehen, haben wir im Verlauf des Spiels konstant Momente gehabt, in denen wir Gegenstände so kombinieren konnten, dass wir etwas ganz Neues geschaffen haben.
Besonders toll fanden wir beispielsweise, dass das Spiel zwischen zwei nebeneinander platzierten Fenstern, an denen Wäsche hängt, automatisch eine Wäscheleine spannt.
Über diese Methode liefert euch das Spiel auch die Möglichkeit, mit nur zwei Gebäuden - dem Haus und dem Turm - verschiedenste Bauten anzufertigen. Durch präzise Formänderungen und das Stapeln mehrerer Rohbauten könnt ihr Gebäude mit interessanten Silhouetten und Formen kreieren.
So erstellt das Spiel mit ein bisschen Herumprobieren scheinbar nahtlose Übergange, die solche zusammengeschusterten Bauten wie professionell gestaltete Architektur wirken lassen.
Bildergalerie
Die Toolbar bietet euch zusätzlich auch noch die Option, anhand von Wasser über Wege bis hin zu Mauern alles Mögliche an der Welt zu verändern. Und sollte euch etwas nicht gefallen, steht euch auch ein Radiergummi zur Verfügung, der alles oder auch nur gezielte Elemente wieder entfernen kann.
