Tom Clancy's Ghost Recon: Breakpoint: Nur wenige Schwächen - E3-Vorschau
Special
Nachdem Ghost Recon Wildlands als erster Open-World-Teil der Reihe äußerst erfolgreich war, legt Ubisoft nun mit Breakpoint nach. Im Rahmen der E3 2019 hatten wir die Möglichkeit, uns einige Stunden auf der Pazifik-Insel Aurora, die den Schauplatz von Breakpoint darstellt, herumzutreiben. Wir erzählen euch, wie sich der Third-Person-Shooter spielt und was ihr erwarten könnt.
Pazifik-Insel statt Bolivien, Ex-Ghost statt Drogenbaron - so könnte man Ghost Recon: Breakpoint kurz und knapp zusammenfassen. Denn statt eines mehr oder weniger namenlosen Boss eines Drogenkartells bekommt ihr es im Breakpoint mit einem abtrünnigen Ghost zu tun, den wir bereits in einer der letzten Episoden von Wildlands kennengelernt haben - Cole D. Walker, gespielt von Jon Bernthal (bekannt aus The Punisher oder The Walking Dead). Wer bereits Wildlands gespielt hat, der findet sich auch in Breakpoint sofort zurecht. Dabei haben die Entwickler einiges verbessert, was beim Vorgänger noch für Kritik sorgte. Beispielsweise die Storyline, die nicht nur dank jeder Menge Zwischensequenzen deutlich besser inszeniert ist, sondern auch einiges mehr an Facetten und Tiefgang besitzen soll. Wie gut besonders letzteres von den Entwicklern umgesetzt wurde, das können wir nach unserer Spiel-Session natürlich noch nicht abschließend sagen. Man merkt aber sowohl bei Figuren als auch bei den Handlungsbögen eine deutliche Verbesserung zu Wildlands.
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Quelle: Ubisoft
Ohne Teamplay haben wir kaum eine Chance in den Missionen.
War der Koop-Modus schon in Wildlands ein wichtiges und beliebtes Feature, hat sich das in Breakpoint nicht geändert. Eher im Gegenteil. Die verschiedenen Klassen, die ihr im Spiel zur Verfügung habt, harmonieren gut miteinander und machen so das Spielen im Koop noch deutlich lohnenswerter. Allerdings kommen wir nicht umher zu erwähnen, dass sich das mehr oder wenig spontane Wechseln der Klasse am Lagerplatz spielerisch zwar gut einfügt, aber sich irgendwie seltsam anfühlt. Wenn aus dem Sniper plötzlich ein waffenstrotzender Assault wird, darf man nicht allzu viel Wert auf tiefgreifende Immersion legen.
Rein in die Action
In unserer Anspiel-Session machten wir uns mit unserem Viererteam also auf den Weg, eine führende Wissenschaftlerin aus einer Fabrik der Wolves, die Soldaten unseres Antagonisten Cole D. Walker, zu befreien. Dabei konnten wir sogleich feststellen, wie elementar gutes Teamplay in Breakpoint ist. So wurden wir beim ersten Eindringen quasi überrascht und aus dem Hinterhalt nahezu vollständig eliminiert. Danach stellten wir uns geschickter an und klärten das Gebiet mit unseren fliegenden Drohnen zuerst auf, brachten dann unseren Sniper strategisch günstig in Stellung und stürmten anschließend koordiniert die Fabrik. Mit dem Wissen um die Standpunkte der feindlichen Kämpfer und der Unterstützung unseres Scharfschützen konnten wir die Mission ohne Verluste abschließen. Im Anschluss mussten wir uns nur noch entscheiden, ob wir die Fabrik in die Luft jagen oder lieber direkt abhauen. Ein paar platzierte Sprengladungen später genossen wir eine große Explosion, bevor wir per Helikopter aus der Gefahrenzone verschwanden.
Gewaltige Drohen und Kampfroboter ...
... spielen in Breakpoint eine große Rolle. Denn immerhin diente die Insel, auf der wir uns rumtreiben ursprünglich als Testgebiet für Waffenprogramme, ehe Antagonist Cole D. Walker die Anlagen mit Gewalt an sich gerissen hat. Demensprechend bekamen wir es nach einigen weiteren unterhaltsamen Missionen mit einem der sogenannten Behemoths zu tun. Diese gewaltigen Kampfmaschinen wirken wie Endbosse in anderen Shootern. Sie sind nur mit Taktik und Geschick zu bezwingen. In unserem Fall haben wir den Behemoth mehrfach mit EMP-Granaten kurzzeitig außer Gefecht gesetzt, um ihm dann mit Raketenwerfern und Maschinengewehren ordentlich einzuheizen. Kurze Zeit später waren nur noch Trümmer und Schrott vom Behemoth übrig und unsere Session war vorbei.
Quelle: Ubisoft
Riesige Drohnen gehören zu den neuen Gegnerarten von Ghost Reacon: Breakpoint.
Viele Stärken und kleinere Schwächen
Breakpoint hat es geschafft, die Stärken von Wildlands, beispielsweise eine große und abwechslungsreiche Spielwelt, ein gutes Waffenhandling, Aiming und Trefferfeedback, oder auch einen exzellenten Koop-Modus, in Breakpoint zu übertragen und stellenweise sogar noch zu verbessern. Gleichzeitig wurde an der Präsentation und Story noch etwas gefeilt, was die großen Schwachpunkte beseitigen soll. Dennoch gibt es noch einige störende Kleinigkeiten. So ist die Steuerung nach wie vor stellenweise hakelig und das Deckungssystem gehört wahrlich nicht zu den Prunkstücken des Spiels. Besonders störend empfanden wir bei unserer Spiel-Session aber die Entfernung der Kamera, die für unseren Geschmack stets viel zu nah am Charakter "klebte". So passierte es uns mehr als einmal, dass wir beim Schleichen oder im Kampf auf kürzere Entfernung kaum den Gegner sehen konnten, weil uns stattdessen ein bildschirmfüllender Soldatenrücken entgegenstrahlte.
